Eurosport
Kein Tag wie jeder andere: Der schnellste Tag der Geschichte
Von
Publiziert 02/07/2016 um 23:16 GMT+2 Uhr
Kein Sport-Tag wie jeder andere: Jubiläen & Rekorde, Feiertage & Dramen, großes Kino & vergessene Helden: Unser täglicher Blick zurück in die Sportgeschichte - heute mit gleich zwei Weltrekorden über 100 Metern.
Eurosport
Fotocredit: Eurosport
3. Juli:
Das gab es seitdem nie wieder: Am 3. Juli 1983 fielen beide 100-Meter-Weltrekorde innerhalb von 15 Minuten.
Beim National Sports Meeting in Colorado Springs verbesserte die US-Amerikanerin Evelyn Ashford zunächst die alte Bestmarke von Marlies Göhr (DDR) um zwei Hundertstel auf 10,79 Sekunden. Ashfords Landsmann Calvin Smith steigerte im Anschluss den Weltrekord der Herren ebenfalls um zwei Hundertstel auf 9,93 Sekunden.
"Ich kann es nicht glauben. Ich bin fassungslos", sagte Ashford nach dem Rennen. Genau wie ihrem Landsmann spielten der 26-Jährigen auch die Bedingungen in die Karten. Smith profitierte von günstigem aber erlaubtem Rückenwind von 1,4m/s. Auch bei Ashford blies der Wind von hinten, mit 0,6m/s allerdings deutlich weniger stark.
Ausschlaggebender dürfte die Höhe gewesen sein. Die dünne Luft bei über 2000 Metern über dem Meeresspiegel kam den Sprintern entgegen. Der von Jim Hines gehaltene alte Weltrekord bei den Herren wurde in Mexico City ebenfalls in der Höhe aufgestellt.
Nur wenige Wochen später fanden in Helsinki die ersten Leichtathletik-Weltmeisterschaften der Geschichte statt. Für die beiden Weltrekordler hätten sie nicht unterschiedlicher verlaufen können. Ashford musste im Vorlauf über 100 Meter verletzt aufgeben. Smith gewann dagegen Gold über 200m und mit der Staffel und Silber über 100m.
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung