UCI Track Champions League: Versöhnlicher Abschluss für die deutschen Bahn-Asse beim Finale in London

Am letzten Abend der UCI Track Champions League in London haben neben den großen Triumphatoren auch die Deutschen wieder Akzente setzen können. Stefan Bötticher bestätigte mit Platz vier im Sprint und drei im Keirin noch einmal, dass er die klare Nummer 3 der Sprint League war. Moritz Malcharek zeigte sich gewohnt offensiv und auch Pauline Grabosch fand einen schönen Abschluss.

Trophäen und Champagner: Die Siegerehrung in London

Quelle: Eurosport

Die deutsche Sprinterin jubelte im Verlauf der Champions-League-Saison jeden Abend intensiv, weil ihr Partner Matthew Richardson sich auf allerhöchstem Niveau mit Weltmeister Harrie Lavreysen duellierte – und am Ende sogar den Gesamtsieg davontrug.
In London aber konnte Grabosch auch selbst endlich wieder ihre Klasse zumindest aufblitzen lassen. Die 24-Jährige wirkte formverbessert im Vergleich zu den Vorwochen und fuhr im Sprint-Turnier vor allem auch taktisch stark, belegte am Ende den vierten Platz.
"Ich wünschte, ich hätte mich besser geschlagen", bilanzierte Grabosch zwar am Eurosport-Mikrofon nach den Rennen ihre gesamte Champions-League-Saison. Doch mit ihren Auftritten am Samstagabend im Sprint konnte sie nicht unglücklich gewesen sein.
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Clever ins Halbfinale: Grabosch setzt sich taktisch klug durch

Quelle: Eurosport

Nachdem Grabosch im Keirin erneut in der 1. Runde gescheitert war – einer Disziplin, die sie vor Champions-League-Beginn seit Jahren nicht mehr bestritten hatte – startete sie als Außenseiterin in ihren Erstrunden-Heat im Sprint-Turnier gegen die Niederländerin Steffie van der Peet, Keirin-Siegerin vom Vorabend, und die Französin Taky Marie-Divine Kouamé.
Grabosch fuhr von vorne, verhielt sich clever, nagelte die Konkurrentinnen dauerhaft auf der Außenbahn fest, um sie so zu zermürben und gewann den Lauf. Im Halbfinale scheiterte sie dann zwar an Weltmeisterin und Champions-League-Siegerin Mathilde Gros, biss sich aber auch da stark fest.

Bötticher souverän aufs Podium

Besser als Grabosch war aus deutscher Sicht am Samstagabend nur Dauerbrenner Bötticher. Der 30-Jährige wurde Vierter im Sprint- sowie Dritter im Keirin-Turnier und behauptete seinen dritten Gesamtrang in der Sprint League souverän.
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Wahnsinn im Keirin! Richardson holt Titel wegen Wimpernschlag

Quelle: Eurosport

Am Schluss etwas Boden eingebüßt hat dagegen Moritz Malcharek in der Endurance League. Er attackierte im Scratch-Rennen zwar wie gewohnt, kam diesmal aber nicht damit durch und musste sich mit Platz zehn begnügen.
Später in der Elimination wurde er Elfter, so dass es in der Gesamtwertung nicht zum erhofften Sprung vom siebten auf den fünften Platz reichte. Stattdessen rutschte Malcharek noch auf Platz acht zurück. Lea Lin Teutenberg wurde bei den Frauen 14. der Ausdauer-Liga.

Hinze und Friedrich hinterließen große Lücke

Im vergangenen Jahr hatten vor allem die deutschen Sprinterinnen Emma Hinze und Lea Sophie Friedrich die Track Champions League dominiert. Aber auch Bötticher glänzte als Gesamtzweiter bei den Männern.
Diesmal aber musste Hinze ihre Teilnahme aufgrund von Ermüdungserscheinungen kurzfristig absagen und Friedrich schied beim zweiten Event in Berlin krank aus. Für das verbliebene Quartett mit Bötticher, Grabosch, Malcharek und Teutenberg gab es eine riesige Lücke zu füllen - eine schwere Aufgabe, angesichts dessen, dass beide Frauen nach einer kurzen Saisonpause im Anschluss an die Weltmeisterschaften im Oktober nicht in Top-Form in die Serie gestartet waren.
Teutenberg stürzte dann auch noch in Paris bei der dritten Champions-League-Station schwer. Im nächsten Jahr, wenn die Bahnrad-Rennserie auch wieder in Berlin Station machen will, dürften sich die Fans auch wieder auf auf die Top-Sprinterinnen freuen.
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Trophäen und Champagner: Die Siegerehrung in London

Quelle: Eurosport

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