FC Bayern: Thiago zurück zum FC Barcelona? Das ist dran

Laut spanischen Medienberichten denkt der FC Barcelona über eine Rückholaktion von Bayern-Regisseur Thiago Alcántara nach. Der Sportdirektor der Katalanen habe sich bereits vor Ort ein Bild über die Leistungsexplosion des Spaniers, der in der laufenden Saison zum Schlüsselspieler der Bayern geworden ist, gemacht. Alles nur heiße Luft oder doch eine denkbare Variante? Wir schätzen die Lage ein.

Eurosport

Fotocredit: Eurosport

"Bayernfreaks" nennen sie sich. Zahlreich sind sie. Und haben seit November 2016 einen Platz im Herzen von Bayerns Mittelfeldspieler Thiago Alcántara.
Beim obligatorischen Fanklub-Besuch der Stars der FC Bayern München in der Vorweihnachtszeit landete der Spanier im Oberschwäbischen Hohentengen - und fühlte sich am Ende selbst am reichsten beschenkt.
"Die Art und Weise, wie sie mich empfangen, ist unglaublich. Ich fühle mich, als wäre ich bei meiner Familie. Das lässt dich wissen, dass du eine Verantwortung hast", sagte der Spanier im Anschluss.

Barcelona angeblich heiß auf Thiago

Die Familie FC Bayern. Oft propagiert, immer wieder mit Leben gefüllt. Eine Familie, die man doch nicht einfach so verlässt, oder?
Am Mittwoch berichteten diverse spanische Medien, verweisend auf den Radiosender "Cadena Ser", von einem Interesse des FC Barcelona an einer Rückkehr des verlorenen Sohnes.
Sportdirektor Robert Fernández weilte zuletzt beim Champions-League-Spiel zwischen dem FC Arsenal und den Bayern (1:5). Angeblich um Hector Bellerín zu beobachten. Und eben Thiago, der die dringend gesuchte Verstärkung im Mittelfeld werden könnte.

Barca sucht Verstärkung im Mittelfeld

Denn in Barcelonas Schaltzentrale neigt sich die Karriere von Kapitän Andrés Iniesta (32) so langsam dem Ende entgegen. Seit dem 8. Januar hat er kein Spiel mehr über 90 Minuten absolviert, kämpft immer wieder mit kleineren Blessuren.
Neuzugang André Gomes enttäuschte bis auf wenige Ausnahmen, der ehemalige Schalker Ivan Rakitic ist wie Arda Turan nicht unumstritten.

Thiago hängt an Barcelona

Warum also nicht den Mann zurückholen, der in der eigenen Talentschmiede La Masia ausgebildet wurde und ursprünglich ohnehin als Nachfolger von Xavi oder eben Iniesta vorgesehen war?
Zumal die Verbindung zum Ex-Klub schon aus familiären Gründen nie vollständig gelöst wurde. Rafinha Alcántara, der jüngere Bruder des Bayern-Stars, läuft für die Katalanen auf.
"Es ist kein einfacher Wechsel, ich habe mich in Barcelona sehr wohl gefühlt, es ist mein Zuhause", hatte Thiago im Sommer 2013 erklärt, nachdem sein Wechsel nach München feststand. Pep Guardiola wusste damals um eine Ausstiegsklausel bei zu wenigen Einsätzen, Bayern schnappte für 25 Millionen Euro zu.
Als er sich 2014 zum wiederholten Mal das Innenband im Knie riss, arbeitete unter Aufsicht des Spezialisten Ramon Curgat, der unter anderem auch schon die Barça-Stars Iniesta, Cesc Fàbregas, David Villa oder auch Pep Guardiola behandelte, statt in München mehrere Monate in Barcelona am Comeback.
Er müsse den Kopf freibekommen, hieß es.

Thiago blüht bei Bayern auf

All das ist mittlerweile jedoch lange her. Zwei Jahre, in denen sich die Situation Thiagos in München grundlegend geändert hat.
Der 25-Jährige hat sich zum absoluten Schlüsselspieler im Bayern-Spiel entwickelt.
Bis auf eine Oberschenkelblessur im Winter-Trainingslager blieb er verletzungsfrei und schöpft sein gigantisches Potenzial derzeit voll aus.

Thiago und Ancelotti: Das passt

Großen Anteil an der Leistungsexplosion hat, neben des bereits erwähnten Ausbleibens schwerer Verletzungen, Trainer Carlo Ancelotti.
"Ich habe noch nie eine so gute Beziehung zwischen Trainer und Spieler gesehen wie mit Carlo. Das haben die Spieler von Real Madrid schon gesagt und das hat man mir hier gesagt, bevor er ankam", adelte Thiago seinen Coach im November bei "Cadena Cope".
In den letzten Wochen wurde immer mehr deutlich: Carlo und sein Regisseur: Das passt.

Thiago noch nicht fertig mit Bayern

Gemeinsam wollen sie nun den ersehnten Henkelpott für den Sieg in der Champions League nach München holen. Dafür wurde Ancelotti geholt, dafür ist Thiago mittlerweile sein wohl größter Trumpf.
Zumal der Mittelfeldmann nach Trophäen lechzt. "In den letzten Jahren habe ich Titel gewonnen, die sich nicht wie meine angefühlt haben", verriet er jüngst in einem Interview.
Noch ist Thiago also nicht fertig in München. Er will vor allem auch sich selbst beweisen, dass er auch außerhalb der Wohlfühloase Barcelonas einer für die ganz großen Titel ist.
Ob sich das nach einem möglichen Triple ändern könnte? "Er fühlt sich unheimlich wohl in München. Er hat viele Freunde gefunden und die Stadt ähnelt vom Lebensgefühl her ja in gewisser Weise Barcelona“, sagte Vater und Berater Mazinho vor wenigen Wochen:
Die Bayernfreaks aus Hohentengen würden sich freuen.
Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung