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Kein Tag wie jeder andere: Ulrike Meyfarth wird jüngste Hochsprung-Olympiasiegerin
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Publiziert 04/09/2017 um 00:00 GMT+2 Uhr
Kein Sport-Tag wie jeder andere: Jubiläen & Rekorde, Feiertage & Dramen, großes Kino & vergessene Helden: Unser täglicher Blick zurück in die Sportgeschichte - heute mit Ulrike Meyfarth.
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Fotocredit: Eurosport
4. September
Sie ist die jüngste Hochsprung-Olympiasiegerin der Geschichte. Als am 4. September 1972 bei den Olympischen Spielen in München das Finale im Hochsprung der Damen auf dem Programm stand, hieß die Favoritin ganz sicher nicht Ulrike Meyfarth.
Die damals erst 16-Jährige reiste mit einer Bestleistung von 1,85 Meter an. Sie wurde zuvor Dritte der Deutschen Meisterschaften. Die Nominierung erfolgte, damit sie Erfahrung sammeln konnte, wie sie später selbst sagte. Einen kleinen Vorteil hatte sie allerdings auf ihrer Seite: Meyfarth sprang damals bereits den Fosbury-Flop, eine Technik, die noch nicht alle ihrer Kontrahentinnen beherrschten, die aber größere Höhen zuließ.
Ihre alte Bestleistung überflog die Frankfurterin bereits im ersten Versuch. Auch die 1,88 Meter überquerte Meyfarth. Das gelang außer ihr nur noch der Bulgarin Jordanka Blagojeva und Österreichs Weltrekordhalterin Ilona Gusenbauer. Zu dem Zeitpunkt war die Medaille für die Deutsche bereits sicher.
Alle drei rissen die 1,90 Meter im ersten Versuch. Dann der zweite Durchgang. Meyfarth flog drüber, Blagojeva und Gusenbauer scheiterten erneut. Die Österreicherin schaffte es auch im dritten Anlauf nicht. Blagojevas Versuch dagegen schien zunächst erfolgreich. Die Latte wackelte und wackelte, um dann doch noch zu fallen.
"Sie war schon auf dem Weg zu ihrer Hose, als das Ding doch noch fiel. Das sollte mein Triumph sein? Da leidet man doch mit. Ich war damals jedenfalls noch nicht abgebrüht genug, nicht mitzuleiden", sagte die Olympiasiegerin der FAZ.
Im Anschluss überquerte sie gleich im ersten Versuch die 1,92 Meter und stellte damit Gusenbauers Weltrekord ein. Für viele Deutsche war Meyfarths Auftritt die Sternstunde bei den Spielen. Ihr selbst war jedoch die Goldmedaille von Los Angeles 1984 deutlich wichtiger, da sie sich aus einem Tal wieder an die Spitze zurückgekämpft hatte.
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