Kein Tag wie jeder andere: Das Wunder vom Betzenberg

Kein Sport-Tag wie jeder andere: Jubiläen & Rekorde, Feiertage & Dramen, großes Kino & vergessene Helden: Unser täglicher Blick zurück in die Sportgeschichte - heute mit dem Wunder vom Betzenberg.

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Fotocredit: Eurosport

20. Oktober

Es war eine der spektakulärsten Aufholjagden der Fußball-Bundesliga. Am 20. Oktober 1973 standen sich am Betzenberg der 1. FC Kaiserslautern und der FC Bayern München gegenüber.
Die Bayern diktierten zunächst das Spiel. Nach 57 Minuten stand es 4:1 für den Rekordmeister mit seinen Stars Sepp Maier, Franz Beckenbauer, Gerd Müller oder Uli Hoeneß. Doch dann nahm das "Wunder vom Betzenberg" seinen Lauf.
Nur eine Minute nachdem durch Müller das vierte Tor für die Gäste gefallen war, hielt Klaus Toppmöller die Roten Teufel mit dem Treffer zum 2:4 im Spiel. Josef Pirrung verkürzte in der 61. Minute zunächst auf 3:4, ehe er weitere 12 Minuten später den Ausgleich erzielte.
Die letzte Viertelstunde des Spiels gehörte dann nur noch den Kaiserslauterern. Ernst Diehl brachte mit seinem Führungstreffer den Betzenberg endgültig zum Beben, Herbert Laumen erhöhte kurz vor Schluss schließlich auf 6:4 und zum 7:4-Endstand.
"Mittlerweile waren auch alle diejenigen wieder da, die sich vorher schon auf den Heimweg gemacht hatten, zurückgelockt von den Torschreien der Verbliebenen. Es herrschte absolute Festtagsstimmung auf dem Betzenberg", schrieb Toppmöller im Tagesspiegel.
Wie genau die Wende zustande kam, weiß der inzwischen 66-Jährige bis heute nicht. "Es ist im Grunde unerklärlich, wie so ein Spiel kippen kann", so Toppmöller.
Trost für die Bayern: Am Ende wurden sie dennoch Meister, einen Punkt vor Borussia Mönchengladbach, dass im direkten Duell am letzten Spieltag zwar 5:0 siegte, die Schale aber nicht erobern konnte.
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