Sieg im entscheidenden fünften Spiel: Alba Berlin gewinnt nach Mega-Comeback gegen FC Bayern München zwölften Meistertitel
Update 21/06/2026 um 19:46 GMT+2 Uhr
Im entscheidenden fünften Finale der Basketball-Bundesliga (BBL) setzt sich Alba Berlin nach dem nächsten Mega-Comeback 84:81 (27:47) beim FC Bayern durch, gewinnt die Best-of-five-Serie 3:2 und holt ihren zwölften Meistertitel. Damit haben die Berliner den Abschied der Münchner Trainerlegende Svetislav Pesic vermist. Ihm blieb ein weiterer Titel zum Abschluss der Karriere verwehrt.
Bayerns Andreas Obst (l.) gegen Michale Rataj.
Fotocredit: Imago
Erst kullerten bei Jonas Mattisseck die Tränen, dann suchte der Kapitän von Alba Berlin nach Worten. "Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Ich weiß nicht, wie es funktioniert hat", sagte Mattisseck zum Coup in München.
"Man verliert im Sport so so oft, manchmal hat man einfach das Quäntchen Glück", sagte der sichtlich angefasste Mattisseck bei "Dyn": "Jeder Titel ist unvergleichlich."
Während die Alba-Profis beim Jubel über den großen Erfolg auf dem Parkett übereinander lagen, standen die Bayern sprachlos und mit leerem Blick an den Seitenbanden.
"Es wird keinem in der Kabine schmecken", sagte Europameister Oscar da Silva.
Alba vermiest Legende Pesic seinen Abschied
Alba vermieste Svetislav Pesic den Abschied. Der Trainerlegende blieb ein weiterer Titel zum Abschluss einer großen Karriere verwehrt.
Die Münchner hatten am Freitag in der Berliner Max-Schmeling-Halle ihren ersten Matchball nicht genutzt (61:71), vergaben auch den zweiten und verpassten nach den Titeln 2024 und 2025 den erträumten ersten "Threepeat" - es ist die erste Saison seit 2022 ohne einen Silberpokal.
Alba gewann die erste Meisterschaft seit 2022 - und das nach einem großen Rückstand zur Pause.
"Wir haben Bock, wir wollen die Saison erfolgreich zu Ende bringen", sagte Welt- und Europameister Johannes Voigtmann vor dem Showdown nach anstrengenden Wochen. "Wir sind jetzt nicht mehr taufrisch", so Voigtmann, aber das gelte "für beide Mannschaften".
Wertvollster Spieler der Hauptrunde sorgt für die Führung
Im mit 11.500 Zuschauern ausverkauften SAP Garden lief Jonas Mattisseck schnell heiß, der Alba-Kapitän versenkte in den ersten dreieinhalb Minuten all seine drei Dreierversuche.
Im packenden Duell ging es erneut eng zu, die Bayern konnten sich Anfang des zweiten Viertels mit einem 8:0-Lauf zum 30:20 (12. Minute) erstmals leicht absetzen.
München hatte im 87. Pflichtspiel der Saison Vorteile beim Rebound, dominierte mit Physis, und Andreas Obst übernahm im Angriff.
Der wertvollste Spieler (MVP) der Hauptrunde spielte seine Klasse von der Dreierlinie aus und sorgte kurz vor der Pause für die 20-Punkte-Führung.
Streit um Pesic-Nachfolge bei Bayern?
Alba kam stark aus der Kabine, nach einem 14:0-Lauf hieß es nur noch 46:52 (25.). Und Berlin ließ wie schon in Spiel vier nicht nach und drehte das Spiel, Malte Delow besorgte die Führung (67:66/33.). Obst, Topscorer der Bayern (24 Punkte), traf 37 Sekunden vor Schluss zum 79:82, doch Berlin brachte die Führung nach Hause. Weil Obst kurz vor der Schlusssirene den Ausgleich verpasste.
Pesic geht nach mehr als 40 Jahren an der Seitenlinie in den wohlverdienten Ruhestand, wer ihn beerben wird, ist weiter offen.
Die Bayern wollen ihren früheren Profi Anton Gavel von Pokalsieger BMA365 Bamberg Baskets loseisen, doch es gibt Streit wegen der Personalie. "Ich persönlich glaube, dass wir in der nächsten Saison Anton Gavel hier als Trainer haben. Man muss versuchen, eine diplomatische Lösung zu finden", sagte Bayern-Patron Uli Hoeneß in der Pause.
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(SID)
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Quelle: Perform
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