Olympia 2024 - Niederländer sorgt im Madison-Finale mit Kopfstoß für Bahnrad-Eklat: "Wie ein Crashtest-Dummy"

Eklat im Pariser Velodrom: Weil der niederländische Bahnradfahrer Jan Willen van Schip seinen britischen Kontrahenten Oliver Wood bei den Olympischen Spielen mit einer Kopfnuss niederstreckte, wurde der 28-Jährige im Madison-Finale nachträglich disqualifiziert. Nach dem üblen Aussetzer am Samstag schweigt der Niederländer, ganz im Gegensatz zu Wood. Dieser war nach der Aktion sichtlich benommen.

Wie beim MMA: Bahnradfahrer streckt Gegner mit Kopfstoß nieder

Quelle: Eurosport

"Er hat mich so hart getroffen, dass ich mich wie in ein Crashtest-Dummy gefühlt habe", sagte der Brite, der sich während der "Tat" nicht aktiv im Rennen, sondern im Innenraum knapp neben der Strecke befunden hatte.
Weil statt Wood gerade sein Partner Mark Stewart um die Punkte sprintete, rollte der Brite am unteren Bahnende mit nur langsamem Tempo.
Dann allerdings geriet er plötzlich in den Mittelpunkt des Geschehens: Der vorbeirasende van Schip streckte den Kopf nach links aus, traf Wood am Helm - und schickte diesen wie ein MMA-Kämpfer auf die Bretter.
"Es ist nicht mein erster Sturz, aber es ist etwas anderes, wenn man von hinten getroffen wird und es nicht kommen sieht", betonte der 29-Jährige, der das Rennen dennoch beendete.
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Schmerzen am Knie und Hintern

Am Ende stand für Wood und seinen Teamkollegen Rang neun zu Buche. Zuvor aber hatte er sich noch wegen des Verdachts auf eine Gehirnerschütterung untersuchen lassen müssen.
"Alles, was ich noch weiß, ist, dass ich von hinten vom größten Fahrer wirklich hart getroffen wurde", erzählte der Bahnradfahrer. Er wisse nicht, was er getan habe, "aber mein Knie und mein Hintern tun wirklich weh".

Disqualifikation und Geldstrafe für van Schip

Auch für van Schip war der Vorfall letztlich in doppelter Hinsicht schmerzhaft.
Einerseits wurde der Niederländer wenige Stunden nach dem Rennen disqualifiziert - gemeinsam mit seinem unbeteiligten Teamkollegen Yoeri Havik, an dessen Seite er sich im vergangenen Jahr noch zum Weltmeister im Madison gekürt hatte.
Und anderseits verdonnerte ihn die Rennleitung zu einer Geldstrafe in Höhe von rund 1000 Euro. Das, so scheint gewiss, dürfte van Schip nun selbst Kopfschmerzen bereiten.
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