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San Francisco Bay Area Stadium
Mittwoch, 17. Juni 2026, 06:00 Uhr deutscher Zeit
Österreich kehrt zum ersten Mal seit 1998 auf die WM-Bühne zurück, und das 28-jährige Warten endet im San Francisco Bay Area Stadium, wo die Mannschaft am Mittwoch, den 17. Juni um 06:00 Uhr deutscher Zeit mit der Partie gegen Jordanien in die Gruppe J startet.
Mit Argentinien als klarem Favoriten auf den Gruppensieg dreht sich alles um den Kampf um die übrigen Plätze für die K.-o.-Runde, und ein starkes Auftaktergebnis wiegt in einem Format mit 48 Nationen, in dem die Tordifferenz den Ausschlag geben kann, besonders schwer.
Vorschau: Österreich gegen Jordanien
Ralf Rangnick hat mehr getan, als Österreich bloß zu einer WM zu führen – er hat einer Spielergeneration eine erkennbare Identität gegeben, die der Nationalmannschaft jahrelang fehlte.
Die Zahlen aus der Qualifikation sprechen für sich: sechs Siege, ein Unentschieden und eine Niederlage in acht Spielen, mit 22 erzielten und nur vier kassierten Toren als Gruppensieger der UEFA-Gruppe H.
Die jüngste Form in den Testspielen bestätigt dieses Bild, mit drei Siegen in Folge vor dem Turnier, darunter Zu-null-Spiele gegen Südkorea (1:0) und Tunesien (1:0).
Marko Arnautovic trägt als Rekordtorschütze Österreichs mit 47 Toren in 133 Länderspielen die Hauptlast in der Offensive.
Acht der 22 Qualifikationstore gehen auf sein Konto, und mit 37 Jahren ist dies mit ziemlicher Sicherheit seine einzige Gelegenheit, sich auf der WM-Bühne zu zeigen.
Marcel Sabitzer (drei Tore, drei Vorlagen in der Qualifikation) nähert sich den 100 Länderspielen und bildet die kreative Achse hinter Arnautovic, während Xaver Schlager und Nicolas Seiwald das defensive Mittelfeldduo stellen, das das Pressingsystem zum Laufen bringt.
Der Ausfall von Christoph Baumgartner – 13 Tore und acht Vorlagen in der Bundesliga für RB Leipzig in der Saison 2025/26 – noch vor Turnierbeginn ist ein herber Verlust.
Der Mittelfeldspieler von RB Leipzig zog sich Anfang Juni beim Aufwärmen vor dem Testspiel gegen Tunesien eine Oberschenkelverletzung zu, woraufhin Dejan Ljubicic als Ersatz in den Kader nachnominiert wurde.
Jordanien reist zu seiner allerersten WM, nach zwei aufeinanderfolgenden Endspielen auf höchstem Wettbewerbsniveau – dem Finale des AFC-Asien-Cups im Februar 2024, das gegen Gastgeber Katar verloren ging, und dem Finale des Arab Cup im Dezember 2025, in dem Marokko nach Verlängerung mit 3:2 die Oberhand behielt.
Diese Arab-Cup-Kampagne war vielsagend: Jordanien erreichte das Finale trotz des Ausfalls von Yazan Al-Naimat – mit acht Toren bester Torschütze der Qualifikation -, der sich im Viertelfinale eine Knieverletzung zuzog.
Die Jordanier erzielten 32 Tore in ihrer asiatischen WM-Qualifikation, der höchste Wert der Landesgeschichte in einem einzigen Zyklus, und qualifizierten sich als Gruppenzweiter für das Turnier.
Jamal Sellami, der im Juni 2024 das Ruder übernahm, hat eine Mannschaft geformt, die in K.-o.-Runden bestehen kann, doch die Testspielergebnisse vor diesem Turnier stimmen wenig zuversichtlich.
Jordanien gewann keines seiner letzten fünf Spiele und kassierte dabei 13 Tore, darunter eine 1:4-Niederlage gegen die Schweiz und ein 0:2 gegen Kolumbien in den beiden letzten Testspielen.
Der Ausnahmespieler bleibt Musa Al-Taamari, der einzige jordanische Profi in einer der fünf großen europäischen Ligen, mit sechs Toren und sechs Vorlagen in 33 Ligue-1-Spielen für Rennes in der Saison 2025/26.
Der 29-jährige Offensivspieler steuerte in der asiatischen WM-Qualifikation sieben weitere Tore bei und ist damit der absolute Fokus von allem, was Jordanien in der Offensive unternimmt.
Sellamis voraussichtliches 3-4-3 verwandelt sich ohne Ball in ein kompaktes 5-4-1, das darauf ausgelegt ist, Druck abzufangen und im Umschaltspiel gefährlich zu werden – eine Struktur, die beim Asien-Cup und beim Arab Cup hielt, sich in jüngsten Testspielen gegen stärkere europäische Gegner aber als anfällig erwies.
Teamnews: Österreich gegen Jordanien
Österreich
Der Ausfall von Baumgartner ist die wichtigste Nachricht im österreichischen Lager, wobei Dejan Ljubicic als Ersatz nachnominiert wurde und Rangnick die kreative Achse nun um Sabitzer und Gregoritsch herum neu ordnen muss.
David Alaba wurde im Testspiel gegen Tunesien zur Halbzeit mit muskulären Problemen ausgewechselt, ist seitdem aber ins Training zurückgekehrt und wird voraussichtlich als Innenverteidiger beginnen.
Konrad Laimer sah in genau diesem Testspiel eine Rote Karte, doch die Sperre gilt nicht für WM-Spiele – er ist verfügbar und wird voraussichtlich als Rechtsverteidiger auflaufen.
Florian Grillitsch und Patrick Wimmer plagen sich beide mit leichten Fitnessproblemen, doch keiner von beiden gehört zu Rangnicks bevorzugter Startelf, weshalb die praktischen Auswirkungen gering sind.
Jordanien
Der Ausfall von Al-Naimat ist der entscheidendste Faktor in Jordaniens Offensive – Sellami hat eingeräumt, dass der Stürmer “nicht eins zu eins zu ersetzen ist”, nachdem dieser in der asiatischen Qualifikation acht Tore erzielt hatte, ehe er sich im vergangenen Dezember beim Arab Cup das Kreuzband riss.
Ibrahim Sabra fiel ebenfalls verletzt aus dem Kader und wurde durch Mohammad Taha ersetzt, den 20-jährigen Mittelfeldspieler von Al-Hussein, der zwei Länderspiele vorzuweisen hat.
Kapitän Ehsan Haddad ist trotz einer weitgehend von Verletzungen geprägten vergangenen Saison verfügbar, und Ali Olwan – mit neun Toren in der Qualifikation, darunter ein Hattrick gegen Oman – ist von einer Achillessehnenbeschwerde genesen und fit für die Startelf.
Voraussichtliche Aufstellungen: Österreich gegen Jordanien
Voraussichtliche Aufstellung – Österreich (4-2-3-1): A Schlager; P Mwene, P Lienhart, D Alaba, K Laimer; X Schlager, N Seiwald; M Sabitzer, M Gregoritsch, R Schmid; M Arnautovic.
Voraussichtliche Aufstellung – Jordanien (3-4-3): Y Abulaila; A Nasib, S Obaid, Y Al-Arab; M Abu Taha, N Al-Rawabdeh, N Al-Rashdan, E Haddad; O Al-Fakhouri, A Olwan, M Al-Taamari.
Direkter Vergleich: Österreich gegen Jordanien
Österreich und Jordanien sind in einem offiziellen Spiel oder einem registrierten Testspiel noch nie aufeinandergetroffen, weshalb die Partie am Mittwoch das allererste Duell der Geschichte ist.
Der Unterschied an WM-Erfahrung ist groß: Österreich hat sieben frühere WM-Teilnahmen vorzuweisen, mit einem dritten Platz 1954 als bestem Ergebnis und einem vierten Platz 1934 nach der Niederlage im Spiel um Platz drei gegen Deutschland, während Jordanien zum allerersten Mal auf dieser Bühne steht.
Ohne direkte Vergleichsspiele zum Zurückgreifen haben sich beide Trainerstäbe ausschließlich anhand von Videoanalysen der Qualifikationskampagne und der jüngsten Testspiele des Gegners vorbereitet.
Prognose und Tipps: Österreich gegen Jordanien
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- Österreich hielt in zwei Spielen in Folge vor dem Turnier die Null – Südkorea (1:0) und Tunesien (1:0)
- Jordanien erzielte in seinen beiden letzten Testspielen nur ein Tor – 1:4 gegen die Schweiz und 0:2 gegen Kolumbien
- Arnautovic erzielte acht der 22 Qualifikationstore Österreichs und kommt zu seiner ersten und einzigen WM
- Österreich kassierte in acht UEFA-Qualifikationsspielen nur vier Tore
- Yazan Al-Naimat – mit acht Toren Jordaniens bester Qualifikationstorschütze – fehlt mit einer Kreuzbandverletzung vom Arab Cup