Kein Tag wie jeder andere: Matthias Steiner gewinnt Olympiagold in Peking 2008 nach tragischem Tod seiner Frau
Von Sebastian Würz
Update 19/08/2026 um 00:07 GMT+2 Uhr
Kein Sport-Tag wie jeder andere: Jubiläen & Rekorde, Feiertage & Dramen, großes Kino & vergessene Helden: Unser täglicher Blick zurück in die Sportgeschichte - heute mit Matthias Steiner. Am 19. August 2008 gewann der Gewichtheber bei den Olympischen Sommerspielen in Peking die Goldmedaille im Superschwergewicht. Anschließend ließ er seinen Emotionen nach dem Tod seiner Frau freien Lauf.
Steiner holt emotionales Gold bei Olympia 2008 in Peking
Quelle: Eurosport
Es war die emotionalste deutsche Goldmedaille bei den Olympischen Spielen in Peking. Am 19. August 2008 wurde Gewichtheber Matthias Steiner Olympiasieger im Superschwergewicht.
Mit insgesamt 461 Kilogramm im Zweikampf aus Reißen und Stoßen verwies Steiner den Russen Evgeny Chigishevs und Viktors Scerbatihs aus Lettland auf die Plätze zwei und drei. Anschließend ließ er seinen Gefühlen freien Lauf.
Der gebürtige Österreicher hatte nach der Hochzeit mit einer Deutschen die deutsche Staatsangehörigkeit angenommen. Doch rund ein Jahr vor den Spielen in Peking kam seine Frau Susann bei einem Autounfall ums Leben.
Den Sieg widmete der damals 25-Jährige seiner toten Frau. "Ich bin nicht der Typ, der abergläubisch ist, ich glaube mehr an mich selber, sonst stünde ich nicht mit dieser Medaille hier", wird Steiner im "Tagesspiegel" zitiert. "Aber ich denke mal, dass sie das irgendwie mitkriegt."
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Matthias Steiner erinnert mit Olympia-Gold 2008 an seine verstorbene Ehefrau
Fotocredit: Getty Images
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