Die beiden Rennen des von VTB präsentierten Rennwochenendes in Russland gewannen die beiden CUPRA-Piloten Mikel Azcona und Rob Huff. Doch der Mann des Tages war Yann Ehrlacher. Der Franzose krönte sich zum zweiten Mal in Folge zum „König“ des FIA Tourenwagen-Weltcups (WTCR).
Die Top 5 des ersten Rennens in Russland

1. Mikel Azcona (ESP) Zengő Motorsport, CUPRA Leon Competición, 31:18.657 Minuten, Durchschnittsgeschwindigkeit 137 km/h

2. Jean-Karl Vernay (FRA) Engstler Hyundai N Liqui Moly Racing Team, Hyundai Elantra N TCR, +1,403 Sekunden

3. Gilles Magnus (BEL) Comtoyou Team Audi Sport, Audi RS 3 LMS, +2,737 Sekunden

4. Nathanaël Berthon (FRA) Comtoyou DHL Team Audi Sport, Audi RS 3 LMS, +4,492 Sekunden

5. Yann Ehrlacher (FRA) Cyan Racing Lynk & Co 03 TCR, Lynk & Co 03 TCR, +6,003 Sekunden

Polesitter:Gilles Magnus (BEL) Comtoyou Team Audi Sport, Audi RS 3 LMS

Schnellste Rennrunde:Rob Huff (GBR) Zengő Motorsport, CUPRA Leon Competición, 2:33.452 Minuten, Durchschnittsgeschwindigkeit 137,1 km/h

Die Top 5 des zweiten Rennens in Russland

1. Rob Huff (GBR) Zengő Motorsport, CUPRA Leon Competición, 38:14.552 Minuten, Durchschnittsgeschwindigkeit 136,9 km/h

2. Frédéric Vervisch (BEL) Comtoyou Team Audi Sport, Audi RS 3 LMS, +4,563 Sekunden

3. Nathanaël Berthon (FRA) Comtoyou DHL Team Audi Sport, Audi RS 3 LMS, +5,643 Sekunden

4. Attila Tassi (HUN) ALL-INKL.DE Münnich Motorsport, Honda Civic Type R TCR, +7,493 Sekunden

5. Jean-Karl Vernay (FRA) Engstler Hyundai N Liqui Moly Racing Team, Hyundai Elantra N TCR, +9,291 Sekunden

Polesitter:Yvan Muller (FRA) Cyan Racing Lynk & Co, Lynk & Co 03 TCR, 2:29.624 Minuten, Durchschnittsgeschwindigkeit 140,7 km/h

Schnellste Rennrunde:Rob Huff (GBR) Zengő Motorsport, CUPRA Leon Competición, 2:33.748 Minuten, Durchschnittsgeschwindigkeit 136,9 km/h

Der finale Meisterschaftsstand

1. Yann Ehrlacher (FRA) Cyan Racing Lynk & Co, Lynk & Co 03 TCR, 223 Punkte

2. Frédéric Vervisch (BEL) Comtoyou Team Audi Sport, Audi RS 3 LMS, 195 Punkte

3. Jean-Karl Vernay (FRA) Engstler Hyundai N Liqui Moly Racing Team, Hyundai Elantra N TCR, 177 Punkte

4. Yvan Muller (FRA) Cyan Racing Lynk & Co, Lynk & Co 03 TCR, 169 Punkte

5. Santiago Urrutia (URY) Cyan Performance Lynk & Co, Lynk & Co 03 TCR, 167 Punkte

Der 25-jährige Yann Ehrlacher reiste mit 36 Punkten Vorsprung im Gepäck zum Saisonfinale auf dem Sotschi-Autodrom mit dem Ziel, seinen Titel als „König“ des WTCR zu verteidigen. Das gelang ihm dann auch mit einem sechsten Platz im ersten Rennen. Damit wurde das zweite Rennen für ihn zu einer Art „Hochgeschwindigkeits-Ehrenrunde“. Am Ende wurde der Fahrer eines mit Goodyear-Reifen ausgestatteten Lynk & Co 03 TCR erneut Sechster.

Doch Yann Ehrlacher feierte noch einen weiteren Titel. Zusammen mit seinem Teamkollegen und Onkel, Yvan Muller, gewann er für Cyan Racing Lynk & Co zum dritten Mal in Folge die Teammeisterschaft des FIA Tourenwagen-Weltcups (Vorbehalten der Bestätigung der FIA).

Luca Engstler aus dem Team Engstler Hyundai N Liqui Moly Racing setzte sich im Kampf um den Gewinn der WTCR-Juniorenmeisterschaft mit einem einzigen Punkt Vorsprung gegen Gilles Magnus durch. Der Belgier aus dem Team Comtoyu Audi Sport musste sich also mit dem Sieg in der WTCR-Trophy-Meisterschaft begnügen, die er bereits beim Rennwochenende in Italien gewonnen hatte. Magnus ist im zweiten Rennen in Russland aufgrund einer Kollision ausgeschieden.

Wie offen es im WTCR zugeht, zeigt die Tatsache, dass es durch die Erfolge von Mikel Azcona und Rob Huff in dieser Saison mit 16 Rennen zwölf unterschiedliche Rennsieger gab. Damit ist CUPRA auch die fünfte von fünf Rennsportmarke, die in der WTCR-Saison 2021 einen Rennlauf für sich entscheiden konnte. Rob Huff sicherte sich zusätzlich die TAG-Heuer-Trophäe für die schnellste Rennrunde. Er fuhr im ersten Rennen eine Rundenzeit von 2:33.452 Minuten.

Die TAG-Heuer-Auszeichnung für „den wertvollsten Fahrer“ ging an diesem Wochenende an Mikel Azcona, nachdem eine Fünf-Sekunden-Strafe Frédéric Vervisch im ersten Rennen von Rang drei auf Platz sechs zurückgeworfen hatte.

Mikel Azcona entschied das erste Rennen mit einem waghalsigen Überholmanöver in der letzten Runde gegen Jean-Karl Vernay für sich. Rob Huff hingegen profitierte bei seinem Sieg im zweiten Rennen von einer Kollision zwischen Yvan Muller und Mikel Azcona, kurz nachdem das Rennen nach einer Safety-Car-Phase wieder aufgenommen wurde.

Neben Mikel Azcona standen Jean-Karl Vernay und Frédéric Vervisch im ersten Rennen auf dem Podium. Insgesamt waren mit Vervisch, Magnus und Berthon drei Audi-Fahrer in den Top 5 vertreten. Für Nathanaël Berthon lief es im zweiten Rennen noch besser. Der Franzose setzte sich gegen Attila Tassi und Jean-Karl Vernay durch und feierte seinen ersten Podestplatz in dieser Saison.

Esteban Guerrieris Titelhoffnungen endeten in der ersten Runde des verregneten ersten Rennens frühzeitig. Obwohl sein Team ALL-INKL.COM Münnich Motorsport alles dafür gab, seinen Honda Civic Type R TCR rechtzeitig zu reparieren, konnte der Argentinier nicht mehr am zweiten Rennen teilnehmen. Sein Teamkollege Néstor Girolami führte das Rennen zwar zwischenzeitlich an, allerdings wurde er am Ende bis auf Platz sieben durchgereicht.

Gabriele Tarquinis letztes Rennwochenende vor seinem Rücktritt aus dem aktiven Rennsport begann mit einer Ehrung seiner Fahrerkollegen, die für den Italiener in der Boxengasse Spalier standen und somit den Beginn des ersten Freien Trainings verzögerten. Allerdings verliefen die Rennen für die Tourenwagenlegende alles andere als gut. Nachdem er im ersten Rennen noch Vierzehnter geworden war, schied Tarquini im zweiten Rennen nach einer Kollision aus. Immerhin holte sein Teamkollege, Norbert Michelisz, in beiden Rennen Punkte für die Mannschaft BRC Hyundai N LUKOIL Squadra Corse.

Kirill Ladygin, der Meister der TCR Russland, war der beste Wildcard-Fahrer aus dem Team ROSNEFT LADA Sport. Sein 14. Platz in Rennen 2 war sein persönliches Highlight des Wochenendes.

Vor dem Start des zweiten Rennens wurde es still in der Startaufstellung, denn die WTCR-Familie gedachte Marcela Bertolissi, die Anfang des Monats verstorben war.

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DIE STIMMEN DER RENNSIEGER

RENNEN 1: Mikel Azcona (Zengő Motorsport, CUPRA León Competición)

„Es war ein tolles Rennen. Ich liebe diese kniffligen Wetterbedingungen, und ich glaube, ich kann wirklich gut fahren [wenn es nass ist]. Ich sagte mir: „Okay, ich werde es in den ersten Runden vorsichtig angehen.“ Einfach, um in keine Kollision verwickelt zu werden. Von da an habe ich versucht, einige Positionen gutzumachen und ich fühlte mich wirklich schnell. Am Ende kam ich ohne Berührung oder Schaden durch. Die anderen haben es mir nicht leicht gemacht und sich sehr gut verteidigt. Es ist schönes Gefühl, das Jahr mit einem Sieg abzuschließen. Darauf habe ich die gesamte Saison über gewartet.“

RENNEN 2: Rob Huff (Zengő Motorsport, CUPRA León Competición)

„Ich denke, das kommt genau richtig, nachdem wir eine absolute schreckliche Saison erlebt haben. Anders kann man es nicht ausdrücken. Wir hatten sieben Ausfälle und haben zweimal die Chance auf einen Rennsieg liegen gelassen. Einmal in Budapest und einmal hier. Die Sache in Ungarn geht natürlich auf meine Kappe. Allerdings haben wir hier das Beste aus der Situation gemacht. Das Auto war bereits unter den nassen Bedingungen im zweiten Freien Training sehr schnell. Im Qualifying war es dann brillant. Anschließend haben Mikel und ich gut zusammengearbeitet, um ihn auf den ersten Platz zu bringen. Dann bin ich leider mit Fred [Frédéric Vervisch] aneinandergeraten mit dem schlechteren Ausgang für mich. Das Team hat einen fantastischen Job gemacht, um mein Auto zu reparieren und anschließend um jedes Quäntchen Leistung aus ihm herauszukitzeln. Am Ende haben sie es eine Minute bevor es fertig sein musste geschafft. Dafür möchte ich mich bei der gesamten Zengő-Motorsport-Truppe bedanken. Der Start in Rennen 2 war herausragend, ich machte zwei Plätze gut und hätte ich Kurve 1 sogar in Führung gehen können. Allerdings lag ich auf der Außenbahn, wodurch ich am Ende zurückstecken musste. Danach passierte etwas, was ich schon lange nicht mehr gesehen habe, als Yvan und Mikel hinter dem Safety-Car kollidierten. Ich weiß nicht, was da genau passiert ist, aber dadurch lag ich auf Platz zwei nach dem Restart. Anschließend lieferte ich mir mit Néstor [Girolami] einen herausragenden Zweikampf bei dem ich mit einem geschickten Manöver als Sieger hervorging. Danach musste ich Gas geben und eine Lücke herausfahren. Allerdings bekam ich in derselben Runde eine Wahrung auf meinem Armaturenbrett, dass der Reifendruck zu niedrig sei. Dann setzten die Fehlzündungen ein. Ich musste also sechs Runden fahren ohne eine ordentlich funktionierende Gangschaltung und ohne Armaturenbrett.“

DIE ERGEBNISSE DEN VON VTB PRÄSENTIERTEN RENNWOCHENENDES IN RUSSLAND

DER MEISTERSCHAFTSSTAND

WAS KOMMT ALS NÄCHSTES

Das Autodrom Most in der Tschechischen Republik ist vom 9. bis 10. April Gastgeber der ersten beiden Runden des FIA Tourenwagen-Weltcups (WTCR) 2022.
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