Borussia Mönchengladbach unterliegt dem FSV Mainz 05 am zweiten Spieltag

Champions-League-Kandidat Borussia Mönchengladbach kassierte nach der Auftaktpleite in Dortmund auch zuhause gegen den FSV Mainz 05 eine Niederlage. Die "Fohlen" unterlagen mit 1:2 (0:1). Jairo (42.) und Christian Clemens (79.) trafen vor 50.172 Zuschauern im Borussia-Park für die Gäste, Patrick Herrmann gelang der zwischenzeitliche Ausgleich (54.) für Gladbach.

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Die Lehren:
Die Leistung der Gladbacher war im Vergleich zur BVB-Klatsche deutlich besser - nach einer lethargischen Phase ohne Tempo und Ideen im ersten Durchgang kam das Team besser in Fahrt. Gladbach war am Drücker und das stärkere Team. Aber von den zahlreichen Großchancen konnte nur eine genutzt werden. Wenn der Gegner dann effektiver ist, geht so eine Partie verloren.
Mainz stand taktisch in der ersten Halbzeit optimal. Mit viel läuferischem Einsatz wurden die Räume dicht gemacht. Immer wieder konnte Mainz giftig stören und aus einer kompakten Abwehr durch Konter immer wieder Nadelstiche setzen. Auf die Sturm- und Drangphase wurde mit dem zweiten Treffer geantwortet. Das war an Kaltschnäuzigkeit nicht zu überbieten.
Die Stimme:
Lucien Favre (Trainer Borussia Mönchengladbach): "Wir haben in der zweiten Halbzeit viel besser als in der ersten Halbzeit gespielt, drei, vier gute Torchancen gehabt. Wir machen das 1:1. Wir haben zwei große Möglichkeiten, wir machen das Tor nicht. Dann kriegen wir das 2:1 aus dem Nichts. Wir verlieren zwei Mal. Der Fehlstart ist perfekt. Wir machen einfach zu viele individuelle Fehler und leisten uns Ballverluste. Wir machen unsere Torchancen nicht, Nach dem Spiel kann ich auch sagen: 1:1 wäre okay."
Das fiel auf: Chancentod
Besonders Mönchengladbach hatte mindestens drei bis vier Hochkaräter, die einfach im Kasten landen müssen. Es war zum Verzweifeln. Mainz machte aus wenigen Chancen dann zwei Tore. Danach hätten die Gäste jedoch auch zwei Gelegenheiten zur Vorentscheidung nutzen müssen. In beiden Teams hatte der Chancentod Hochkonjunktur.
Der Tweet zum Spiel:
Wird Gladbach eine ähnlich mäßige Hinrunde abliefern wie der BVB in der Vorsaison? Im Auslassen von besten Gelegenheiten gibt es Parallelen.
Die Statistik: 150
Lucien Favre saß zum 150. Mal bei einem Bundesliga-Spiel für Gladbach auf der Bank. Vor dem aktuell dienstältesten Bundesliga-Coach stehen vereinsintern lediglich noch die Legenden Hennes Weisweiler (339) und Jupp Heynckes (291).
Die Höhepunkte:
13. Glück für die "Fohlen"! Malli geht ein paar Schritte und schießt rechts im Strafraum mit Präzision aufs linke Eck. Er zielt zu genau. Der Ball hoppelt an den linken Pfosten.
35. Die Querlatte zittert schwungvoll hin und her! Zwei Gladbacher sind sich beim Befreiungsschlag nicht einig. Es kommt zur Kerze. Muto gewinnt das Kopfballduell und die Murmel springt Frei vor die Fuße. Er zieht aus 15 Metern ab. Unterkante der Latte und von dort zurück ins Feld.
41. TOOOR für Mainz 05! Malli spielt den Ball aus dem Zentrum raus zu Clemens. Dieser passt das Spielgerät mit Effet von rechts perfekt an den zweiten Pfosten. Dort bedankt sich Jairo und rutscht die Kugel zum 0:1 locker über die Linie!
45. Nach einem feinen Xhaka-Pass muss Hazard eigentlich das 1:1 erzielen. Bedrängt von zwei Gegenspielern steht er alleine vor Karius und schiebt den Ball knapp links am Pfosten vorbei.
64. Raffael muss das 2:1 machen, aber er zeigt Nerven. Nach Ballgewinn ist er durch und schießt das Spielgerät links am Kasten vorbei. Der Brasilianer rauft sich die Haare.
65. Und wieder hat Gladbach eine Riesenchance und nutzt sie nicht. Hazard tunnelt auf links den herausstürzenden Karius, doch der Ball trudelt nicht auf den Kasten, sondern wieder in die Mitte.
75. Hazard schlenzt mit rechts herrlich von der linken Seite. Karius streckt sich kommt aber nicht mehr heran. Knapp vorbei! Riesenschlenzer der Belgiers.
79. TOOOR für Mainz 05! Muto spielt den Ball links zu Jairo. Der flankt, der Ball wird abgefälscht und landet am zweiten Pfosten bei Clemens. Der Mittelfeldspieler schiebt die Kugel lässig zum 1:2 ins Gladbacher Gehäuse! Das kam nun wirklich aus dem Nichts.
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