Rad-WM 2023: Lea Sophie Friedrich gewinnt im Sprint die Silbermedaille - Emma Hinze geht als Vierte leer aus

Die deutsche Sprinterin Lea Sophie Friedrich hat zum Abschluss der Bahnrad-WM in Glasgow ihre zweite Goldmedaille knapp verpasst. Die 23-Jährige aus Dassow musste sich am Mittwoch im Finale des Sprint-Wettbewerbs nach zwei Läufen der Britin Emma Finucane geschlagen geben und holte Silber. Emma Hinze ging dagegen leer aus. Sie verlor das kleine Finale gegen die Neuseeländerin Ellesse Andrews.

"Sie kommt nicht dichter ran": Friedrich im Gold-Lauf knapp geschlagen

Quelle: Eurosport

Lea Sophie Friedrich ließ frustriert den Kopf hängen, auch Emma Hinze schaute im tosenden Applaus des britischen Publikums mit leerem Blick auf den Boden. Die deutschen Super-Sprinterinnen haben am letzten Tag der Bahnrad-WM in Glasgow erneut eine spektakuläre Show geboten, einen krönenden Abschluss aber verpasst.
Die 23-jährige Friedrich musste sich am Mittwoch im Finale des Sprint-Wettbewerbs nach zwei hochspannenden Läufen der von den Zuschauerinnen und Zuschauern lautstark angefeuerten Britin Emma Finucane geschlagen geben und holte die Silbermedaille.
Wenige Minuten zuvor war Hinze am Bronzerang vorbeigerast. Die 25-Jährige aus Hildesheim verlor im Rennen um Platz drei nach zwei Läufen gegen Ellesse Andrews aus Neuseeland.
Ein weiterer Triumph sollte für das erfolgsverwöhnte Duo also nicht dazukommen. Nach der Goldmedaille mit Weltrekord im Teamsprint zum Auftakt der Wettkämpfe in Schottland sowie dem Sieg von Hinze im nicht-olympischen Zeitfahren über 500 m, in dem Friedrich Dritte wurde, bleiben beide Ausnahmesprinterinnen bei insgesamt acht WM-Titeln.

Friedrich und Hinze mit Rückenwind ins Olympiajahr

Die WM-Rekordmarke in der Frauen-Konkurrenz von Kristina Vogel rückt damit dennoch in greifbare Nähe. Nur noch drei Titel trennen Friedrich und Hinze von der früheren Dominatorin, die seit ihrem schweren Trainingsunfall 2018 aufgrund einer Querschnittlähmung im Rollstuhl sitzt. Eine Goldmedaille bei Olympischen Spielen können sie aber anders als Vogel (noch) nicht vorweisen.
Nach der erfolgreichen Weltmeisterschaft rasen Friedrich und Hinze aber mit mächtig Rückenwind ins anstehende Olympiajahr. In Paris visieren sie dann mindestens einen Sieg an, nachdem das Duo in Tokio im damals noch mit nur zwei Starterinnen ausgetragenen Teamsprint die Silbermedaille geholt hatte.
Im nahezu ausverkauften Sir Chris Hoy Velodrome von Glasgow hatte Friedrich zuvor erfolgreich Revanche genommen. Die Ausnahmesprinterin aus Dassow setzte sich nach zwei Läufen gegen Andrews durch.
Die Neuseeländerin hatte Friedrich am Sonntag den dritten Triumph im Keirin verwehrt, die Titelverteidigerin kam nur auf Rang drei. Die zweimalige Sprint-Weltmeisterin Hinze verlor dagegen mit dem gleichen Ergebnis gegen Finucane. Wie Friedrich gewann Hinze in Schottland zweimal Gold. Am vergangenen Freitag war die Hildesheimerin im Zeitfahren über die nicht-olympischen 500 m zum Sieg gefahren, Friedrich holte Bronze.
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