Eurosport
Sydney Sweeney macht freizügig Werbung für Sportwetten - und löst damit massive Kritik bei Sportlerinnen aus
Von
Update 15/09/2026 um 15:26 GMT+2 Uhr
Die laszive Sportwetten-Werbung von US-Schauspielerin Sydney Sweeney sorgt weltweit für Empörung - und entfacht eine altbekannte Debatte neu. Viele Spitzensportlerinnen und Vereine reagierten gesammelt auf das Video und kritisierten die Sexualisierung von Frauen darin. Somit verliere der sportliche Aspekt völlig seine Bedeutung und es gehe um einen komplett anderen Aspekt.
Sydney Sweeneys Wettanbieter-Werbung sorgt für massenhafte Kritik von Sportlerinnen weltweit
Fotocredit: Imago
Nackt auf einem Basketballkorb, lasziv auf einem Billardtisch räkelnd, den Blick tief in die Kamera gerichtet – lediglich zwei Footballs bedecken strategisch ihren Körper.
So inszenierte sich US-Schauspielerin Sydney Sweeney in einem Werbespot für einen Sportwettenanbieter.
Die Reaktionen darauf sind heftig, vor allem im Frauensport. Denn einmal mehr stellt sich die Frage: Warum wird der weibliche Körper noch immer so häufig zum Verkaufsargument?
"Ich kann gar nicht beschreiben, wie wütend ich bin, wenn ich das sehe", schrieb die australische Schwimm-Olympiasiegerin Ariarne Titmus auf Instagram.
Schwimm-Star Titmus: "Ein Schlag ins Gesicht für jede Frau"
Der Werbespot sei "nicht nur ein Schlag ins Gesicht für jede Frau, die ihr Leben der Perfektionierung ihres Sports gewidmet hat, sondern für jede Frau, die Sport um seiner selbst willen genießt". Titmus kritisierte die "Kommerzialisierung des weiblichen Körpers und die Sexualisierung des Frauensports" aufs Schärfste.
Inzwischen haben mehr als 45 Millionen Menschen das Werbevideo auf Sweeneys Instagramprofil gesehen. Nur wenige Tage nach der Veröffentlichung formierte sich eine Gegenbewegung.
Hunderte Sportlerinnen, darunter auch die Fußballerinnen vom 1. FC Köln oder Turnerin Emma Malewski, posteten unter dem Slogan "Respectfully Sydney Sweeney ...", wie Frauen im Sport tatsächlich aussehen: Muskeln, Schweiß und verzerrte Gesichter gehören ebenso dazu wie Emotionen und Leidenschaft. Eben das, was Sport ausmacht – und in Sweeneys Spot völlig fehlt.
Sweeney selbst reagierte gelassen auf die Kritik. "Bei der Kampagne ging es darum, eine unterhaltsame Idee aufzugreifen. Das Konzept ist einfach: den ganzen Lärm ausblenden und den Fokus vollständig auf den Sport legen", ließ sie verlauten.
Doch genau das sehen viele Kritikerinnen anders: Der Fokus des Spots liegt eben nicht auf dem Sport, sondern auf Sweeneys (sexualisiertem) Körper. Und das offensichtlich mit voller Absicht.
Sweeney zum wiederholten Male in der Kritik
Es ist nicht das erste Mal, dass Sweeney polarisiert. Die bekennende Trump-Unterstützerin geriet bereits vor einigen Monaten wegen einer Jeans-Werbung für American Eagle in die Kritik.
Darin warb sie mit dem Slogan "Sydney Sweeney has great Jeans". Das Wort "Jeans" klingt im Englischen wie "genes", also "Gene".
Online verbreitete sich deshalb schnell die Kritik, der Spot mit der weißen, blonden und blauäugigen Sweeney spiele mit rassistischen Ressentiments und bediene Vorstellungen von "guten Genen".
Dass Frauenkörper vermarktet werden, ist ein alter Schuh. In den vergangenen Jahren war allerdings zunehmend ein Aufbäumen dagegen zu beobachten – etwa durch Ganzkörperanzüge für Turnerinnen und Beachvolleyballerinnen.
Nun werfen viele Sportlerinnen Sweeney vor, die Sportwelt um Jahrzehnte zurückzuwerfen. "Sport sollte einer der Orte sein, bei dem es darum geht, was der Körper tun kann, nicht wie er aussieht", schrieb die australische Tennisspielerin Priscilla Hon.
Das könnte Dich auch interessieren: "Kein Disneyfilm": Vuskovic kehrt nach vierjähriger Sperre beim HSV zurück
(SID)
/origin-imgresizer.eurosport.com/2026/09/15/image-09af394c-04a9-460c-85d3-6b8f0b9270e1-85-2560-1440.jpeg)
"Phänomenal": Reid zieht Hut nach Mahomes-Comeback
Quelle: Perform
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung