Es war eines der dunkelsten Kapitels in der Geschichte des südamerikanischen Fußballs. Am 28. November 2016 kamen bei einem Flugzeugabsturz nahe Medellin in Kolumbien 71 der 77 Insassen ums Leben.
Mit an Board war fast die gesamte Mannschaft des brasilianischen Fußball-Erstligisten Chapecoense. Die Mannschaft befand sich auf dem Weg zum Final-Hinspiel der Copa Sudamericana bei Atlético Nacional.
Nur drei Spieler Chapecoenses überlebten den Absturz. Torhüter Jakson Follman und die Abwehrspieler Neto und Alan Ruschel. Follmann musste der Unterschenkel amputiert werden.
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Das Endspiel um die Copa Sudamericana wurde abgesagt, Chapecoense kampflos zum Sieger erklärt. Fünf Tage nach der Katastrophe fand in der Arena Condá, dem Heimstadion Chapecoenses, eine Trauerfeier mit 20.000 Anwesenden statt.
In Chapecoense wurde eine neue Mannschaft aufgebaut. Am 7. März 2017 feierte das Team seinen ersten Sieg nach dem Unglück.

Chapecoense-Spieler beim ersten Spiel nach dem Absturz

Fotocredit: SID

In der Nacht zum 29. November war der Charterflieger, der das Team zum Final-Hinspiel in der Copa Sudamericana gegen Atletico Nacional in Kolumbiens Metropole Medellin bringen sollte, kurz vor der Landung mit leergeflogenen Treibstofftanks an einem Berghang zerschellt. Für 71 der 77 Insassen, darunter 19 Spieler, 14 Mitglieder des Trainerstabes und neun Personen aus der Klubführung, war es ein Flug in den Tod.
Der Klub aus dem nur 166.000 Einwohner zählenden Chapeco, der zwischen 2009 und 2013 aus der vierten in die erste Liga marschiert war, sollte ursprünglich nach der Katastrophe eine Nicht-Abstiegsgarantie von drei Jahren bekommen, lehnte damals aber das Angebot der Konkurrenz ab.
Nach immerhin Platz acht im ersten Jahr nach dem Unglück rettete sich Chapecoense im Folgejahr als Tabellen-14. noch gerade so eben. 2019 reichte es für den derzeitigen Vorletzten dagegen nicht mehr.
Von den drei Spielern, die den Absturz überlebt haben, ist einzig Alan Ruschel noch aktiv, wechselte aber zum Liga-Rivalen EC Goias. Helio Neto war zwar wieder ins Training eingestiegen, konnte aber wegen ständiger Schmerzen seine Karriere nicht fortführen. Jakson Follmann, dessen rechter Unterschenkel teilamputiert werden musste, machte sich als Sänger in der Talentshow Popstar einen Namen.
(SID)
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