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WTCR 3. Rennen: Lokalmatador Leuchter holt ersten Sieg

WTCR 3. Rennen: Lokalmatador Leuchter holt ersten Sieg
Von FIA WTCR

22/06/2019 um 12:56Aktualisiert 22/06/2019 um 14:00

Benjamin Leuchter hat zum ersten Mal im von OSCARO präsentierten FIA Tourenwagen-Weltcup ein Rennen gewonnen. Der Deutsche führte von der DHL-Pole-Position fast das gesamte WTCR-Rennen von Deutschland an.

Nach einem guten Start hielt der Deutsche vor seinem Heimpublikum Tabellenführer Esteban Guerrieri hinter sich. Danach managte er seine Pace und holte in seinem Volkswagen Golf GTI TCR von SLR den ersten Sieg.

"Es ist kaum beschreibbar, ich drehe förmlich durch", sagt der glückliche Rennsieger. "Das bedeutet wir wirklich viel. Mein ganzes Leben hat eine Verbindung zu dieser Strecke. Alle was ich erreicht habe, habe ich hier erreicht. Ein WTCR-Rennen hier gegen so starke Fahrer zu gewinnen, ist … ich bin einfach glücklich."

Guerrieri erwischte einen guten Start von Reihe zwei aus, obwohl er in der Startaufstellung ein Leck hatte und schlecht in die Warm-up-Runde wegkam. Er hat das Beste aus der Lücke vor sich gemacht, die sich aufgrund des Nicht-Starts von Rob Huff aufgetan hat. Der Argentinier übernahm in Kurve 1 sogar die Führung, musste sich dann in Kurve 2 aber gegen Leuchter geschlagen geben.

Am Ende von Runde eins übernahm der starke Guerrieri gegen Leuchter auf der Döttinger Höhe fast die Führung. Der Lokalmatador zeigte aber sein Können. "Ich habe das Auto fast verloren und dann gab es noch Kontakt", so Leuchter. "Vielleicht war es die Hand Gottes, die mich da gerettet hat."

Frederic Vervisch nutzte die Chance in seinem Comtoyou-Audi aus und überholte Guerrieri, um sich von Platz sieben aus einen weiteren zweiten Platz zu sichern. Er war bereits im zweiten Rennen auf Rang zwei gelandet. Guerrieri setzte sich auf Platz drei fest und baute so seine Gesamtführung gegen Norbert Michelisz und Thed Björk aus. Beide kamen nicht ins Ziel.

Schon am Start ging es richtig zur Sache: Johan Kristoffersson, der das zweite Rennen gewonnen hat, und Golf-Fahrer Mehdi Bennani berührten sich. Tiago Monteiro wurde von Augusto Farfus umgedreht. Monteiro kam auf Platz sieben ins Ziel. Farfus musste das Rennen frühzeitig aufgeben. Nach einem Kontakt der Lynk-&-Co-Teamkollegen Björk und Andy Priaulx musste Björk sein Auto auch frühzeitig abstellen. Michelisz hatte am Anfang einen Kontakt mit Vervisch, der sein Rennen beendete.

Attila Tassi erwischte es auch in der ersten Runde: Er war auf Platz vier unterwegs, als er mit seinem KCMG-Honda von der Strecke abkam. In Runde zwei gab es ein Drama rund um Kristoffersson, der in einen heftigen Unfall mit Yvan Muller verwickelt wurde.

An der Spitze hatte sich Jean-Karl Vernay in seinem Audi Sport RS 3 LMS vom Leopard Racing Team von Platz 15 aus auf Rang vier gekämpft. Einen Angriff auf einen Podiumsplatz konnte der Franzose aber nicht mehr tätigen.

Gabriele Tarquini wurde Fünfter vor Tom Coronel, der seine beste Saisonleistung im DHL Team CUPRA Racing zeigte. Er kam vor seinem Teamkollegen Aurelien Panis ins Ziel. Dahinter landeten Nicky Catsburg, Gordon Shedden und Müller, die die Top 10 mit sechs verschiedenen Marken komplettierten.

Kevin Ceccon, Niels Langeveld, Ma Qing Hua, Mikel Azcona und Wildcard-Pilot Antti Buri holten an der Nürburgring-Nordschleife noch Punkte.

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