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Millerntor-Stadion, Hamburg
Samstag, 22. August 2026, 15:30 Uhr
Glücksspiel kann süchtig machen. 18+
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Am Samstag steigt eine der ungewöhnlicheren Pokalpaarungen dieser Saison, wenn Lüneburger SK Hansa im Millerntor-Stadion auf Werder Bremen trifft.
Der Fünftligist trägt sein Heimspiel bewusst nicht an der Ilmenau, sondern bei Nachbarclub FC St. Pauli aus, weil die eigenen Anlagen für ein Spiel gegen einen Bundesligisten schlicht zu klein sind, und für Werder ist es der erste Pflichtspieleinsatz einer Saison, deren Bundesliga-Auftakt erst am 29. August folgt.
Vorschau: Lüneburger SK Hansa gegen Werder Bremen
Lüneburger SK Hansa hat sich seinen ersten Auftritt in der ersten DFB-Pokal-Runde seit 2017 hart erarbeitet, denn der Klub gewann im Mai zum ersten Mal überhaupt den Krombacher Niedersachsenpokal und setzte sich im Elfmeterschießen gegen TuS Bersenbrück durch.
Trainer Tarek Gibbah führte die Mannschaft in der vergangenen Saison zugleich auf Platz sechs der Oberliga Niedersachsen, der fünften deutschen Spielklasse.
Der Saisonstart 2026/27 verlief für Lüneburg dagegen holprig, mit nur einem Punkt aus den ersten beiden Ligaspielen und einem Torverhältnis von 4:5, aktuell Rang neun.
Zuletzt gab es ein 2:2 gegen SV Meppen II, nachdem eine Woche zuvor eine knappe 2:3-Niederlage bei Eintracht Braunschweig II stand.
Im Niedersachsenpokal wirkte die Mannschaft dagegen deutlich abgeklärter und gewann sowohl das Halbfinale gegen Germania Egestorf-Langreder als auch das Finale gegen Bersenbrück, beide Male in einer engen Partie.
Werder Bremen bestreitet mit diesem Pokalspiel seine erste Pflichtpartie der Saison, weil die Bundesliga erst am 29. August beginnt.
In der Vorbereitung zeigte sich die Offensive auffällig treffsicher, mit Siegen gegen Fagiano Okayama, VfL Bochum 1848 und Energie Cottbus, bei denen insgesamt acht Tore fielen.
Zum Abschluss der Vorbereitung gab es allerdings ein 2:2 gegen den Bundesliga-Aufsteiger SC Paderborn 07 und eine 0:1-Heimniederlage gegen den französischen Erstligisten AJ Auxerre, bei der Arthur Piedfort kurz nach der Pause traf.
Werder war in der vergangenen Bundesliga-Saison 2025/26 mit Rang fünfzehn und 32 Punkten nur sechs Zähler von der Abstiegszone und lediglich drei Punkte vom Relegationsplatz entfernt, wodurch der Klub nur knapp an einer schwierigeren Situation vorbeigeschrammt ist.
Trainer Daniel Thioune äußerte sich nach der Auslosung betont ernst und machte unmissverständlich klar, dass diese Partie unter keinen Umständen zu einem Albtraum für Werder Bremen werden dürfe.
Die Zahlen aus den letzten fünf Partien zeigen den Klassenunterschied deutlich, auch wenn Lüneburg in keinem der fünf Spiele zu null gehalten hat.
Werder hat mit Niclas Füllkrug einen prominenten Rückkehrer im Kader, der auf Leihbasis von West Ham United zurückgeholt wurde und laut Klub sofort spielberechtigt ist.
Sportvorstand Clemens Fritz sprach nach der Auslosung von einer kurzen Anreise und vielen erwarteten Werder-Fans im Millerntor, ergänzte aber auch, dass Personalprobleme auf der rechten Abwehrseite und im zentralen Mittelfeld bestehen.
Für Lüneburg wiederum ist bereits der Verkauf von 9.000 Tickets innerhalb von 45 Minuten ein Beleg dafür, wie groß das Interesse an diesem Spiel in der Region ist.
Team-News zu Lüneburger SK Hansa gegen Werder Bremen
Lüneburger SK Hansa
Trainer Tarek Gibbah kann nach aktuellem Stand wohl aus dem breiten Kader wählen, der den Klub durch die vergangene Erfolgssaison im Landespokal geführt hat.
Stürmer Tjark Dörr traf zuletzt beim Elfmeterschießen-Sieg im Niedersachsenpokal gegen Hemmingen-Westerfeld und dürfte im Angriff gesetzt sein.
Linksverteidiger Nico Hübner verwandelte beim 2:3 in Braunschweig einen Foulelfmeter und ist damit eine der verlässlichsten Größen in der Lüneburger Defensive.
Rückkehrer Lenny Borges, der bei Bayern München II und AC Milan ausgebildet wurde, weckt nach seiner Verpflichtung besondere Erwartungen im Verein.
Werder Bremen
Die deutlich positivere Nachricht für Werder ist die Rückkehr von Niclas Füllkrug, der laut Klub direkt einsatzbereit ist und im Angriff zur Verfügung steht.
Auch Torschützenkönig Jens Stage, Senne Lynen, Amos Pieper, Patrice Čović und Alexander Schlager werden in der aktuellsten Meldung des Klubs nicht mehr unter den Ausfällen geführt und stehen damit wohl zur Verfügung.
Romano Schmid gehört nach seinem Wechsel zu Frosinone nicht mehr zum Kader und fällt entsprechend als Option weg.
Angesichts der von Fritz angesprochenen Engpässe auf der rechten Abwehrseite und im zentralen Mittelfeld dürfte Thioune bei der Kaderzusammenstellung dennoch etwas kreativ werden müssen.
Lüneburger SK Hansa und Werder Bremen: die voraussichtlichen Aufstellungen
Lüneburgs voraussichtliche Aufstellung basiert auf dem zuletzt eingesetzten, verfügbaren Kader im 4-3-3-System: T Henze im Tor, davor R Thinius, S Wolk, N Dahaba und N Hübner in der Abwehrkette, N Tappe, J Gründker und N Scheuer im Mittelfeld sowie M Kunze, T Dörr und B Weishaupt im Angriff.
Lüneburger SK Hansa
Bei Werder handelt es sich um eine vorläufige Einschätzung, da die Mannschaft in dieser Saison noch keine Pflichtspiele absolviert hat und die Aufstellung daher aus der Vorbereitung sowie dem bestätigten Kaderstand abgeleitet ist: A Schlager im Tor, O Deman, M Friedl, A Pieper und M Schmetgens in der Abwehr, Chuki und S Lynen als tieferes Mittelfeldduo, S Mbangula, J Stage und J Njinmah dahinter sowie N Füllkrug im Sturmzentrum.
Werder Bremen
Direkter Vergleich: Lüneburger SK Hansa gegen Werder Bremen
Zwischen Lüneburger SK Hansa und Werder Bremen gab es bislang schlicht keine Begegnung, weil der heutige Verein erst 2008 aus einer Fusion entstand.
Historisch trafen Vorgängerklubs aufeinander, so gewann Werder in der Saison 1951/52 zweimal deutlich gegen den damaligen Lüneburger Vorgängerverein, doch das betrifft eine andere Vereinsstruktur aus einer völlig anderen Fußball-Ära und taugt höchstens als Randnotiz.
Für Lüneburg ist es dagegen bereits die dritte Teilnahme an der ersten DFB-Pokal-Runde, nachdem der Klub 2008/09 deutlich mit 0:5 bei Vfb Stuttgart und 2017/18 mit 1:3 gegen Mainz 05 ausschied, wobei Felix Vobejda seinerzeit das erste Pokaltor der Vereinsgeschichte erzielte.
Ein echter Formindikator lässt sich aus dieser fehlenden Bilanz also nicht ableiten, weshalb für diese Partie in erster Linie die aktuelle Form beider Mannschaften den Ausschlag geben sollte.
Unsere Prognose für Lüneburger SK Hansa gegen Werder Bremen
Bei einem Aufeinandertreffen zwischen der Bundesliga und der fünften Liga sprechen die nackten Zahlen eindeutig für den Favoriten, auch wenn Werder personell nicht aus dem Vollen schöpfen kann.
Wer sich vor dem Spiel noch einen Überblick über weitere Wettoptionen verschaffen möchte, findet passende Informationen in unserem Wettbereich.
- Werder erzielte in seinen letzten fünf Testspielen 10 Tore und dürfte auch gegen den Fünftligisten mehrfach treffen.
- Niclas Füllkrug steht laut Klub direkt zur Verfügung und ist ein naheliegender Kandidat für einen Torerfolg.
- Lüneburg blieb in keinem seiner letzten fünf Pflichtspiele ohne Gegentor, was für eine ähnliche Entwicklung in diesem Spiel spricht.