Ursprünglich war für die neue Königsklasse der Langstrecke bekanntlich ein Richtwert von 3:30 Minuten vorgesehen.
Dieser wurde von Le Mans' Qualifying-König Kamui Kobayashi jedoch deutlich unterschritten. 3:23.900 Minuten lautete der Bestwert.
Angesprochen auf die unfassbar schnellen Rundenzeiten der Hypercars, meinte Kobayashi anschließend: "Da müssen wir wohl die Kategorie gleich wieder abschaffen und die Regeln ändern, damit wir langsamer werden. Denn eigentlich sollen wir nicht so schnell sein."
24h von Le Mans
Toyota ganz vorne: Kobayashi holt seine vierte Pole in Le Mans
19/08/2021 AM 20:28
Dabei hatte der Toyota-Pilot offenbar noch nicht einmal das Ende der Fahnenstange erreicht. Er gab zu: "Ich hätte sogar noch schneller fahren können, aber ich hatte eine Track-Limit-Strafe, was sehr schade war."

Schneller als die Berechnungen: Kobayashi rast mit Mega-Zeit zur Pole

24 Stunden von Le Mans: Tracklimits verhindern noch schnellere Kobayashi-Runde

Ein Blick auf die einzelnen Zeiten bestätigt das: Kobayashi war auf seiner letzten fliegenden Runde nach zwei Sektoren dreieinhalb Zehntel schneller als bei seiner Pole-Zeit. Im letzten Sektor übertrieb es der Japaner dann jedoch. Nach einem Verstoß gegen die Tracklimits wurde die Zeit gestrichen. Kobayashi machte langsam und kehrte umgehend an die Box zurück.
Und auch beim Schwesterauto, das in der Hyperpole von Brendon Hartley pilotiert wurde, lief nicht alles glatt. "Ich ärgere mich ein wenig, denn auf meiner schnellsten Runde habe ich einen Fehler gemacht. Ich schaltete zwei Gänge auf einmal in den siebten und verlor dadurch etwas Zeit. Wir hatten definitiv eine Chance auf die Pole, denn die Autos waren sehr gleichwertig", haderte der Toyota-Pilot.
Hartley kam bis auf 0,295 Sekunden auf die Pole-Zeit von Kobayashi heran.

"Au weia!" Nakajima verliert die Kontrolle über seinen Toyota

24 Stunden von Le Mans: Verkehr vereitelt Pole für Hartley und den Toyota #8

Pech mit dem GT-Verkehr tat sein übriges, um eine Pole des Toyota #8 bei den 24 Stunden von Le Mans 2021 zu verhindern. Sowohl im ersten Run, als auch im zweiten Versuch kamen Hartley Fahrzeuge in die Quere.
Im Anschluss war er überzeugt: "Wir hatten alle Zutaten, um es [die Pole einzufahren, Anm. d. Red,] zu schaffen." Doch wie das so ist bei einem 24-Stunden-Rennen, kommt es ohnehin erst auf das große Highlight an. Daher hat man bei Toyota die beiden GR010 Hybrid auch konsequent auf eine gute Rennpace getrimmt.
"Der Schnellste über eine Runde zu sein, ist das eine, aber über 24 Stunden etwas ganz anderes", weiß auch Pole-Mann Kobayashi.
Die 89. Ausgabe der 24 Stunden von Le Mans startet am Samstag um 16 Uhr. Eurosport überträgt den Langstreckenklassiker am Samstag und Sonntag von Start bis Ziel live im Free-TV bei Eurosport 1 und ohne Unterbrechung im Livestream bei Eurosport mit Joyn PLUS+.
Zudem bietet Eurosport.de in Kooperation mit "Motorsport-Total.com" einen Live-Ticker zum Rennen an.
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