Turnen-WM: Lukas Dauser gewinnt Silber in Liverpool gewonnen - Zou Jingyuan gewinnt Titel

Der Olympia-Zweite Lukas Dauser aus Unterhaching hat bei den Kunstturn-Weltmeisterschaften in Liverpool am Barren die Silbermedaille gewonnen. Der Sieg ging an Olympiasieger Zou Jingyuan aus China, Carlos Yulo (Philippinen) kam auf Rang drei. Bereits am Samstag hatte Europameisterin Elisabeth Seitz aus Stuttgart am Stufenbarren den vierten Platz belegt.

Lukas Dauser

Fotocredit: Getty Images

Knapp geschlagen und dennoch überglücklich: Lukas Dauser hat "seinen" Barren nach Olympia nun erstmals auch bei den Weltmeisterschaften in Liverpool versilbert. Mit einer grandiosen Kür setzte der Unterhachinger Olympiasieger Zou Jingyuan mächtig unter Druck, musste den Chinesen aber dennoch vorbeiziehen lassen.
16,166 Punkte erhielt der Asiate für seine Übung, der deutsche Mehrkampf-Meister hielt mit 15,500 Zählern dagegen. Dauser steigerte sich somit gegenüber der Qualifikation (15,400) und dem Mehrkampf (15,166). Bronze gewann in der englischen Metropole Carlos Yulo (Philippinen) 15,366.
Nahezu makellos zelebrierte der 29-jährige Dauser seine Kür und sicherte damit Rang zwei souverän nach hinten ab. Kleine Unsicherheiten bei den ersten beiden Auftritten in Liverpool waren durch hartes Training erfolgreich bekämpft worden.
Bereits am Samstag hatte Europameisterin Elisabeth Seitz ihr vierter Platz am Stufenbarren ein entspanntes Lächeln ins Gesicht gezaubert. Denn auch mit 29 Jahren sah sich die deutsche Rekordmeisterin noch längst nicht am Ende ihres schon 13 Jahre währenden Erfolgswegs.

Seitz kündigt großen Tatendrang an

"Ich bin ja noch jung", sagte Seitz mit einem Augenzwinkern und kündigte mit großem Tatendrang an: "Ich habe jetzt große Lust auf eine Trainingsphase, in der ich Neues ausprobieren kann."
Schließlich brachte die Sportsoldatin zwei ganz wichtige Erkenntnisse vom Mersey zurück an den Neckar: Nach einer langwierigen Corona-Infektion kann sich Seitz wieder auf ihren Körper verlassen. Und sie muss nicht nur schön, sondern auch noch schwieriger turnen, wenn sie wieder nach einer WM-Medaille greifen will, wie zuletzt mit Rang drei 2018 in Doha.
Im Gespräch mit dem neuen Bundestrainer Gerben Wiersma wurden schon erste Pläne skizziert, wie das zu bewerkstelligen sein könnte. Seitz: "Ich will meine Ausgangswerte weiter nach oben schrauben. Ich spüre, dass mich mein Körper noch durch viele gute Zeiten bringen kann. Und ich weiß jetzt, zu was er in der Lage ist."

Seitz will vielseitiger werden

Schließlich will die Stuttgarterin in Zukunft nicht nur an ihrem "Schokoladengerät" weiterhin glänzen, die angehende Lehrerin war und ist eine Mehrkämpferin aus Leidenschaft. Speziell auf der Bodenfläche liebt sie das Spiel mit den Emotionen des Publikums: "Mein Kopf und ich sagen jetzt schon 'Ja'."
In der M&S-Arena allerdings waren die physischen Voraussetzungen für einen kompletten Wettkampf noch nicht gegeben, für zwei kurze starke Auftritte am Doppelreck aber reichte es. "Meine Kür dauert etwa 35 Sekunden. Dafür war ich definitiv fit genug", sagte Seitz.
Am Sprung verwies der Armenier Artur Dawtjan Titelverteidiger Yulo auf den zweiten Platz. Bei den Frauen siegte Hazuki Watanabe aus Japan am Schwebebalken.
2023 finden die Weltmeisterschaften vom 30. September bis 8. Oktober in Antwerpen statt. In der belgischen Metropole wird auch ein Löwenanteil der Tickets für die Olympischen Sommerspiele 2024 in Paris vergeben.
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(SID)
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Quelle: Perform

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