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San Francisco Bay Area Stadium, Santa Clara
Samstag, 13. Juni 2026, 21:00 Uhr (MESZ)
Katar und die Schweiz starten ihre WM-2026-Kampagne im San Francisco Bay Area Stadium in Santa Clara – das erste Aufeinandertreffen beider Mannschaften bei einem großen Fußballturnier.
Die Schweiz (19. der FIFA-Weltrangliste) reist nach Kalifornien, nachdem sie die europäische Qualifikation ungeschlagen abgeschlossen hat, während Katar (56.) sich erstmals in der Geschichte des Landes durch die sportliche Qualifikation für eine WM-Endrunde qualifiziert hat – sechs sieglose Spiele in Folge vor Turnierbeginn dämpfen allerdings die Erwartungen erheblich.
Vorschau: Katar vs. Schweiz
Katars WM-Qualifikation verlief über drei Runden des asiatischen Qualifikationsprozesses und endete mit einer Bilanz von zehn Siegen, fünf Niederlagen und drei Unentschieden aus 18 Spielen – 37 Tore erzielt, 28 kassiert.
Die Berufung von Julen Lopetegui im Mai 2025 hat noch keine nachhaltige Wende gebracht: Seit seinem Amtsantritt hat der spanische Trainer nur vier Siege eingefahren, davon zwei in Qualifikationsspielen und zwei in Freundschaftsspielen.
Die jüngste Formkurve ist besorgniserregend – drei Niederlagen und zwei Unentschieden in den letzten fünf Spielen, mit nur einem erzielten Tor in diesem Zeitraum und einer anhaltenden Torlosigkeit, die Lopetegui vor dem größten Spiel seit dem WM-Debakel von 2022 vor ernste Fragen stellt.
Der Schatten der Heim-WM 2022 lastet noch auf dieser Mannschaft: Als Gastgeber wurden sie damals als erstes Ausrichterland überhaupt in der Gruppenphase ausgeschieden – alle drei Spiele verloren, ohne einen einzigen Punkt, und der Rückstand zu europäischen Gegnern wurde schonungslos offenbart.
Almoez Ali vom Al-Duhail war Katars Topscorer in der Qualifikation mit 12 Treffern, während Akram Afif 11 Torvorlagen beisteuerte, und die kreative Last liegt vollständig auf seinen Schultern, wenn Katar der Schweizer Defensive gefährlich werden soll.
Die Schweiz schloss ihre europäische Qualifikationsgruppe als Erster ab – vier Siege und zwei Unentschieden in sechs Spielen, 14 Tore bei nur zwei Gegentreffern und vier Partien ohne Gegentreffer.
Die Innenverteidigung mit Manuel Akanji – der die vergangene Saison auf Leihbasis bei Inter Mailand verbrachte – und Nico Elvedi (Borussia Mönchengladbach) war das Fundament dieser defensiven Stabilität: In vier der sechs Qualifikationsspiele blieb die Hintermannschaft ohne Gegentreffer.
Das Vorbereitungsprogramm verlief gemischter: Die 3:4-Niederlage gegen Deutschland legte Schwachstellen bei Standardsituationen offen, doch das 4:1 gegen Jordanien und das torlose Remis gegen Norwegen zeigten einen Trainer, der die Belastungssteuerung bewusst vor die Ergebnisse stellt.
Granit Xhaka – mit 146 Länderspielen Rekordspieler der Schweiz – führt ein Mittelfeld an, das auf Ballbesitz und Spielkontrolle ausgelegt ist, und hofft, eine starke Premier-League-Saison beim AFC Sunderland in eine ebenso überzeugende Leistung auf der Weltbühne umzumünzen.
Die Angriffstiefe ist einer der offensichtlichsten Vorteile der Schweiz: Breel Embolo (Stade Rennes), Dan Ndoye (Nottingham Forest), Ruben Vargas (FC Sevilla) und Noah Okafor (Leeds United) stehen alle als Starter oder für Rotation zur Verfügung und geben Yakin eine Variationsbreite, die nur wenige WM-Teilnehmer dieser Gruppe aufbieten können.
Kader-News: Katar vs. Schweiz
Katar
Lopetegui hat alle 26 nominierten Spieler ohne Verletzungssorgen zur Verfügung und damit freie Hand bei der Aufstellungswahl für das Auftaktspiel.
Der Kader setzt sich fast ausschließlich aus Spielern der Qatar Stars League zusammen; einzige Ausnahme ist Verteidiger Homam Ahmed, der mit Cultural Leonesa aus der zweiten spanischen Liga abgestiegen ist.
Kapitän Hassan Al-Haydos, 35 Jahre alt und 186-facher Nationalspieler, dürfte von der Bank beginnen – Lopetegui wird voraussichtlich auf das mobilere Angriffstrio Afif, Edmilson Junior und Almoez Ali setzen.
Offen ist noch die Besetzung des dritten Mittelfeldplatzes neben Karim Boudiaf und Jassem Gaber; Ahmed Fathi gilt dabei als wahrscheinlichste Option.
Schweiz
Yakin hat bis auf Ruben Vargas den gesamten Kader zur Verfügung; beim Sevilla-Stürmer besteht zumindest ein kleines Fragezeichen.
Vargas hat das Training in den Tagen vor dem Turnier wieder aufgenommen und könnte dennoch von Beginn an spielen – als Alternative steht Fabian Rieder (FC Augsburg) bereit, sollte Yakin kein Risiko eingehen wollen.
Gregor Kobel (Borussia Dortmund) steht erwartungsgemäß zwischen den Pfosten; Yvon Mvogo (FC Lorient) ist der erfahrene Rückhalt auf der Ersatzbank.
Die Tiefe im Angriff – Embolo, Ndoye, Vargas, Okafor und Zeki Amdouni (FC Burnley) stehen allesamt bereit – verschafft Yakin eine Rotationsplanung, die das Niveau der meisten WM-Teilnehmer übersteigt.
Katar vs. Schweiz – Voraussichtliche Aufstellungen
Voraussichtliche Aufstellung Katar (4-2-3-1): M Abunada; A Al-Oui, B Khoukhi, P Miguel, H Ahmed; K Boudiaf, J Gaber; A Afif, A Fathi, E Junior; Almoez Ali. Trainer: Julen Lopetegui.
Voraussichtliche Aufstellung Schweiz (4-3-3): G Kobel; S Widmer, M Akanji, N Elvedi, R Rodriguez; M Aebischer, G Xhaka, R Freuler; R Vargas, B Embolo, D Ndoye. Trainer: Murat Yakin.
Direktvergleich: Katar vs. Schweiz
Katar und die Schweiz sind in ihrer Geschichte erst einmal aufeinandergetroffen – ein Freundschaftsspiel in Lugano am 14. November 2018, das Katar 1:0 gewann.
Der Kontext jenes Aufeinandertreffens entzieht ihm jeden analytischen Wert: Die Schweiz setzte eine Experimentalelf ein, während Katar sich in einem frühen Stadium der Vorbereitung auf die WM 2022 als Gastgeber befand.
In den acht Jahren seither haben sich beide Kader grundlegend verändert; ein WM-Gruppenspiel mit unmittelbaren K.-o.-Konsequenzen hat mit einem Testspiel im November kaum Berührungspunkte.
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Unser Katar vs. Schweiz Tipp und Prognose
- Breel Embolo war mit vier Treffern der beste Torschütze der Schweiz in der Qualifikation und geht gut in Form in sein zweites WM-Turnier
- Dan Ndoye und Ruben Vargas steuerten je drei Torvorlagen in der europäischen Qualifikation bei und öffnen Yakin verschiedene Wege zur Torgefahr
- Die Schweiz traf in fünf der sechs Qualifikationsspiele und erzielte durchschnittlich 2,33 Tore pro Partie
- Yakins Team hielt in vier von sechs Qualifikationsspielen die Null und kassierte nur zweimal Gegentore
- Katar erzielte in den letzten fünf Spielen lediglich ein Tor – eine Quote von 0,2 Treffern pro Partie