Michelisz fuhr eine Rundenzeit von 8:43.255 Minuten und war damit 0,819 Sekunden schneller als Huff. Allerdings endete die Session für den Ungarn mit einem großen Schreckmoment. Bei dem Versuch, seine Zeit zu verbessern, erlitt sein Honda Civic beim Anbremsen der Hohenrain-Schikane einen Reifenschaden vorne rechts. Michelisz rutschte durch die Auslaufzone, vermied jedoch einen Einschlag. "Da hatte ich richtig Glück", sagte er am Boxenfunk.

Huff ärgert sich über Reifen-Probleme

Der erneute Reifenschaden, schon beim Test hatten zwei Volvos Plattfüße, brachte Huff auf die Palme. "Das ist einer Weltmeisterschaft nicht würdig. Wir hatten das gleiche Problem im vergangenen Jahr, und nichts hat sich geändert. Solche Momente brauchen wir nicht", ärgert sich Huff bei Eurosport. 2016 hatten Reifenschäden bereits für einige Abflüge gesorgt.
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Ehrlacher rast in die Leitplanke

Weniger Glück als Michelisz hatte Rookie Yann Ehrlacher (RC-Lada), der für den ersten Crash der WTCC in diesem Jahr auf der Nordschleife gesorgt hatte. Nach knapp 15 Minuten rutschte der junge Franzose mit seinem Lada Vesta am Ausgang des Brünnchens von der Strecke und schlug in die Leitplanken ein. "Es sah so aus, als hätte er ein Probleme mit der Lenkung", sagt Ehrlachers Renningenieur Dave Smith. "Er hat versucht einzulenken, aber es ist nichts passiert."
Ehrlacher verletzte sich bei dem Unfall am linken Fuß, konnte sich nur auf einen Streckenposten gestützt vom Auto entfernen und musste medizinisch versorgt werden. "Der Aufprall hat ihm ein wenig den Atem verschlagen, wir hoffen, dass er sonst okay ist", sagt Ingenieur Smith. Für einen weiteren Zwischenfall sorgte Tiago Monteiro (Honda), der offenbar mit einem technischen Defekt auf der Nordschleife ausrollte, nach kurzem Halt jedoch in langsamer Fahrt an die Box zurückkehrte.
Hinter Michelisz und Huff fuhr im ersten Training Tom Chilton (SLR-Citroen) auf Rang drei. Nick Catsburg fuhr im schnellsten Volvo auf Rang vier. Tom Coronel (ROAL-Chevrolet), Mehdi Bennani (SLR-Citroen), Monteiro, Nestor Girolami (Volvo), Esteban Guerierri (Campos-Chevrolet) und Ryo Michigami (Honda) komplettierten die Top 10. Thed Björk (Volvo) fuhr keine gezeitete Runde, da er nach jeder Aufwärmrunde direkt auf die Nordschleife fuhr, ohne noch einmal über Start- und Ziel zu fahren. Sinn dieser Aktion war, die Streckenzeit auf der Nordschleife zu maximieren.
Zum nächsten Mal geht die WTCC am Freitag um 8:15 Uhr zum zweiten Freien Training auf die Rennstrecke.
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