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WM in Stuttgart: Deutsche Kunstturner buchen Teamticket für Olympia
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Publiziert 07/10/2019 um 22:26 GMT+2 Uhr
Lange gezittert, aber am Ende doch noch gejubelt: Nach einem nervenaufreibenden Turnkrimi mit Punktlandung bei den Weltmeisterschaften in Stuttgart darf die deutsche Riege für Olympia 2020 in Tokio planen. Die WM-Gastgeber verfolgten auf der Tribüne in höchster Anspannung den Abschluss der Qualifikation, am Ende sprang exakt Rang zwölf heraus - die mindestens erforderliche Platzierung.
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Rang fünf nach dem ersten Tag war alles andere als ein Ruhekissen für Bundestrainer Andreas Hirsch und seine Schützlinge. Das Team rutschte im Tagesverlauf immer weiter zurück, die Lage wurde brenzlig. Es wurde gerechnet und kalkuliert, Unruhe machte sich auf der Teilnehmertribüne in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle breit.
Deutscher Turner-Bund: Unwillkommene Premiere knapp verhindert
Zwar zog die Schweiz locker an den Deutschen vorbei, aber die Teams aus den Niederlanden und Rumänien waren letztlich zu schwach, um die DTB-Auswahl noch zu gefährden. Vor dem letzten Durchgang war die Entscheidung schon so gut wie gefallen.
"In dieser passiven Rolle als Zuschauer fühlen wir uns alle nicht wohl", hatte Hirsch am Morgen gesagt. Extrem nervös war auch Wolfgang Willam, Sportdirektor des Deutschen Turner-Bundes (DTB):
Das Verpassen des olympischen Teamwettbewerbs wegen fehlender sportlicher Qualifikation wäre bei den Männern eine höchst unwillkommene Premiere gewesen. Unter der Regie von Hirsch hatte sich das DTB-Quintett zuletzt viermal für den olympischen Königswettbewerb qualifiziert.
Deutsche Kunstturnerinnen viel souveräner
Persönliche Tickets für Tokio 2020 buchten der deutsche Mehrkampf-Meister Andreas Toba aus Hannover sowie als Gerätefinalisten der Unterhachinger Lukas Dauser (Barren) und Nick Klessing aus Halle (Ringe).
Weit souveräner hatten die deutschen Kunstturnerinnen ihre Qualifikationspflicht erledigt. Bei ihrem neunten Platz gerieten die Olympiatickets nie in Gefahr, Elisabeth Seitz und Co. konnten sich die Konkurrenz nach dem eigenen Auftritt am Vortag deutlich entspannter anschauen.
Bereits am frühen Abend waren die Hoffnungen der deutschen Geräteartisten auf ein Mitwirken im Mannschaftsfinale am Mittwoch zerstoben. Stärkere Riegen drängten die Deutschen aus der Medaillenentscheidung. An der Spitze nach der Vorrunde positionierte sich Russland vor Titelverteidiger China und Japan.
Die Welttitelkämpfe werden am Dienstag mit dem Teamfinale der Frauen fortgesetzt. Die deutschen Kunstturnerinnen hatten als Neunte der Vorrunde die Qualifikation knapp verpasst.
(SID)
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