Getty Images

24h Le Mans 2018: Provisorische Pole für Fernando Alonso

24h Le Mans 2018: Provisorische Pole für Fernando Alonso

14/06/2018 um 02:01Aktualisiert 14/06/2018 um 08:19

Sebastien Buemi, Fernando Alonso und Kazuki Nakajima übernachten bei der 86. Ausgabe der 24 Stunden von Le Mans (live im TV auf Eurosport) nach dem ersten Qualifying auf der provisorischen Pole-Position. Da die Wettervorhersage für den Donnerstag unbeständig ist, könnte es schon die Entscheidung im Kampf um den besten Startplatz gewesen sein.

Kazuki Nakajima war in 3:17.270 Minuten 0,107 Sekunden schneller als Kamui Kobayashi im Schwesterfahrzeug #7 (Conway/Kobayashi/Lopez).Die beiden Japaner lieferten sich gleich in den ersten Minuten der zweistündigen Sitzung ihr Duell mit gleichen Waffen. Am Ende gab eine Zehntelsekunde den Ausschlag zu Gunsten des Toyotas #8.

"Ich hatte etwas Glück, denn ich hatte zwar Verkehr, konnte ihn aber an relativ problemlosen Stellen umschiffen", kommentiert der ehemalige Formel-1-Pilot seine Runde. Von Kobayashis Rekordhammer aus 2017 von 3:14.791 Minuten war das natürlich noch weit entfernt. Ein neuer Rekord war aber auch nie Toyotas Ziel.

Alonso äußert sich nach dem Qualifying zurückhaltend:

"Für mich war es einfach wichtig, dass ich einige Runden in der Nacht drehe. Hoffentlich kann ich morgen noch mehr fahren, um mich noch besser an die Bremspunkte gewöhnen zu können. Die Strecke ist bei Tag fantastisch und in der Nacht sehr herausfordernd. "

Ob er mit einem Sieg plant? "Einen Sieg kann man in keiner Serie fest einplanen. In Le Mans schon mal gar nicht, denn hier kann immer alles passieren."

SMP Racing setzt erste Duftmarke

Bei den privaten LMP1-Rennställen übernahm SMP Racing das Kommando: Stephane Sarrazin schob sich im SMP-BR1 #17 (Sarrazin/Orudschew/Issaakjan) in 3:19.483 Minuten knapp vor den beiden Rebellions auf die dritte Position.

Das ist sehr beachtlich, weil das Dallara-Chassis nach der Flugeinlage in Spa-Francorchamps mit mehr Abtrieb als eigentlich gewollt fährt. Auch die Rebellions auf den Positionen vier und fünf knackten die 3:20er-Marke. Die Top 6 vervollständigte der DragonSpeed-BR1 #10 (Hedman/van der Zande/Hanley). Doch die Freude währte nicht lange, denn kurz nach Hälfte der Sitzung hauchte der Gibson-V8 sein Leben spektakulär vor der Dunlop-Schikane aus.

Sorgenkinder bleiben derweil die TRS-Manor-Ginettas, die nur sehr sporadisch unterwegs sind. Sie landeten mitten im LMP2-Feld mit einer persönlichen Bestzeit von 3:26.246 Minuten, obschon sie im Freien Training schon einmal eine 3:25er-Zeit markiert haben.

Bruni atomisiert GTE-Rekord

Gimmi Bruni zementierte auf seinem Porsche 911 RSR einen neuen Rekord für GTE-Fahrzeuge - und das deutlich: In 3:47.504 Minuten markierte der frühere Minardi-Formel-1-Pilot im Porsche #91 (Lietz/Bruni/Makowiecki) eine sensationelle Zeit, mit der er den GTE-Rekord um sage und schreibe 3,3 Sekunden herunterschraubte.

Kaum hatte er die Zeit gesetzt, feuerte er das Auto eingangs der nächsten Runde in den Kies der Dunlop-Schikane. Seine Teamkollegen werden es ihm verzeihen.

0
0