Kevin de Bruyne im Visier des FC Bayern: Ist das Wolfsburg-Ass der bessere Mario Götze?
Wolfsburg will ihn halten, er selbst gibt sich geheimnisvoll, der FC Bayern hat ihn im Visier - Kevin de Bruyne ist nach einer grandiosen Saison die heißeste Personalie der Bundesliga. Kurios: Der 23-Jährige ist bereits zum zweiten Mal in seiner Karriere als Nachfolger für Mario Götze im Gespräch.
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Kevin De Bruyne erinnert sich noch genau an die Worte von Jürgen Klopp. "Kevin, du bist meine erste Option für ihn", habe ihm der Dortmunder Trainer 2013 gesagt und damit klargemacht, dass er in ihm den idealen Nachfolger für den zum FC Bayern abgewanderten Mario Götze sieht.
"Am Ende hat es nicht geklappt", so de Bruyne im Interview mit der "Sport-Bild" weiter. Der zentrale Mittelfeld-Spieler stand damals beim FC Chelsea unter Vertrag - und hätte der Verein damals "ja gesagt, dann würde ich heute vielleicht für Dortmund spielen", glaubt der VfL-Star.
"Die Konstellation war super"
Klopp habe ihm sogar schon erklärt, welche Rolle er beim BVB einnehmen würde. "Für mich war die Konstellation super, der größte Konkurrent um den Platz im zentralen Mittelfeld war nicht da", klingt de Bruyne fast schon wehmütig, wenn er an den geplatzten Transfer nach Dortmund denkt. Stattdessen ging es für den Nationalspieler nach Wolfsburg, wo er 2014/2015 eine Saison fürs Bundesliga-Geschichtsbuch hinlegte.
Mit 22 Assists stellte de Bruyne einen neuen Rekord auf, dazu steuerte er noch 10 Tore zur Vizemeisterschaft bei.
Das weckt natürlich Begehrlichkeiten anderer Klubs, auch wenn der Ausnahme-Profi bei den "Wölfen" noch einen Vertrag bis 2019 hat. "Manchester City, Bayern München und Paris Saint-Germain haben mich informell kontaktiert", erklärte de Bruynes Berater Patrick De Koster schon vor gut zwei Wochen gegenüber "talkSPORT". Wolfsburgs Manager Klaus Allofs lässt sich davon nicht aus der Ruhe bringen. "de Bruyne bleibt in Wolfsburg", ist der 58-Jährige sich sicher.
Frisches Blut für die Bayern
Doch gerade die Bayern bleiben laut Eurosport-Informationen ein heißer Kandidat für einen Wechsel in der Sommerpause. Nachdem der Rekordmeister das angepeilte Triple verpasst hat, soll der Kader frisches Blut bekommen. Trainer Pep Guardiola würde de Bruyne gerne in seiner Mannschaft sehen. Bei Mario Götze war das noch anders. Dessen Wechsel im Sommer 2013 an die Säbener Straße erfolgte auf Wunsch der Vereinsführung, Guardiola plädierte damals für eine Verpflichtung von Neymar.
Gut möglich, dass die Bayern dieses Mal auf die Wünsche von Guardiola eingehen und de Bruyne nach München lotsen. Dann wäre es wohl tatsächlich soweit, dass er die Nachfolge von Götze antritt. Als der "bessere Götze" quasi, nachdem der WM-Held eine schwache Saison beim FCB ablieferte und immer wieder in die Kritik geraten war.
"Nicht, solange Mourinho dort ist …"
De Bruyne lässt sich in Sachen Zukunft allerdings nicht in die Karten schauen und bleibt beim Thema Bayern vage. Er lese "nur in der Zeitung, mit welchen Vereinen ich in Verbindung gebracht werde", sagt de Bruyne. "Ich habe bis jetzt noch mit keinem anderen Klub gesprochen. Dennoch kann ich jetzt nicht sagen, ich bleibe definitiv hier."
Das Pokalfinale gegen Borussia Dortmund (Samstag ab 20:00 Uhr im Liveticker bei eurosport.yahoo.de) habe mit seiner Entscheidung nichts zu tun. Er glaube einfach nicht, "dass dieses eine Spiel dafür ausschlaggebend" sein könne.
Immerhin, in einer Hinsicht lässt sich de Bruyne dann doch noch ein klares Statement zu seiner Zukunft entlocken: Eine Rückkehr zum FC Chelsea, wo er sich von 2012 bis 2014 unter Trainer José Mourinho nicht durchsetzen konnte, wird es nicht geben.
Oder in de Bruynes Worten: "Nicht, solange Mourinho dort ist …"
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