Bahnrad-WM: Teamsprint-Gold mit Weltrekord nur der Anfang - Emma Hinze und Co. streben nach mehr

Besser hätte die WM fürs deutsche Bahnrad-Team nicht starten können: Emma Hinze, Lea Sophie Friedrich und Pauline Grabosch bleiben im Teamsprint das Maß aller Dinge und fahren in Glasgow mit Weltrekord zum vierten Titel nacheinander. Anschließend bleibt nur wenige Zeit zum Realisieren. Nach einer kurzen Nacht steht das Trio schon wieder auf der Bahn, die nächsten Medaillen winken.

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Quelle: Eurosport

Am Morgen nach der Weltrekord-Show tankten die Golden Girls Kraft für die nächste Medaillen-Mission.
Nach ihrer furiosen Fahrt zum WM-Titel im Teamsprint saßen Emma Hinze und Co. ganz entspannt am Frühstückstisch, aßen Müsli mit Hafermilch und plauderten völlig befreit mit ihren Teamkollegen.
Der erfolgreiche erste Teil der Gold-Mission hat dem erfolgreichen Bahnrad-Trio den ganz großen Druck von den Schultern genommen.
Am Donnerstagabend waren die Bahnrad-Stars Hinze, Lea Sophie Friedrich und Pauline Grabosch im Teamsprint mit neuer Bestzeit zum vierten WM-Titel nacheinander gefahren. "Es ist einfach Wahnsinn und schwer zu beschreiben", fasste Schlussfahrerin Friedrich zusammen.
Auch Hinze konnte es kaum fassen: "Es zum vierten Mal hintereinander zu schaffen, ist so cool. Und dann noch mit Weltrekord! Manchmal kann ich es gar nicht richtig glauben."
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Emma Hinze, Lea Sophie Friedrich und Pauline Grabosch bejubeln WM-Gold

Fotocredit: Imago

Vormachtstellung zementiert

Ein Jahr vor den Olympischen Spielen in Paris zeigten Hinze, Friedrich und Grabosch ihre ganze Klasse, die Vormachtstellung scheint mehr denn je zementiert.
Vier WM-Titel im Teamsprint in Serie hat zuvor noch niemand gewonnen. Auch bei den vergangenen beiden Europameisterschaften war das Trio nicht zu bezwingen.
Bei dieser beängstigenden Dominanz geraten längst andere Rekorde ins Visier. Oder?
"Natürlich möchte man weitere WM-Titel gewinnen, das ist ganz klar. Aber ich habe nicht das große Ziel vor Augen, diese Marke zu knacken", hatte Hinze bereits vor den Titelkämpfen in Schottland mit Verweis auf die Bestmarke von Kristina Vogel (elf Titel) gesagt.
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Bahnrad-WM: So funktioniert der Teamsprint im Velodrom

Quelle: Eurosport

Nerven nach Rennen ordentlich strapaziert

Während des strammen Wettkampfprogramms bleibt ohnehin kaum Zeit, um sich darüber ernsthaft Gedanken zu machen.
Nach ihrer Show auf der Bahn wurden die Nerven von Hinze, Friedrich und Grabosch ordentlich strapaziert.
Ausrollen zur Regeneration, ein halber Interview-Marathon und dann mit schweren Beinen einmal quer durch die Arena zur Siegerehrung, die auch noch mit einer halben Stunde Verspätung begann.
Die letzten Interviews bestritt das Trio dann immerhin mit der goldenen Belohnung - und einem Plüsch-Kyloe, dem schottischen Hochlandrind nachempfunden. Danach wartete allerdings noch eine Dopingkontrolle.
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Pauline Grabosch, Emma Hinze und Lea Sophie Friedrich (von links)

Fotocredit: Getty Images

Das Momentum nutzen

Groll ob der Organisation der Veranstalter hegten sie aber nicht, auch wenn die Nacht im Teamhotel dementsprechend kurz war.
Nach dem gemeinsamen Frühstück ging es schon wieder zum Sir Chris Hoy Velodrome.
Das Zeitfahren über 500 m stand an, bei dem etwas überraschend sowohl die amtierende Europameisterin Hinze als auch Friedrich und Grabosch an den Start gingen.
Das Momentum nutzen dürfte die Devise gewesen sein. Denn auch in den anderen Kurzzeit-Disziplinen - Zeitfahren, Keirin und Sprint - gehören vor allem Hinze und Friedrich zu den Topfavoritinnen.
(SID)
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Quelle: Eurosport

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