Kein Tag wie jeder andere: Der Tod des dreifachen deutschen Turn-Olympiasiegers Alfred Flatow im KZ Theresienstadt 1942

Kein Sport-Tag wie jeder andere: Jubiläen & Rekorde, Feiertage & Dramen, großes Kino & vergessene Helden: Unser täglicher Blick zurück in die Sportgeschichte - heute mit Alfred Flatow. Der Kunstturner gewann bei den ersten Olympischen Sommerspielen der Neuzeit 1896 den Titel am Barren sowie in Teamwettbewerben an Barren und Reck. Am 28. Dezember 1942 starb er im KZ Theresienstadt.

Silhouette von den deutschen Turnern Alfred Flatow und Gustav Felix Flatow

Fotocredit: Imago

Er wurde dreifacher Olympiasieger und einmal Zweitplatzierter bei den ersten Olympischen Spielen der Neuzeit. Am 28. Dezember 1942 kam der jüdische Kunstturner Alfred Flatow im KZ Theresienstadt im Alter von 72 Jahren ums Leben.
Flatow war Teil einer zehnköpfigen deutschen Delegation, die bei den Olympischen Sommerspielen 1896 in Athen an den Start ging. Er wurde Olympiasieger im Turnen am Barren sowie in den Teamwettbewerben an Barren und Reck. Im Einzelwettbewerb am Reck belegte er Platz zwei.
1903 rief Flatow die Jüdische Turnerschaft mit ins Leben, den ersten jüdischen Sportverband in Europa. Bis 1933 war Flatow aktives Mitglied des Deutschen Turnverbandes, ehe er von den Nazis ausgeschlossen wurde.
Flatow floh 1938 in die Niederlande, wurde nach dem deutschen Einmarsch dort jedoch verhaftet und ins KZ Theresienstadt gebracht, wo er am 28. Dezember 1942 starb.
Zu Ehren Flatows und seines Cousins Gustav Flatow, der ebenfalls Mitglied der deutschen Turnmannschaft in Athen war und auch in Theresienstadt starb, benannte die Stadt Berlin 1997 die Reichssportfeldstraße in Flatow-Allee um. Der Deutsche Turner-Bund verleiht die Flatow-Medaille für besondere Verdienste um das deutsche Turnen.

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