Ein verzweifelter Notruf hatte die Rettungskräfte mitten in der Nacht auf der 3. Juli gegen 2 Uhr erreicht und in Alarm versetzt.
Polizei und Notärzte waren wenig später am Haus des Football-Coaches bei Somerton Park eingetroffen und hatten in der Wohnung den schwerstverletzten Walsh aufgefunden.
Umgehende Erste-Hilfe-Maßnahmen und Reanimationsversuche wurden eingeleitet, doch ohne Erfolg. Die schweren Stichverletzungen und der hohe Blutverlust waren zu gravierend, Walsh verstarb noch an Ort und Stelle.
Auch die Frau des 55-jährigen AFL-Trainers, Meredith Walsh, war durch Stichwunden verletzt worden. Sie überlebte die Bluttat, die in Australien und in der weltweiten Football-Gemeinde für einen Schock sorgt.
Der Sohn des Paares, Cy Walsh, wurde in der Nähe des Tatortes von der Polizei gestellt. Nach ersten Ermittlungen gilt der 26-Jährige als alleiniger Täter. Er sitzt unter dringendem Mordverdacht im Gefängnis. Das Flinders Medical Centre soll ein psychiatrisches Gutachten erstellen.
Spieler und Betreuer der Adelaide Crows versammelten sich ebenso wie Fans vor der Geschäftsstelle des Klubs, um zu trauern und Blumen abzulegen.
Die AFL sagte ein für Sonntag angesetztes Ligaspiel ab. Walshs Klub erklärte in einem bewegenden Statement:
Der Adelaide Football Club ist tief bestürzt über den plötzlichen Tod seines Trainers Phil Walsh. Wir bitten Sie, die Privatsphäre der Familie zu respektieren, ebenso die unserer Spieler und Team-Betreuer. Es ist eine extrem schwere Zeit.
Liga-Boss Gillon McLachlan erklärte sichtlich geschockt:
Trauer und Schmerz sind enorm. Phil hatte so viel für den Football gegeben. Er war ein Energiebündel voller Enthusiasmus. Und das seit 32 Jahren. Es gibt keine Worte, die diesen schrecklichen Verlust beschreiben könnten.
McLachlan habe gegen 3:30 Uhr den Anruf der Polizei erhalten: "Das ist ein Anruf, den niemand in seinem Leben jemals bekommen will."
In einem Interview hatte Walsh erst jüngst verraten, dass er sich mehr Zeit für seinen Sohn gewünscht hätte.