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Zweite! Ehlers/Flüggen mit Paukenschlag in Tokio

Zweite! Ehlers/Flüggen mit Paukenschlag in Tokio

28/07/2019 um 15:41Aktualisiert 28/07/2019 um 16:07

Die Beachvolleyballer Nils Ehlers und Lars Flüggen haben beim Olympia-Testevent in Tokio die ganz große Sensation nur knapp verpasst, mit Rang zwei aber dennoch den bislang größten Erfolg ihrer Karriere gefeiert.

Das deutsche Duo, das den Umweg über die Qualifikation gehen musste, spielte sich bis ins Finale vor.

Dort unterlagen Ehlers und Flüggen den Weltranglisten-Ersten und WM-Dritten Anders Mol und Christian Sörum aus Norwegen mit 17:21 und 18:21. Zuvor hatten die Deutschen unter anderem mit Siegen gegen die brasilianischen Weltklasse-Doppel George Wanderley/André Stein sowie Alison Cerutti und Alvaro Vilho, die am Ende den dritten Rang belegten, geglänzt.

“Es war ein unglaublicher Sieg für uns”, sagte Flüggen nach dem Erfolg gegen Alison/Alvaro Filho im Halbfinale. “Wir haben das Momentum am Ende des zweiten Satzes genutzt, als die Brasilianer einige Schlagfehler gemacht haben, um zu gewinnen.”

Auch im Hinblick auf die Qualifikation für die Sommerspiele 2020 an gleicher Stelle könnte das Ergebnis für Ehlers/Flüggen von großer Bedeutung sein. Neben den Weltmeistern Oleg Stojanovski und Viacheslav Krasilnikov aus Russland qualifizieren sich noch die beiden besten Teams eines Qualifikationsturniers im Herbst, die Sieger kontinentaler Ausscheidungsturniere sowie die weiteren 15 besten Teams der Weltrangliste, bei maximal zwei Teams pro Nation und Geschlecht.

Das Testevent in Tokio ist vom Weltverband FIVB mit vier Sternen bewertet worden. Nur bei den Weltmeisterschaften in Hamburg sowie den beiden Fünf-Sterne-Turnieren in Gstaad und Wien gibt es mehr Punkte für die Olympia-Qualifikation zu gewinnen. Ehlers/Flüggen haben sich damit als zweites deutsches Team neben den WM-Zweiten Julius Thole und Clemens Wickler in eine aussichtsreiche Ausgangsposition gebracht.

Auch für die deutschen Damen gab es in Tokio nach bislang schwieriger Saison ein Erfolgserlebnis zu feiern. Karla Borger und Julia Sude belegten einen guten vierten Rang. Im Spiel um Platz drei musste sich das deutsche Duo den Kanadierinnen Heather Bansley und Brandie Wilkinson mit 19:21 und 11:21 geschlagen geben.

Turniersiegerinnen wurden die Brasilianerinnen Agatha Bednarczuk und Eduarda Santos Lisboa mit 21:19 und 21:18 im Finale gegen April Ross und Alexandra Klineman aus den USA.

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