UCI Track Champions League: Lea Friedrich und Stefan Bötticher in Lauerstellung vor Heimspiel in Berlin

Auch wenn es mit dem großen Coup beim Auftakt der UCI Track Champions League auf Mallorca nicht geklappt hat, so liegen die deutschen Bahn-Asse vor dem Heim-Event in Berlin am kommenden Samstag in guten Positionen: Lea Sophie Friedrich ist als Vierte nur vier Punkte von der Führenden der Sprint League, Shanne Braspennincx, entfernt und Stefan Bötticher liegt bei den Männern sogar auf Rang drei.

Alle Finals kompakt: So lief der heiße Auftakt auf Mallorca

Quelle: Eurosport

Der Vorjahreszweite zeigte sich von seinen bei einem schweren Sturz in Cali (Kolumbien) im Sommer zugezogenen Verletzungen gut erholt und auf ähnlich hohem Niveau wie bei der Premiere der Rennserie 2021.
Bötticher wurde Zweiter hinter Harrie Lavreysen im Keirin und Vierter im Sprint-Turnier, wo er im Halbfinale nur knapp am späteren Sieger Matthew Richardson gescheitert war.
Friedrich verpasste im Sprint den Einzug ins Halbfinale, als sie in der 1. Runde etwas überraschend von der Polin Urszula Los und der Französin Taky Marie-Divine Kouamé geschlagen wurde.
Da es dabei aber so eng war, wurde sie trotzdem als Neunte gewertet und nahm wichtige Punkte mit, bevor sie sich im Keirin rehabilitierte und als Dritte ins Ziel kam, um in der Gesamtwertung auf Tuchfühlung mit der Spitze zu bleiben.
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Packendes Keirin-Finale: Friedrich schrammt am Sieg vorbei

Quelle: Eurosport

Trotz des frühen Schocks im Sprint-Turnier ist das Führungstrikot für die mehrfache Weltmeisterin in Berlin damit zum Greifen nah.
Dazu kommt, dass auch Lea Lin Teutenberg und Moritz Malcharek in der Ausdauer-Kategorie zu überzeugen wussten. Beide fuhren im Scratch stark: Teutenberg wurde dort Sechste und Malcharek sogar Vierter.
Da Malcharek dann mit Rang zehn auch noch ein ordentliches Ausscheidungsfahren hinlegte, ist der gebürtige Berliner mit 19 Punkten sogar Gesamtsechster der Endurance League vor dem Heimspiel. Nur die Top 3 sind mit Mark Stewart (35 Punkte), Mathias Guillemette (30) und Sebastian Mora (28) bereits etwas enteilt.
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Sprint-Überraschung: Richardson kocht Lavreysen im Finale ab

Quelle: Eurosport

Teutenberg dagegen verpokerte sich in der Anfangsphase ihres Ausscheidungsfahren und wurde da nur Vorletzte. So blieb sie im zweiten Rennen des Auftaktabends ohne Punkte und ist insgesamt nur auf Rang 13 zu finden. Trotzdem machte ihre Fahrweise im Scratch Hoffnung auf eine starke Vorstellung in Berlin.
Pauline Grabosch schied sowohl im Sprint als auch im Keirin in der 1. Runde aus, scheiterte in beiden Wettbewerben aber nur sehr knapp und holte deshalb trotzdem noch insgesamt 14 Punkte. Damit liegt sie in der Sprint League auf Platz zehn, nur zwölf Punkte vom Trikot der Sprint League-Spitzenreiterin Braspennincx entfernt.
Unter den Gescheiterten der 1. Runde wird in der UCI Track Champions League die Rangfolge aufgrund ihrer Abstände zu den jeweiligen Laufsiegern festgelegt.

Enge Konkurrenz in allen Kategorien

Insgesamt verlief der Auftaktabend der UCI Track Champions League enger als im vergangenen Jahr. In keiner der vier Ligen gewann diesmal ein Star beide Rennen des Abends. Die Dominanz von Lavreysen, Katie Archibald und Emma Hinze aus dem Vorjahr setzte sich in keiner Kategorie auf Mallorca sofort wieder fort.
Selbst Überflieger Lavreysen musste sich im Sprint-Finale geschlagen geben. Er unterlag dort im Re-Match des WM-Finales dem Australier Matthew Richardson, der im Keirin zuvor hinter Lavreysen und Bötticher Dritter geworden war.
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Bötticher geschlagen: Lavreysen wird Favoritenrolle im Keirin gerecht

Quelle: Eurosport

Bei den Frauen gewann Weltmeisterin Mathilde Gros zwar das Sprint-Turnier, verpasste im Keirin dann aber entkräftet das Finale deutlich. Dafür war Keirin-Siegerin Martha Bayona vorher im Sprint-Turnier in Runde 1 gescheitert. So reichten Braspennincx zwei vierte Plätze zur Gesamtführung der Sprint League.
Und auch in der Ausdauer-Kategorie geht es enger zu als 2021 – zumindest bei den Frauen. Während sich bei den Männern auch im vergangenen Jahr die Siege meist aufgeteilt wurden, patzte die weibliche Seriensiegerin Katie Archibald auch schon einmal. Sie gewann zwar souverän das Scratch, schied dafür aber in der Elimination als erste Fahrerin aus. Dafür war Elimination-Siegerin Anita Stenberg im Scratch nur Zwölfte. Spitzenreiterin ist nun Jennifer Valente durch Platz drei im Scratch und Platz zwei in der Elimination.
Durch die Bank scheint die UCI Track Champions League 2022 also offener und spannender zu sein, als im Vorjahr und Konstanz der Schlüssel zu den begehrten Führungstrikots zu sein. Das nächste Event am Samstag, 19. November im Berliner Velodrom garantiert also Spannung pur in allen vier Kategorien!
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Da fliegt der Sattel weg: Schrecksekunde im Sprint-Duell

Quelle: Eurosport

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