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Wegen Krieg in der Ukraine: Verein Athleten Deutschland will Ausschluss des russischen Sports
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Publiziert 26/02/2022 um 16:48 GMT+1 Uhr
Der Verein Athleten Deutschland fordert nach Russlands Angriff auf die Ukraine den vollständigen Ausschluss des Riesenreichs sowie des Verbündeten Belarus aus dem Weltsport. "Obwohl der Angriffskrieg nun seit einigen Tagen andauert, blieb ein konsequentes Vorgehen internationaler Verbände weitestgehend aus", monierten die Athleten Deutschlands am Samstagabend in einer Stellungnahme.
Russland
Fotocredit: Getty Images
Die deutsche Athletenvertretung fordert daher nationale und internationale Verbände, darunter das Internationale Olympische Komitee (IOC) sowie das Internationale Paralympische Komitee (IPC), und auch Staaten dazu auf, "russische und belarussische Verbände aus dem internationalen Sportverbandssystem" auszuschließen. Dazu gehörten "auch die russischen und belarussischen Nationalen Olympischen und Paralympischen Komitees" - am kommenden Freitag beginnen die Paralympics in Peking.
Weiterhin verlangt der Verein unter anderem den "einseitigen Abbruch aller finanziellen Beziehungen zu russischen Geldgebern", das IOC solle "relevante wirtschaftliche Schäden internationaler Verbände mit Überbrückungszahlungen abfedern".
Russische und belarussische Athletinnen und Athleten sollten "für die Dauer des Angriffskrieges" von internationalen Wettbewerben ausgeschlossen werden, danach sollten sie "unter neutraler Flagge" starten dürfen.
Auf der anderen Seite sollten ukrainische Aktive und ihr sportliches Umfeld Unterstützungs- und Hilfsleistungen erhalten, fordert Athleten Deutschland. Langfristig gelte es, die "gezielte russische Vereinnahmung des internationalen Sports" aufzuarbeiten sowie Abwehrmaßnahmen gegen Sportwashing umzusetzen und sich über "sportliche Konsequenzen bei Bruch des Olympischen Friedens" zu verständigen.
Schweden, Dänemark und Norwegen wollen Ausschluss des russischen Sports
Währenddessen haben auch Schweden, Dänemark und Norwegen den kompletten Ausschluss Russlands von weltweiten Sportveranstaltungen gefordert und damit auf den Krieg in der Ukraine reagiert. "Das Wichtigste ist, dass die russische Aggression aufhört", teilte der schwedische Sportminister Anders Ygeman mit: "Wenn die EU sich für einen sportlichen Boykott entscheidet, würde auch das helfen."
Aus Dänemark und Norwegen meldeten sich die Nationalen Olympischen Komitees zu Wort. Der Sport müsse sich an den Sanktionen beteiligen, sagte Hans Natorp, Vorsitzender des dänischen Dachverbands: "Russlands Angriff auf das ukrainische Volk ist inakzeptabel, unsere Position ist klar: Russland und auch Belarus müssen in allen Sportarten ausgeschlossen werden." Auch werde man alle dänischen Verbände und Klubs drängen, alle sportlichen Verbindungen nach Russland und Belarus zu kappen.
Auch werde man alle dänischen Verbände und Klubs drängen, alle sportlichen Verbindungen nach Russland und Belarus zu kappen.
Auch das norwegische NOC will den Ausschluss des russischen und belarussischen Sports. "Athleten aus den beiden Ländern sollten nicht an internationalen Sportevents teilnehmen", hieß es in der Mitteilung. Russen und Belarussen, die führende Positionen in internationalen Verbänden inne haben, sollen zudem gesperrt werden.
Die Skandinavier gehen damit deutlich weiter als das Internationale Olympische Komitee (IOC). Dieses hatte am Freitag die internationalen Verbände aufgefordert, in Russland oder Belarus geplante Sportveranstaltungen zu verlegen oder abzusagen.
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(SID)
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Quelle: SNTV
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