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Lukas Dauser braucht vor dem Barren-Finale einen klaren Kopf: Turner nimmt sich Auszeit an Anfield Road
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Publiziert 01/11/2022 um 14:06 GMT+1 Uhr
Auch weil der Olympia-Zweite Lukas Dauser gleich zweimal stürzte, verpasste das deutsche Männerteam bei der WM das Mannschafts-Finale. Am Barren aber ist der deutsche Mehrkampf-Meister bei den Weltmeisterschaften in Liverpool immer für eine WM-Medaille gut. Vor den Wettkämpfen gönnte sich der Turner jedoch erstmal eine Auszeit an einem ganz speziellen Ort.
Lukas Dauser
Fotocredit: Getty Images
Als die Medaillen-Entscheidung am Barren erreicht, das WM-Teamfinale mit der deutschen Riege mit Rang neun aber verpasst war, schaltete Lukas Dauser erst einmal in den Pausenmodus. Der Olympia-Zweite erkundigte sich nach Busverbindungen zur Anfield Road, der Heimat des FC Liverpool, und freute sich auf eine kleine Auszeit.
"Man muss ja auch mal aus dem Hotel raus. Und zwei Wochen immer nur an Turnen denken, das ist auch nicht gut für den Kopf", sagte der Zeitsoldat, obwohl er gerne am Mittwoch die deutsche Mannschaft angeführt hätte. Doch auch die beiden Stürze des 29-Jährigen am Pauschenpferd und am Reck hatten dazu beigetragen, dass am Ende 0,8 Punkte zur Qualifikation fehlten.
Worüber Cheftrainer Valeri Belenki nicht enttäuscht oder gar verärgert war: "Wir waren nah dran und sind grundsätzlich auf der richtigen Spur gut unterwegs. Für Olympia wird ja erst 2023 abgerechnet, da müssen wir bei der WM mindestens Zwölfter werden."
Rang sieben war es bei den European Championships im August in München, für Belenki ein unpassender Vergleich. "Liverpool ist eine Weltmeisterschaft und keine Europameisterschaft", sagte der Coach relativierend. Erschwerend kam in der M&S-Arena hinzu, dass zwei gesetzte Athleten wegen einer Coronavirus-Infektion zu Hause bleiben mussten.
Und so ist Dauser für den Rest der Welttitelkämpfe unweit des Mersey sowohl im Mehrkampf-Finale am Freitag (19.00 Uhr MEZ) als auch im Endkampf am Barren (Sonntag, 16.30 Uhr MEZ) der einzige deutsche Turner - wieder einmal
Im Sechskampf, in dem für den Sportsoldaten an Edelmetall nicht zu denken ist, will Dauser wieder Spannung aufbauen und "einen besseren Wettkampf abliefern". Und Schwung mitnehmen für sein Schokoladengerät, an dem er in der Qualifikation mit 15,400 Punkten die drittbeste Note vorlegte.
Aus seinem Sturz vom Barren bei der "EM dahoam" in der Münchner Olympiahalle hat der deutsche Mehrkampf-Meister die Erkenntnis mitgenommen, sein Olympiasilber von Tokio nicht mehr zum Maßstab zu nehmen: "Es geht bei Null los. Ich habe nichts zu verlieren und nichts zu verteidigen." Sondern eben nach drei achten WM-Plätzen nur etwas zu gewinnen.
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(SID)
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Quelle: Perform
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