5. März:

Es war der größte Doping-Skandal der Sportgeschichte - und seine Schockwellen wirkten über Jahre nach: Als Ben Johnson nach seinem 100-Meter-Sieg in Weltrekordzeit (9,79 Sekunden) bei den Olympischen Spielen in Seoul positiv getestet wurde, war das Bild von der angeblich heilen Welt des Hochleistungssports endgültig zerstört. Doch die Geschichte endete nicht 1988 - und sie nahm kein 'happy end'. Den endgültigen Schlusspunkt markierte der 5. März 1993, als Johnson lebenslänglich gesperrt wurde.

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Erst 1993? Ja, denn der positive Test in Südkorea war nur der Anfang. Er brachte dem Kanadier eine zweijährige Sperre ein, der ein wechselvolles Comeback folgte. Das Finale bei Olympia 1992 verpasste das Muskelpaket klar, doch Anfang 1993 kam er schon wieder in die Nähe seiner alten Rekorde. Was folgte, war fast absehbar. Wieder wurde eine verbotene Substanz bei Johnson gefunden und am 5. März 1993 folgte das dauerhafte Startverbot für den Wiederholungstäter.

Doch es gab ein Nachspiel: Als die Sperre 1999 wegen eines Verfahrensfehlers aufgehoben wurde, folgte prompt der nächste positive Test. Der selbsternannte "größte Sprinter aller Zeiten" wurde endgültig zur tragischen Figur, die lange nur noch für skurile Schlagzeilen sorgte.

Eines aber muss man Johnson anrechnen. Während andere "Stars" jener zutiefst verseuchten Jahre noch immer Heldenstatus genießen, gestand er seine Taten ein und engagierte sich später gegen Doping. Spät, aber nicht zu spät, um sich viel Respekt zu verdienen.

Seoul 1988

Fotocredit: Imago

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