Starker Zweiter wurde in einem über weite Strecken statischen Rennen Gaststarter Daniel Nagy (M1RA-Hyundai). Der junge Ungar, der mit einer Wildcard ins Feld gerückt war, setzte sich damit eindrucksvoll in Szene und hielt dem Druck von Yvan Muller (YMR-Hyundai), der sich mit Rang drei begnügen musste.
In der Schlussphase geriet der viermalige Tourenwagen-Weltmeister noch ein wenig unter Druck von Gabriele Tarquini (BRC-Hyundai), doch der Italiener fand keinen Weg an Muller vorbei. Zuvor hatte Tarquini aber eines der wenigen Überholmanöver gezeigt. In Runde 10 war in Kurve 2 an Esteban Guerrieri (Münnich-Honda) vorbeigegangen - und das auf gewohnt rustikale Weise mit einem kleinen Rempler.

Tarquini im dritten Rennen vorne

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27/04/2018 AM 06:54
Guerrieris fünfter Platz war nach dem gestrigen Doppelsieg heute im zweiten Rennen der einzige Lichtblick für die deutsche Münnich-Mannschaft, denn seine Teamkollegen Yann Ehrlacher und James Thompson mussten ihre Autos mit technischen Problemen vorzeitig an die Box steuern.
Die Top 10 komplettierten Norbert Michelisz (BRC-Hyundai), Mehdi Bennani (SLR-VW), Benjamin Lessennes (Boutsen/Ginion-Honda), Zsolt Szabo (Zengö-Cupra) und Jean-Karl Vernay (WRT-Audi).
Gabriele Tarquini (BRC-Hyundai) gewann das dritte Rennen des WTCR in Budapest und führt nach seinem dritten Saisonsieg die Meisterschaft klar an.
Der 56-jährige Italiener beschleunigte beim Start am schnellsten, zog Teamkollege und Polesetter Norbert Michelisz davon und fuhr anschließend trotz einer Safety-Car-Phase und einer fragwürdigen Rennunterbrechung zum Sieg.

Rote Flagge in der siebten Runde

In der siebten Runde wurde plötzlich die rote Flagge gezeigt. Der Grund dafür: Es hatte über dem Hungaroring leicht (!) zu regnen begonnen, allerdings war die Fahrbahn allenfalls leicht feucht. "Warum haben sie die rote Flagge gezeigt, es wurde gerade interessant", wunderte sich nicht nur Rob Huff. Als das Rennen gut zehn Minuten später hinter dem Safety-Car neu gestartet, war die Strecke bei Temperaturen von gut 25 Grad Celsius wieder trocken und alle Fahrer auf Slicks unterwegs.
Tarquini verteidigte beim Neustart seine Führung und setzte sich zunächst ein wenig von Michelisz ab. In der Schlussphase des Rennens schloss der Ungar wieder zu seinem Teamkollegen auf und setzte ihn ein wenig unter Druck, fand aber keinen Weg vorbei. So blieb "Norbi" bei seinem Heimrennen ohne Sieg, nimmt aber zwei Podiumsresultate mit.
Dritter wurde Yvan Muller (YMR-Hyundai), der sich in der ersten Runde entschlossen an seinem Neffen Yann Ehrlacher (Münnich-Honda) vorbeigeschoben hatte. Der junge Franzose war als Vierter bester Fahrer des deutschen Rennstalls, nachdem Teamkollege Esteban Guerrieri auf Rang drei liegend wegen eines Frühstarts eine Durchfahrtsstrafe erhielt und nur als 22. ins Ziel kam.
Benjamin Lessennes (Bousten/Ginion-Honda) setzte sich als Fünfter erneut eindrucksvoll in Szene, was auch für Wildcard-Starter Daniel Nagy (M1RA-Hyundai) auf Rang sechs galt. James Thompson (Münnich-Honda), Rob Huff (SLR-VW), Thed Björk (YMR-Hyundai) und Jean-Karl Vernay (WRT-Audi) komplettierten die Top 10.
In der Fahrerwertung liegt Tarquini nach seinem dritten Saisonsieg mit 118 Punkten deutlich in Führung. Erster Verfolger ist Ehrlacher, der 82 Punkte auf dem Konto und damit schon 36 Zähler Rückstand hat. Dritter ist Muller mit 77 Punkten.
Weiter geht es mit dem WTCR in zwei Wochen (10. bis 12. Mai) mit dem Gastspiel in Deutschland. Im Rahmen des 24-Stunden-Rennens fährt der WTCR dann auf der Nürburgring-Nordschleife. DTM-Champion Rene Rast wird dabei mit einer Wildcard in einem Audi an den Start gehen. Auf dem Nürburgring findet das erste Rennen bereits am Donnerstagabend (Christi Himmelfahrt) statt, die Rennen zwei und drei werden am Samstagvormittag ausgetragen.

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