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Mercedes-Benz Stadium, Atlanta, USA
Sonntag, 21. Juni 2026 – 18:00 Uhr MESZ
Spanien blieb im WM-Auftakt gegen Kap Verde torlos und kommt unter Zugzwang ins Mercedes-Benz-Stadion von Atlanta – der Weltranglistenzweite muss gegen Saudi-Arabien endlich die Klasse zeigen, die von einem Titelkandidaten erwartet wird.
Saudi-Arabien geht nach dem 1:1 gegen Uruguay mit einem Punkt in dieses Spiel, und da alle vier Teams der Gruppe H nach dem ersten Spieltag punktgleich sind, könnte der Sieger am Sonntagabend bereits auf direktem Kurs ins Achtelfinale liegen.
Vorschau: Spanien vs. Saudi-Arabien
Spanien ist amtierender Europameister – der Triumph bei der EM 2024 in Deutschland hat einmal mehr bestätigt, dass diese Generation die stärkste seit dem WM-Titel 2010 ist, den das Team damals im Finale gegen die Niederlande gewann.
Das torlose Remis gegen Kap Verde hat niemanden begeistert, aber ein einzelnes Ergebnis gegen einen gut organisierten WM-Debütanten reicht nicht aus, um langfristige Schlüsse über eine Mannschaft des Kalibers Spaniens zu ziehen.
Lamine Yamal, gerade einmal 18 Jahre alt und bereits mit 26 Länderspielen sowie sechs Toren ausgestattet, bringt Sprengkraft auf dem rechten Flügel mit, die auf diesem Niveau ihresgleichen sucht – seine Flügelpartnerschaft mit Nico Williams (31 Einsätze, 6 Tore) gibt Spanien eine Außenbreite, die kaum eine andere Nationalmannschaft bieten kann. Weitere Hintergründe zur WM 2026 gibt es in der Eurosport-WM-Berichterstattung.
Rodri führt das Team mit 63 Länderspielen als Kapitän an und ist das Dreh- und Angelpunkt des spanischen Passspiels – Pedri (42 Einsätze) und Fabián Ruiz (43 Einsätze, 6 Tore) agieren aggressiver als er und verbinden Mittelfeld und Angriff.
Mikel Oyarzabal ist mit 25 Toren in 54 Einsätzen Spaniens zuverlässigster Vollstrecker im 4-3-3 von Luis de la Fuente und verfügt über die Bewegung und das Kombinationsspiel, das ein solches System braucht.
Defensiv bringt Aymeric Laporte (47 Länderspiele) die Erfahrung als Innenverteidiger mit, flankiert vom 19-jährigen Pau Cubarsí (13 Einsätze), der auf dem höchsten Niveau eine Ruhe ausstrahlt, die weit über sein Alter hinausgeht.
Spanien kassierte in den letzten fünf Spielen nur zwei Gegentore und hielt dreimal zu Null – diese Defensivstärke ist ein klares Signal an Saudi-Arabiens Angriff.
Saudi-Arabiens Unentschieden gegen Uruguay war ein solides Ergebnis auf dem Papier – die Mannschaft führte zur Halbzeit und musste erst in der zweiten Hälfte einem Rückstand standhalten, was Trainer Georgios Donis zumindest zeigt, dass sein Team taktisch belastbar ist.
Kapitän Salem Al-Dawsari ist mit 27 Toren in 112 Länderspielen der entscheidende Angreifer des Teams und treibt das Spiel aus dem linken Mittelfeld heraus an – seine Erfahrung und sein Torriecher sind die wichtigsten Waffen Saudi-Arabiens.
Firas Al-Buraikan führt den Angriff mit 16 Treffern in 73 Einsätzen an und bewies gegen Uruguay Qualitäten im Kombinationsspiel – gegen Spaniens Hintermannschaft dürfte der Zuspielrhythmus allerdings deutlich spärlicher werden.
Mohamed Kanno (80 Länderspiele) besetzt die defensive Mittelfeldreihe neben Abdullah Al-Khaibari und soll Spaniens Passspiel unterbrechen – eine Aufgabe, die gegen diese Besetzung erhebliche Arbeit erfordert.
Saud Abdulhamid spielt beim französischen Erstligisten Lens und bringt als einziger saudi-arabischer Feldspieler regelmäßige Erfahrung aus einer europäischen Topliga mit – ausgerechnet als Rechtsverteidiger trifft er auf Nico Williams, einen der explosivsten Flügelstürmer des Turniers.
Saudi-Arabien verlor in den letzten fünf Spielen zweimal und gewann nur einmal, was den Abstand zum Weltranglistenzweiten deutlich markiert – auch wenn das Team gegen starke Gegner nicht einfach aufgibt.
Team-News – Spanien vs. Saudi-Arabien
Spanien
Muñoz reiste bereits mit einer Muskelverletzung zum Turnier und saß gegen Kap Verde nur auf der Bank, da er nach einem separaten Aufbauprogramm arbeitete. Als er in dieser Woche in die Gruppenarbeit zurückkehrte, bestätigte der spanische Verband (RFEF) einen erneuten Rückschlag – ein weiterer Muskelriss setzt ihn für das Spiel am Sonntag außer Gefecht.
Der 22-Jährige, der in dieser Turnierwoche für 40 Millionen Euro zu Liverpool wechselte, bangt nun auch um seine Einsätze in den restlichen Gruppenspielen.
Der erfreuliche Gegenpunkt ist die erwartete Rückkehr von Lamine Yamal und Nico Williams, die gegen Kap Verde beide aus Fitnessgründen fehlten – mit ihnen auf den Flügeln sieht Spaniens Angriffsreihe wieder so aus, wie De la Fuente es sich vorgestellt hatte.
Ferran Torres (58 Einsätze, 24 Tore) ist der natürlichste Ersatz für Muñoz und bietet von der Bank Qualität, Yéremy Pino steht als weiterer Flügelstürmer bereit. Mikel Merino (44 Einsätze) und Dani Olmo (51 Einsätze) sorgen zudem für Tiefe im offensiven Mittelfeld.
Weitere Ausfälle im 26-Mann-Kader sind nicht bestätigt – De la Fuente kann für das Spiel in Atlanta nahezu aus dem Vollen schöpfen.
Saudi-Arabien
Nawaf Al-Aqidi laborierte in der WM-Vorbereitung an einem Oberschenkelproblem, das ihn bereits für das Abschlusstraining gegen Senegal außer Gefecht setzte. Zwar konnte er sich erholen, dennoch wurde er im Auftaktspiel gegen Uruguay von Donis nicht eingesetzt – sein Status für Sonntag bleibt weiterhin ungewiss.
Mohammed Al-Owais übernahm in beiden Absenzen und gab Donis keinen Anlass, Al-Aqidis Rückkehr zu erzwingen. Mit 66 Länderspielen ist Al-Owais der erfahrenste Torwart im Kader und bewies gegen Uruguay die nötige Stabilität, um nach dem Gegentor einen Einbruch zu verhindern.
Weitere Ausfälle sind im saudi-arabischen Kader nicht gemeldet – Donis dürfte das bewährte 4-4-2 unverändert lassen.
Spanien vs. Saudi-Arabien – voraussichtliche Aufstellungen
Voraussichtliche Aufstellung Spanien (4-3-3): U Simon; M Cucurella, P Cubarsí, A Laporte, M Llorente; F Ruiz, Rodri, Pedri; N Williams, M Oyarzabal, L Yamal. Trainer: L de la Fuente.
Voraussichtliche Aufstellung Saudi-Arabien (4-4-2): M Al-Owais; M Al-Harbi, A Al-Amri, H Al-Tambakti, S Abdulhamid; S Al-Dawsari, M Kanno, A Al-Khaibari, M Abu Al-Shamat; M Al-Juwayr, F Al-Buraikan. Trainer: G Donis.
Direktvergleich: Spanien vs. Saudi-Arabien
Spanien hat alle drei bisherigen Duelle mit Saudi-Arabien gewonnen – kein einziges endete unentschieden. Das bislang einzige WM-Aufeinandertreffen, beim Turnier 2006 in Deutschland, endete 1:0 für Spanien.
Die beiden späteren Begegnungen waren Freundschaftsspiele: ein 3:2-Sieg im Jahr 2010 und ein 5:0-Kantersieg zwei Jahre danach. Angesichts des Alters dieser Ergebnisse sind sie kaum als Prognosebasis geeignet – sie belegen aber Spaniens historische Überlegenheit in diesem Duell.
Saudi-Arabiens Sensationssieg gegen Argentinien bei der WM 2022 ist als relevantere Referenz anzusehen, was die Mannschaft in einem Turnierspiel gegen einen Topfavoriten leisten kann – Trainer Donis wird diesen Präzedenzfall nutzen, um seinem Team zu zeigen, dass Überraschungen möglich sind.
Unsere Prognose und Tipps für Spanien vs. Saudi-Arabien
Aktuelle Wettquoten und eine Übersicht der interessantesten Märkte finden sich im Wettbereich auf Eurosport. Quoten gelten vorbehaltlich Änderungen – bitte vor der Platzierung verifizieren.
- Spanien liegt in der FIFA-Weltrangliste 59 Plätze vor Saudi-Arabien
- Spaniens Angriffsdrei aus Yamal, Oyarzabal und Williams verfügt über die Geschwindigkeit und Direktheit, um jede saudi-arabische Abwehrlinie zu knacken
- Saudi-Arabien kassierte zuletzt jeweils zweimal gegen Ecuador und gegen Serbien
- Spanien blieb in drei der letzten fünf Spiele ohne Gegentor
- Spanien kassierte in den letzten fünf Spielen nur zweimal