Matchbälle für Meister Bamberg

Die Brose Baskets Bamberg greifen in der BBL nach dem vierten Meistertitel in Serie. Dank einer furiosen Aufholjagd gewann der Titelverteidiger das zweite Finale bei den EWE Baskets Oldenburg mit 63:61 (26:40) und führt nun in der best-of-five-Serie 2:0. Am Sonntag haben die Franken zu Hause den ersten von drei Matchbällen. Mit 15 Punkten war Sharrod Ford Topscorer der Bamberger.

Eurosport

Fotocredit: Eurosport

"Wir haben immer an uns geglaubt und nie aufgegeben", sagte Bambergs Nationalspieler Karsten Tadda nach dem schwer erkämpften Erfolg. Der Schlüssel zum Sieg sei denkbar einfach gewesen: "Wir haben den Ball laufen lassen und sind wieder rangekommen. Am Ende haben wir gewonnen."
Aufseiten der Gäste waren Sharrod Ford (15 Punkte) und Casey Jacobsen (14) die erfolgreichsten Werfer. Für die Oldenburger, die zum ersten Mal in dieser Bundesliga-Saison zwei Spiele nacheinander verloren, erzielte Ronald Burrell als Topscorer 13 Zähler.
Oldenburg beeindruckt Bamberg zunächst
Oldenburg war für das wichtigste Spiel der bisherigen Saison in die kleine EWE Arena (3148 Plätze) ausgewichen, da die neue Halle (6000) belegt war. 250 Schaukühe sorgten dafür, dass einige Hundert Basketball-Fans die Begegnung beim Public Viewing auf dem Vorplatz verfolgen mussten.
Den Zuschauern vor der Großleinwand gefiel, was die eigene Mannschaft in der Anfangsphase zeigte. Nach leichten Startschwierigkeiten übernahm Oldenburg, das nach überstandener Verletzung wieder auf Kapitän Rickey Paulding zurückgreifen konnte, die Spielkontrolle und zog innerhalb von dreieinhalb Minuten mit einem 11:4-Lauf zum ersten Mal davon (24:16).
Bamberg war beeindruckt, dem Titelverteidiger gelang plötzlich fast nichts mehr. Und die Gastgeber nutzten die Schwächephase konsequent. Immer weiter setzte sich Oldenburg ab, zwischenzeitlich hatte der Meister von 2009 sogar 19 Punkte Vorsprung. Beim Stand von 40:26 ging es die Kabine.
"Wir spielen eine hervorragende Verteidigung und machen die Räume eng, sagte Oldenburgs Nationalspieler Konrad Wysocki. Ganz zufrieden war der Forward aber nicht: "Hinten sieht's gut aus, aber vorne können wir einiges mehr."
Wolfgang Heyder war dagegen völlig enttäuscht. "Ich habe unsere Mannschaft selten so planlos und verunsichert gesehen", sagte Bambergs Manager: "Das war die vielleicht schlechteste Halbzeit der ganzen Saison."
Bambergs Aufholjagd wird belohnt
Dem Double-Gewinner tat die Pause sichtlich gut. Wie ausgewechselt kamen die Bamberger zurück und kämpften sich wieder heran. Auch, weil jetzt die Oldenburger wackelten. Mit 16:4 ging das dritte Viertel an die Gäste, der Rückstand betrug vor den letzten zehn Minuten nur noch zwei Zähler (42:44).
Die erfolgreiche Aufholjagd gab Bamberg neue Sicherheit, doch Oldenburg hielt wieder dagegen und das Spiel offen. Genau wie im ersten Duell vor drei Tagen, als sich Bamberg mit viel Mühe 65:63 durchgesetzt hatte.
Wie so oft zeigte Bamberg in der entscheidenden Phase seine Klasse und der Gegner Nerven. Denn die Chance zum Ausgleich war in den Schlusssekunden gleich zweimal da. Erst wurde Dru Joyce vom gut aufgelegten Sharrod Ford geblockt, dann verfehlte Ronald Burrell beim letzten Wurf den Korb.
Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung