Kein Tag wie jeder andere: Lance Armstrong verliert alle Tour de France Titel

Kein Sport-Tag wie jeder andere: Jubiläen & Rekorde, Feiertage & Dramen, großes Kino & vergessene Helden: Unser täglicher Blick zurück in die Sportgeschichte - heute mit Lance Armstrong.

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Fotocredit: Eurosport

22. Oktober

Er stand im Mittelpunkt eines der größten Skandale in der Geschichte des Radsports. Am 22. Oktober 2012 wurden dem siebenmaligen Tour-de-France-Sieger Lance Armstrong alle Titel aberkannt.
Sein Comeback in der Weltspitze verlief nahezu wie im Märchen. Der US-Amerikaner bekämpfte nicht nur erfolgreich Hodenkrebs, sondern kam später denn je zurück. Kam sein erster Tour-Sieg 1999 noch unter dem kleinen Vorbehalt zustande, dass mit Jan Ullrich und Marco Pantani die Sieger von 1997 und 1998 fehlten, bezwang Armstrong in den darauffolgenden Jahren die komplette Weltelite. Er wurde zum alleinigen Rekordsieger und sicherte sich seinen Platz in den Geschichtsbüchern.
Doch schon während Armstrongs aktiver Zeit hielten sich hartnäckig Dopinggerüchte um ihn. Nachdem ehemalige Teamkollegen die Einnahme verbotener Mittel gestanden hatten, begannen Ermittlungen gegen Armstrong, in deren Folge die US-Anti-Dopingagentur (USADA) lebenslang sperrte und ihm alle Titel aberkannte.
Der Radsport Weltverband UCI folgte dieser Entscheidung daraufhin. Da auch die hinter Armstrong platzierten Fahrer wie Ullrich, Pantani oder Joseba Beloki in Dopingskandale verstrickt waren, hat die Tour in den Jahren 1999 bis 2005 offiziell keinen Sieger.
"Lance Armstrong hat keinen Platz im Radsport. So etwas darf nie wieder passieren", ließ UCI-Präsident Pat McQuaid mitteilen. Allerdings geriet der Ire durch die Ermittlungen selbst unter Druck. Laut des Berichts der USADA habe er von den Dopingpraktiken Armstrongs gewusst und dabei geholfen, diese zu vertuschen.
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