Erst im Dezember nach dem Saisonfinale in Katar werden die Autos in die Fabriken zurückkehren.
Sofern sie dieses Wochenende heil überstehen und nicht eine aufwendige Reparatur und damit der Transport mit dem Flugzeug statt per Schiff notwendig ist. Und die Wahrscheinlichkeit, dass es an diesem Wochenende Kleinholz gibt, ist nicht gerade gering. Vila Reals Stadtkurs zählt zu den schnellsten seiner Art und wird wegen der vielen schnellen Kurven sowie der blinden Ecken auch "Nordschleife des Südens" genannt.
WTCR
Catsburg feiert ersten Erfolg
12/06/2016 AM 12:14
Wie schnell es einen dort erwischen kann, musste Lada-Pilot Nick Catsburg im vergangenen Jahr am eigenen Leib erfahren. Ein schwerer Unfall des Niederländers sorgte im zweiten Rennen für einen Abbruch. Der Einschlag war so heftig, dass das rechte Hinterrad des Vesta samt Aufhängung aus dem Auto herausgerissen wurde und in der Leitplanke stecken blieb. Catsburg verspricht daher:
Ich werde daher in diesem Jahr etwas vorsichtiger sein.

Citroen will Wiedergutmachung

Trotzdem liebt Catsburg wie die meisten seiner Kollegen den Kurs, der nach dem Umbau einer Schikane 30 Meter länger und etwas flüssiger ist. "Nach der Nürburgring-Nordschleife ist das die größte Herausforderung in diesem Jahr. Die Strecke ist schmal, die Geschwindigkeiten hoch und der Grip gering", meint Citroen-Pilot Yvan Muller. Lokalmatador Tiago Monteiro (Honda) weiß:
Es gibt keinen Raum für Fehler. Man muss den perfekten Rhythmus finden und unglaublich konzentriert sein.
Zum Sportlichen: Nach dem enttäuschenden Rennwochenende in Moskau mit nur einem dritten Platz durch Yvan Muller will sich das erfolgsverwöhnte Citroen-Werksteam in Vila Real stark zurückmelden. Die Chancen dafür stehen gut, denn die Konkurrenz von Honda und Lada muss gehörig Erfolgsballast zuladen. Nach der dominanten Vorstellung beim verregneten Heimrennen wurde das Kompensationsgewicht der Lada Vesta auf 70 Kilogramm erhöht, die Honda Civic müssen 60 Kilogramm ins Auto packen. Damit sind die Fahrzeuge von Lada und Honda nur noch unwesentlich leichter als die Citroen C-Elysee, die weiterhin mit 80 Kilogramm Ballast fahren müssen.
Unabhängig vom Gewicht rechnet man bei Lada aber ohnehin nicht damit, die dominante Vorstellung vom Moscow Raceway in Vila Real zu wiederholen. "Da kamen einige Faktoren zusammen", weiß Gabriele Tarquini. "Neben der Weiterentwicklung des Autos über den Winter auch der Regen und die Charakteristik der russischen Strecke. In dieser Kombination waren wir unschlagbar."

Comeback: Robert Dahlgren

In Portugal kehrt ein alter Bekannter in die WTCC zurück. Robert Dahlgren ersetzt bei Volvo ab diesem Wochenende Fredrik Ekblom, der sich künftig um das Entwicklungsprogramm des schwedischen WTCC-Teams kümmern wird. Für Dahlgren, der von Anfang an in das Testprogramm mit dem S60 Polestar eingebunden war, kam die Berufung recht überraschend. "Man hat mich vergangene Woche Mittwoch, kurz vor den Rennen der skandinavischen Meisterschaft, angerufen und gefragt, ob ich am Wochenende darauf schon etwas vorhabe", sagt Dahlgren, der 2011 eine komplette WTCC-Saison mit Volvo bestritten hatte.
Erfreuliche Nachrichten gibt es vom ungarischen Honda-Team Zengö. Dort ist nun endlich der Motor für das zweite Auto eingetroffen, sodass Daniel Nagy an diesem Wochenende nach langer Wartezeit sein Debüt in der WTCC geben kann. Zengö will spätestens bis zum ersten Freien Training am Samstag ein einsatzbereites Auto auf die Räder stellen.
Beim deutschen Rennstall Münnich Motorsport kommt zum vierten Mal in dieser Saison James Thompson zum Einsatz, der zuletzt in Moskau zweimal die Privatfahrerwertung gewonnen hatte.

Der Zeitplan in Vila Real:

  • Freitag, 24. Juni:
  • 13:00-14:00 Uhr Testsession
  • Samstag, 25. Juni:
  • 10:00-10:30 Uhr Erstes Freies Training
  • 12:00-12:30 Uhr Zweites Freies Training
  • 15:00-16:00 Uhr Qualifying
  • 16:30-16:50 Uhr MAC3
  • Sonntag, 26. Juni:
  • 16:05-16:35 Uhr Eröffnungsrennen (13 Runden)
  • 17:15-17:45 Uhr Hauptrennen (14 Runden)
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