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Kein Tag wie jeder andere: Williamson verunglückt tödlich
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Publiziert 28/07/2016 um 23:51 GMT+2 Uhr
Kein Sport-Tag wie jeder andere: Jubiläen & Rekorde, Feiertage & Dramen, großes Kino & vergessene Helden: Unser täglicher Blick zurück in die Sportgeschichte - heute mit einem tödlichen Unfall in der Formel 1.
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Fotocredit: Eurosport
29. Juli
Am 29. Juli 1973 verunglückte der britische Formel-1-Rennfahrer Roger Williamson beim Großen Preis der Niederlande in Zaandvort tödlich. Durch gravierende Organisationsmängel wurden die Rettungsarbeiten erschwert.
Es war erst das zweite Formel-1-Rennen des 25-Jährigen, der vom March-Team verpflichtet wurde. In der achten Runde platzte der linke Hinterreifen an Williamsons Boliden, wodurch der Wagen in die Luft geschleudert wurde und sich überschlug. Nach dem Aufprall rutschte der March 731 über die Strecke, die Kraftstofftanks entzündeten sich und das Auto fing Feuer.
Der hinter ihm fahrende David Purley hielt an und versuchte, den Wagen auf die Räder zu kippen, um die Rettung Williamsons zu ermöglichen. Doch ohne Hilfe war das nicht möglich. Die anderen Piloten sahen Purleys abgestellten Boliden nicht, sondern lediglich den brennenden Wagen und den Briten daneben. Im Glauben, dass das Unfallauto Purley gehört und keiner verletzt ist, fuhren sie weiter.
Zuschauer, die helfen wollten, wurden von Polizisten mit Hunden davon abgehalten. Streckenposten eilten herbei, waren aber nicht mit feuerfesten Anzügen ausgestattet und konnten nichts unternehmen. Einer von ihnen versuchte vergeblich, die Rennleitung zu alarmieren. Die hatte keinen Fernseher und wusste nichts von dem Unfall, obwohl fast die komplette vergebliche Hilfsaktion übertragen wurde.
Der Feuerwehr war nicht erlaubt, entgegen der Fahrtrichtung zum Unfallort zu fahren, da das Rennen weiterging. Stattdessen musste ein Umweg zur anderen Seite des Kurses in Kauf genommen werden. Sie traf zu spät ein, um Williamson noch retten zu können. Als Todesursache wurde Ersticken festgestellt. Purley sagte später, dass man noch eine ganze Weile Williamsons Hilferufe gehört habe.
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