"Es war an der Zeit, dass ich wieder zu Hochform auflaufe", sagt Yvan Muller (Citroen). Entsprechend erleichtert zeigt sich Muller nach dem Zeittraining, das ihm seine dritte Pole-Position in diesem Jahr eingebracht hat. "Ich glaube, schneller ging es nicht", meint er. "Mein Auto war perfekt für diese eine Runde. Ich bin wirklich hochzufrieden."
"Yvan war klasse", sagte der zweitplatzierte Lopez. "Da brauche ich gar nicht erst nach Ausreden zu suchen. Seit Moskau ist er absolut in Topform."
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Slovakiaring
Muller setzt die Bestzeit, Michelisz fliegt spekakulär ab
20/06/2015 AM 14:15
WTCC-Superstar Loeb erklärte nach seinem dritten Platz: "Da waren ein paar kleine Fehler drin. Es war wohl nicht meine beste Runde". Loeb blieb um winzige 0,015 Sekunden vor Rob Huff (Lada), der am Slovakiaring genauso positiv überraschte wie sein Teamkollege Nick Catsburg (Lada), der ebenfalls in die Top 5 vordrang. "Nicht so schlecht", sagt Catsburg. "Damit dürfen wir zufrieden sein."
Honda nur mit einem Auto in den Top 10
Die Konkurrenz von Honda enttäuschte dagegen auf ganzer Linie. Nur Gabriele Tarquini schaffte es unter die schnellsten Zehn und wurde Neunter. "Besser als nichts", meint der Ex-Champion, schließlich startet er daher im zweiten Rennen von Position zwei. "Heute war aber kein guter Tag für uns." Und diese Aussage kann sein Teamkollege Tiago Monteiro nur bestätigen. Er sagt nach Startplatz 17: "Da lief irgendwas gründlich daneben. Ganz sicher."
Wahrscheinlich ist die Ursache für den Ausgang der Qualifikation auch in der aktuellen Rangliste der Zusatzgewichte zu suchen. Dort liegen Citroen und Honda mit jeweils 60 Kilogramm Zuladung nämlich erstmals gleichauf, während Lada keinen Ballast an Bord hat. "Die Honda-Autos", heißt es von Seiten des japanischen Herstellers, "trifft diese Situation hier hart." Auch die Privatiers hatten zu kämpfen: Norbert Michelisz (Zengö-Honda) wurde 13., WTCC-Neuling Nestor Girolami (Nika-Honda) blieb nur Platz 18.
Schlimmer noch aus der Sicht von Honda: Mit Jaap van Lagen (Lada) steht im zweiten Rennen ein erwiesenermaßen schneller Mann auf der Pole-Position. Der Niederländer witzelt: "Klingt doch ganz nach Strategie, oder? Nein: Ich habe alles für einen Platz in den Top 5 gegeben. Platz zehn ist noch immer eine gute Ausgangslage, wenngleich ich mich natürlich über Startplatz eins noch mehr freue."
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Yvan Muller überrascht Jose-Maria Lopez
In Q1 hatte Lopez mit 2:04.066 Minuten die Bestzeit markiert, wobei der slowakische Gaststarter Mato Homola (Campos-Chevrolet) erstmals mithalten und als Elfter in Q2 einziehen konnte. In der zweiten Einheit setzte sich Muller an die Spitze, blieb mit 2:04.248 Minuten aber hinter Lopez' Q1-Vorlage zurück. Im Einzelzeitfahren in Q3 packte Muller schließlich den Hammer aus und unterbot den Qualifying-Rekord von Lopez um knapp zwei Zehntel.
Und WM-Spitzenreiter Lopez, der bisher von Erfolg zu Erfolg gefahren ist, wirkt beeindruckt. Bei 35 Punkten Vorsprung auf Muller lässt er sich aber nicht aus der Ruhe bringen: "Ich stehe auf Rang zwei und das ist nicht dramatisch. Ich hatte eben über ein Jahr lang einen Lauf und nun ist Yvan wieder voll da. Schauen wir also einmal, wie es in den Rennen aussieht."
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