Die Podiumsplätze komplettierte Tom Chilton (SLR-Citroen), der damit in beiden Rennen aufs Podium fuhr. Ein emotionaler Bennani freut sich nach dem Rennen:
Was für ein wunderbares Rennen, es ist ein wahrer Traum. Großen Dank an den König von Marokko für die Unterstützung. Jetzt muss ich erst mal mit meinem Vater feiern gehen.
Wie schon im ersten Rennen war der Kampf um den Sieg bereits in der ersten Kurve entschieden, in die Bennani als Erster einbog. "Es war wichtig, den Start perfekt umzusetzen", zeigt er auf.
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Durchfahrtsstrafe versaut Huffs Wochenende

Einen Aufreger gab es bereits beim Start. Rob Huff fuhr schlecht los und fiel bis zur ersten Kurve bis auf Rang vier zurück. Danach fuhr er vor Kurve zwei auf Nick Catsburg auf und schob den Niederländer in dessen Volvo-Teamkollegen Nestor Girolami. Für Letzteren war das Rennen gelaufen. Im Eifer des Gefechts verfluchte er Catsburg noch als "dummen Kerl", konnte aus seiner Position aber nicht sehen, dass dieser angeschoben wurde. Das Safety-Car kam auf die Strecke.
Huff erhielt dafür eine Durchfahrtsstrafe, die sein Rennen ruinierte. Zwar übernahm er kurzzeitig nochmal die Führung von Bennani, kam aber noch in derselben Runde rein. Mit viel Frust im Bauch fuhr er die schnellste Runde des Rennens und wurde noch Zehnter. Trotzdem dürften seine WM-Träume jetzt bereits ausgeträumt sein. Wie schon John Filippi im Eröffnungsrennen brachte auch dem Ex-Weltmeister die Pole-Position im Hauptrennen kein Glück.
Bennani hatte nun nichts mehr zu befürchten. Catsburg konnte ihn nicht angreifen und sonst gab es keinen Gegner mehr, der ihm hätte gefährlich werden können. Doch beinahe hätte er sich selbst den Sieg gekostet, als er in Runde vier neben die Strecke rutschte. Er konnte die Führung gerade noch behaupten. Tom Chilton profitierte durch die Ereignisse in der ersten Runde und richtete sich komfortabel auf Rang drei ein, den er bis ins Ziel brachte.

Michelisz geht ohne Podium nach Hause

Für die zahlreichen Zuschauer, die auch in diesem Jahr wieder die Strecke mit "Norbi"-Gesängen in eine ganz spezielle Atmosphäre tauchten, gab es keinen Podiumsplatz ihres Lokalhelden Norbert Michelisz (Honda) zu feiern. Nach dem Aus im Eröffnungsrennen startete er das Hauptrennen von Rang sechs. Doch sein Start war verhalten und letztlich kam er nicht über Rang vier hinaus. Tiago Monteiro (Honda) hingegen verlässt mit Platz fünf von Startplatz neun die Strecke als Matchwinner nach dem Sieg im ersten Rennen. Seine Tabellenführung ist noch einmal größer geworden.
Die Top 10 im Hauptrennen vervollständigten Esteban Guerrieri (Campos-Chevrolet), der unter einem schlechten Start von Startplatz drei litt, Thed Björk (Volvo), Yann Ehrlacher (RC-Lada), Tom Coronel (ROAL-Chevrolet) und besagter Huff. Die WTCC wird in zwei Wochen ihren Saisonhöhepunkt auf der Nürburgring-Nordschleife im Rahmen des 24-Stunden-Rennens absolvieren.
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