Für Nathanaël Berthon war das erste Rennwochenende des FIA Tourenwagen-Weltcups (WTCR) im Elsass auf dem Circuit l'Anneau du Rhin das perfekte Heimspiel. Der Franzose feierte im ersten von zwei actiongeladenen Rennen seinen ersten Saisonsieg.
WTCR-Rennwochenende in der Region GrandEst im Elsass, Circuit l'Anneau du Rhin, 5. bis 7.August 2022

FIA Tourenwagen-Weltcup (WTCR, Rennen 13 und 14 von 20

Die Ergebnisse des ersten Rennens (Renndistanz 30 Minuten + 1 Runde)

1. Nathanaël Berthon (FRA), Comtoyou DHL Team Audi Sport, Audi RS 3 LMS, 32:59.625 Minuten, Durchschnittsgeschwindigkeit 146,2 km/h

2. Néstor Girolami (ARG), ALL-INKL.COM Münnich Motorsport, Honda Civic Type R TCR, +0,299 Sekunden

3. Mikel Azcona (ESP), BRC Hyundai N Squadra Corse, Hyundai Elantra N TCR, +1,047 Sekunden

4. Norbert Michelisz (HUN), BRC Hyundai N Squadra Corse, Hyundai Elantra N TCR, +1,586 Sekunden

5. Rob Huff (GBR), Zengő Motorsport, CUPRA Leon Competición, +2,408 Sekunden

Schnellste Rennrunde:Esteban Guerrieri (ARG), ALL-INKL.COM Münnich Motorsport, Honda Civic Type R TCR, 1:28.347 Minuten, Durchschnittsgeschwindigkeit 147,5 km/h

Die Ergebnisse des zweiten Rennens im Elsass (Renndistanz 25 Minuten + 1 Runde)

1. Rob Huff (GBR), Zengő Motorsport, CUPRA Leon Competición, 26:53.763 Minuten, Durchschnittsgeschwindigkeit 147,7 km/h

2. Mehdi Bennani (MAR), Comtoyou Team Audi Sport, Audi RS 3 LMS, +0,896 Sekunden

3. Mikel Azcona (ESP), BRC Hyundai N Squadra Corse, Hyundai Elantra N TCR, +1,114 Sekunden

4. Norbert Michelisz (HUN), BRC Hyundai N Squadra Corse, Hyundai Elantra N TCR, +3,990 Sekunden

5. Gilles Magnus (BEL), Comtoyou Team Audi Sport, Audi RS 3 LMS, +4,936 Sekunden

Schnellste Rennrunde:Mikel Azcona (ESP), BRC Hyundai N Squadra Corse, Hyundai Elantra N TCR, 1:28.334 Minuten, Durchschnittsgeschwindigkeit 147,5 km/h

Der Meisterschaftsstand nach 14 von 20 Rennen

Goodyear #FollowTheLeader: Mikel Azcona, 241 Punkte

2. Néstor Girolami, 206 Punkte

3. Rob Huff, 187 Punkte

4. Gilles Magnus, 165 Punkte

5. Nathanaël Berthon, 160 Punkte

Das Rennwochenende im Elsass war nach dem Saisonauftakt in Pau bereits das zweite Heimspiel für den Franzosen Berthon. Der 33-jährige zeigte eine starke Leistung im ersten Rennen, überholte Polesitter Néstor Girolami bereits am Start und hielt anschließend dem Druck stand, um seinen zweiten WTCR-Sieg für das Team Comtoyou DHL Audi Sport einzufahren.

Girolami, der einen Honda für das Team ALL-INKL.COM Münnich Motorsport pilotiert, wurde mit 0,299 Sekunden Rückstand auf Berthon Zweiter. Als Dritter überquerte Gilles Magnus die Ziellinie, doch aufgrund einer Fünf-Sekunden-Strafe, die er für eine Kollision mit Esteban Guerrieri erhielt, rutschte der Belgier nach dem Rennen auf Platz sieben zurück. Dadurch ging der letzte Platz auf dem Podium an den amtierenden, von Goodyear präsentierten #FollowTheLeader, Mikel Azcona, aus dem Team BRC Hyundai N Squadra Corse. Dahinter landete dessen Teamkollege Norbert Michelisz. Fünfter wurde Rob Huff, der damit einen Platz vor seinem WTCR-Trophy-Rivalen Tom Coronel ins Ziel kam.

Im zweiten Rennen sollte es für Rob Huff deutlich besser laufen. Bereits am Start konnte der Brite, der einen CUPRA für das Team Zengő Motorsport pilotiert, an Polesitter Mehdi Benanni vorbeigehen. Im Anschluss daran konnte Bennani zwar den Druck auf Huff aufrechterhalten, am Ende musste er sich dennoch mit dem zweiten Platz zufriedengeben. Norbert Michelisz opferte den dritten Platz, indem er seinen Teamkollegen und Titelfavoriten, Mikel Azcona, vorbeiließ. Fünfter wurde Gilles Magnus.

Tiago Monteiro vom LIQUI MOLY Team Engstler fuhr in Rennen 2 auf den sechsten Platz, während Dániel Nagy nach seiner Handverletzung in beiden Rennen in die Punkte fuhr. Girolami folgte Monteiro in Rennen 2 auf dem siebten Platz und geht mit 35 Punkten Rückstand auf Goodyear #FollowTheLeader Azcona in die Sommerpause des WTCR.

Platz sechs ging an Tiago Monteiro aus dem LIQUI MOLY Engstler, während Dániel Nagy, der nach einer überstandenen Handverletzung wieder dabei war, in beiden Rennen in die Punkte fuhr. Für Néstor Girolami reichte es im zweiten Rennen nur zu Rang sieben, weswegen er mit 35 Punkten Rückstand auf den amtierenden, von Goodyear präsentierten #FollowTheLeader, Mikel Azcona, in die Sommerpause des WTCR geht.

DAS ERSTE RENNEN IM ELSASS: BERTHON FEIERT NACH EINEM DRAMATISCHEN RENNEN SEINEN ERSTEN SAISONSIEG

Nach einer bärenstarken Leistung im ersten Rennen des Rennwochenendes im Elsass feiert Nathanaël Berthon seinen ersten Sieg im diesjährigen FIA Tourenwagen-Weltcup (WTCR).

Dabei kam den Fahrer aus dem Team Comtoyou DHL Audi Sport der überlegene Topspeed seines Audi RS 3 LMS entgegen, mit dem er Polesitter Néstor Girolami aus dem Team ALL-INKL.COM Münnich Motorsport überholen und anschließend hinter sich halten konnte.

Berthon, der als einziger Franzose in Anneau du Rhin an den Start ging, schaffte es seinen Verfolger immer rund 0,5 Sekunden hinter sich zu halten. Am Ende reichte das für seinen zweiten Karrieresieg im WTCR und den ersten seit dem Rennwochenende in der Slowakei im Oktober 2020.

HIERklicken für den vollständigen Rennbericht.

DAS ZWEITE RENNEN IM ELSASS: ROB HUFF FEIERT NÄCHSTEN SAISONSIEG

Rob Huff musste seine Führung 18 Runden lang verteidigen, bevor er im zweiten Rennen im Elsass seinen zweiten Saisonsieg im diesjährigen FIA Tourenwagen-Weltcup (WTCR) feiern durfte.

Auf dem Weg zu seinem fünften WTCR-Sieg erwischte der Brite einen besseren Start als Polessitter Mehdi Benanni. Im Anschluss fuhr er sich genug Abstand heraus, um sich gegen die Angriffe des Fahrers aus dem Team Comtoyou Audi Sport zu wehren.

Mit dem Erfolg auf dem Circuit l’Anneau du Rhin festigte Huff nicht nur seinen dritten Platz in der Fahrermeisterschaft, sondern baut auch seine Führung in der WTCR-Trophy-Meisterschaft für unabhängige Fahrer weiter aus.

HIERklicken für den vollständigen Rennbericht

DIE STIMMEN DER RENNSIEGER

RENNEN 1: Nathanaël Berthon (FRA) ALL-INKL.COM Münnich Motorsport, Honda Civic Type R TCR

„Es war nicht einfach, Bebu [Girolami] hinter mir zu halten, denn er hat einen unglaublichen Job gemacht. Dennoch ist es wunderschön, hier in Frankreich zu gewinnen. Das letzte Mal ist schon eine Weile her. Drei Runden vor dem Schluss habe ich Vibrationen in den Reifen bekommen, wodurch ich Angst hatte, wieder einen Sieg zu verlieren. Bisher sind mir schon zwei Podiumsplätze und ein vierter Platz durch die Lappen gegangen und jetzt den Sieg zu verlieren, wäre eine Katastrophe gewesen. Aber jetzt habe ich endlich meinen Sieg beim Heimspiel. Es war sehr anstrengend, aber ich bin dennoch überglücklich. Unser Team arbeitet hervorragend zusammen, egal ob das die Fahrer, die Ingenieure oder die Teammanager sind. Wir scheuen uns auch nicht davor, neue Dinge auszuprobieren. Außerdem sind wir vier Autos, wodurch wir beispielsweise effektiver sind als die Hyundai, die nur zu zweit sind. Uns hat an diesem Wochenende aber auch geholfen, 40 Kilogramm Kompensationsgewicht vom Auto zu bekommen. Auch die lange Gerade hat uns beim Start in die Karten gespielt, denn so konnte ich den Windschatten [von Girolami] ausnutzen. Wir haben uns leicht berührt, aber ich war dennoch auf der Geraden schneller und konnte problemlos in die erste Kurve einbiegen. Danach habe ich die Zweikämpfe hinter mir beobachtet und das Rennen ein bisschen mehr kontrolliert. Es ist einfach großartig, den Sieg zu holen.“

RENNEN 2: Rob Huff (GBR), Zengő Motorsport, CUPRA Leon Competición

„Zunächst einmal ein großes Dankeschön an das Team, die das Auto nach dem ersten Rennen komplett verändert haben, was mir es erst möglich gemacht hat, das zweite Rennen zu gewinnen. Mein Start war der bisher Beste in dieser Saison und wahrscheinlich auch einer der wichtigsten. So konnte ich direkt an Mehdi vorbeigehen, aber ich glaube, er hat mich kommen sehen und absichtlich nicht versucht, die Tür zu schließen. Mir war klar, dass er sich sofort in meinen Windschatten setzen würde, um Norbi [Michelisz] keine Chance zu geben, ihn zu überholen. Aber wir sind alle sehr fair gefahren. In der ersten Runde ging es dann für mich darum, zu spüren, wie sich das Auto im Vergleich zum ersten Rennen verändert hat, denn wir haben es, wie bereits gesagt, komplett anders abgestimmt. Also musste ich schauen, wo wir stehen und es hat drei, vier Runden gedauert, bis ich in den Rhythmus gekommen bin. In dieser Zeit war Mehdi schneller als ich und er setzte mich ziemlich unter Druck. Ich musste also aufpassen, immer genug Abstand zu haben, damit er nicht irgendwo frech innen reinstößt. Im weiteren Verlauf des Rennens konnte ich mich stetig um ein paar Zehntel absetzen und am Ende des Rennens lag der Vorsprung bei sieben oder acht Zehnteln. Mehdi war stets in den ersten beiden Kurven extrem schnell, weswegen ich darauf angewiesen war, den Mittelsektor sauber zu durchfahren und dort die zwei oder drei Zehntel zu holen, die ich im ersten Sektor gegen ihn verlor. Das hat zum Glück auch hervorragend funktioniert. Am Ende habe ich die Runden gezählt und gebetet, dass es kein Safety-Car oder einen anderen Zwischenfall geben würde. Aber es hat alles geklappt und ich bin mega zu frieden.“
WTCR
WTCR-FAHRER NÉSTOR GIROLAMI FÄHRT DEN 60. SIEG DES HONDA CIVIC TYPE R TCR IM JAHR 2022 EIN
VOR 8 STUNDEN
The post RENNBERICHT ELSASS-WOCHENENDE: HÖCHSTGEFÜHLE FÜR BERTHON BEIM HEIMSPIEL appeared first on FIA WTCR | World Touring Car Cup.
WTCR
WTCR-Pilot Coronel gibt eine Lehrstunde im Überholen
UPDATE GESTERN UM 04:07 UHR
WTCR
Das WTCR-Trio mit Rob Huff
UPDATE 02/10/2022 UM 10:04 UHR