Mit einem haarsträubenden Unfall von Tom Coronel (ROAL-Chevrolet) ist die Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC) am Samstagmorgen in Vila Real in das fünfte Rennwochenende der Saison 2017 gestartet. Der Niederländer war aufgrund von Bremsproblemen in einen Notausgang des Stadtkurses gerutscht, der allerdings vollkommen ungesichert war.
Coronels Chevrolet-Cruze rutschte über eine Verkehrsinsel und verpasste dabei nur knapp einen Laternenmast und einen Stromkasten, prallte anschließend aber seitlich in einen Transporter der Feuerwehr, bei dem sich eine Person auf dem Beifahrersitz befand.

Vorderrad Auslöser des Unfalls

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"Ich habe direkt gemerkt, dass irgend etwas nicht stimmt", sagt Coronel über den Zwischenfall. "Zuerst dachte ich, ein Reifen wäre explodiert." Doch die Reifen waren noch alle intakt. Allerdings löste sich kurz vor dem Aufprall auf das Feuerwehrauto das linke Vorderrad und flog weg.
Während es zunächst so aussah, als sei das Rad beim Überfahren der Verkehrsinsel abgebrochen, stellten Coronel und seine ROAL-Mannschaft rasch fest, dass sich das Rad schon vorher gelöst hatte und Auslöser des Unfalls war. "Es schaut so aus, als seien die Radbolzen gebrochen. Das Rad war zwar noch im Radhaus drin, aber nicht mehr befestigt und konnte daher nicht mehr verzögern", so Coronel.
Glücklicherweise wurde bei dem Unfall niemand verletzt, allerdings wurde Coronels Auto schwer beschädigt. Das linke Vorderrad wurde abgerissen und die Front stark demoliert. Momentan geht Coronels ROAL-Team davon aus, dass der Schaden vor Ort an der Rennstrecke nicht repariert werden kann.

Auto zurückgezogen

Der gleichermaßen bizarre wie gefährliche Unfall von Coronel war nicht der einzige Zwischenfall während des ersten Freien Training. Wenige Minuten vor dem Ende musste die Session mit der roten Flagge unterbrochen werden, weil ein Hund über die Strecke lief.
Die Bestzeit im ersten Training ging an Norbert Michelisz (Honda). Erstmals wurde am Vormittag auch die Joker-Runde gefahren, die an einem Kreisverkehr auf der anderen Seite als die eigentliche Strecke verläuft und von jedem Fahrer im Rennen einmal gefahren werden muss.
Mittlerweile hat ROAL bestätigt, dass das Auto von Coronel vor Ort nicht mehr repariert werden kann und somit zurückgezogen wird. Das Fahrzeug soll nun in der Fabrik des Konkurrenzteams Campos in Spanien repariert werden, bevor es dann nach Argentinien geflogen wird, wo am 16. Juli in Termas de Rio Hondo das nächste Saisonrennen stattfindet.
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