Kein Tag wie jeder andere: Gina Lückenkemper und Niklas Kaul gewinnen Gold bei Leichtathletik-EM in München
Publiziert 16/08/2025 um 00:41 GMT+2 Uhr
Kein Sport-Tag wie jeder andere: Jubiläen & Rekorde, Feiertage & Dramen, großes Kino & vergessene Helden: Unser täglicher Blick zurück in die Sportgeschichte - heute mit Gina Lückenkemper und Niklas Kaul. Am 16. August 2022 sorgten die Sprinterin und der Mehrkämpfer für einen goldenen Doppelschlag aus deutscher Sicht bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in München.
Entfesselter Lauf! Lückenkemper rast zu Gold bei der EM
Quelle: Eurosport
Der 16. August 2022 wurde zu einem der erfolgreichsten Tage der deutschen Leichtathletik in der jüngeren Vergangenheit. Bei den Heim-Europameisterschaften in München gewannen die DLV-Athletinnen und Athleten fünf Medaillen. Highlights waren die Titel von Niklaus Kaul im Zehnkampf und Sprinterin Gina Lückenkemper über die 100 Meter, die das Olympiastadion zum Beben brachte.
Den Gold-Auftakt machte Kaul, der in seinen Paradedisziplinen Speerwerfen und 1500 Meter eine Aufholjagd krönte und sich den Titel sicherte. Verstärkt wurde die Wirkung seines Triumphs dadurch, dass der Ex-Weltmeister zwischendurch scheinbar uneinholbar hinter dem Schweizer Simon Ehammer lag.
Das war allerdings hauptsächlich der Reihenfolge der Disziplinen geschuldet. Kauls stärkste Wettbewerbe kommen zum Abschluss des Zehnkampfs, während der Weitsprung, in dem Ehammer WM-Bronze in Eugene gewann, bereits als zweites an der Reihe war.
Am Ende verwies Kaul mit 8545 Zählern den Eidgenossen (8468) relativ deutlich auf Rang zwei. Bronze ging an den Esten Janek Oiglane mit 8346 Zählern.
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Was für eine Aufholjagd! Kaul holt sensationell EM-Gold
Quelle: Eurosport
Deutlich enger ging es über 100 Meter der Frauen so. Titelträgerin Lückenkemper (10,99 Sekunden), die Zweitplatzierte Mujinga Kambundji aus der Schweiz (ebenfalls 10,99) und die Britin Daryll Neita auf dem Bronzerang (11,00) trennten lediglich eine Hundertstelsekunde.
Lückenkemper ging im Gegensatz zu Kaul als Außenseiterin ins Finale. Favorisiert waren Kambundji, Neita sowie deren Landsfrau Dina Asher-Smith.
Doch die Deutsche erwischte einen für ihre Verhältnisse ordentlichen Start, drehte in der zweiten Rennhälfte auf und warf sich regelrecht ins Ziel. Das war von Erfolg gekrönt. Eine Schrecksekunde gab es, als Lückenkemper sich durch ihren Sturz über die Ziellinie eine Wunde am Bein zuzog. Am Schlusstag der Meisterschaften in der Staffel konnte sie aber antreten und sich an der Seite ihrer Teamkolleginnen den zweiten Titel in München sichern.
Abgerundet wurde der Tag durch Silber und Bronze für die Diskuswerferinnen Kristin Pudenz und Claudine Vita sowie Silber durch Geher Christopher Linke über 35 Kilometer.
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Lückenkemper überglücklich: "Wie ein Ritterschlag"
Quelle: SID
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