Die Familie bestätigte den Tod von Podmore bereits in den sozialen Medien. Ihr Bruder Mitchell schrieb auf "Facebook": "Ruhe in Frieden, meine wunderbare Schwester und geliebte Tochter von Phil Podmore. Wir werden dich für immer in unseren Herzen tragen."
Die Neuseeländerin nahm auf dem Bahnrad bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro teil - die Qualifikation für Tokio verpasste sie.
Wenige Stunden vor ihrem Tod veröffentlichte die 24-Jährige auf ihrer "Instagram"-Seite ein Statement, in der sie über Leistungsdruck in Sport und Gesellschaft schrieb und daraus resultierende emotionale Höhen und Tiefen. Dieser Post ist allerdings mittlerweile wieder gelöscht.
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Die traurige Nachricht erschüttert auch die ehemalige deutsche Bahnradfahrerin Kristina Vogel

Vogel trauert um Podmore

"Die Radsportwelt ist erschüttert. Sie hatte wohl gegen viele Hindernisse gekämpft und am Ende keinen anderen Ausweg mehr gesehen. Mein Herz ist gebrochen und ich wünsche der Familie ganz viel Kraft, schrieb sie.
Die ehemalige Profisportlerin machte in diesem Zusammenhang auch auf die Stigmatisierung mentaler Probleme aufmerksam. Zuvor war die Rio-Olympiasiegerin, die seit einem Trainingsunfall 2018 querschnittsgelähmt ist, mit Hasskommentaren konfrontiert worden.
Vogel hatte die Bahnradwettbewerbe bei den Olympischen Spielen in Tokio als "ZDF"-Expertin kommentiert und dabei auch das Setup um Bundestrainer Detlef Uibel kritisiert. Unter anderem hatte sie für das deutsche Team einen Co-Trainer für Taktik gefordert.

Vogel erhält Hasskommentare

Uibel konterte: "Ich glaube nicht, dass Kristina dazu befähigt ist, darüber zu urteilen. Auch sie war nicht unbedingt die taktisch variabelste Rennfahrerin." Vogel meldete sich wenig später zu Wort und meinte: "Ich bin immer noch zweimalige Olympiasiegerin und Rekord-Weltmeisterin."
Ein User schrieb daraufhin: "Diese Arroganz, von oben herab zu reden, hat dich in den Rollstuhl gebracht." Vogel machte diesen Kommentar öffentlich und meinte: "Ich bin ein Mensch. Ich bin stark, ich bin verletzlich. Ich weine, ich lache. Ich bin selbstbewusst, ich habe Zweifel."
Außerdem appellierte sie nun an die Gesellschaft: "Können wir nicht anfangen aufeinander aufzupassen? Uns gegenseitig mehr Liebe schenken? Können wir uns gegenseitig nicht zugestehen, dass wir auch mal schwach sein dürfen? Das auch mal einen Tag der Leistungsdruck zu hoch ist? Uns eingestehen, dass Emotionen menschlich sind?"
Vogel schließt ihren Beitrag mit den Worten: "Olivia Podmore, ich hoffe, dass du an einem besseren Ort bist! Ruhe in Frieden!"
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