Getty Images

BBL-Finale: Bayern München Basketballer stehen kurz vor Basketball-Meisterschaft

Bayern-Basketballer stehen kurz vor der Meisterschaft
Von SID

10/06/2018 um 20:53Aktualisiert 10/06/2018 um 20:54

Pokalsieger Bayern München steht kurz vor dem Gewinn der deutschen Basketball-Meisterschaft. Der Vorrundenerste setzte sich in Spiel drei des Play-off-Finals in eigener Halle 72:66 (46:29) gegen den früheren Serienmeister Alba Berlin durch und liegt in der Best-of-five-Serie nun mit 2:1-Siegen in Führung. Schon am Mittwoch in Berlin können die Bayern das Double perfekt machen.

Auf dem Weg zur vierten Meisterschaft nach 1954, 1955 und 2014 war vor den Augen von Bayern-Präsident Uli Hoeneß der Amerikaner Reggie Redding mit 18 Punkten der beste Werfer des Teams von Trainer Dejan Radonjić. Die Hauptstädter, für die Spencer Butterfield (16) am besten traf, waren im mit über 6000 Zuschauern ausverkauften Audi Dome weitgehend chancenlos. Sollte Alba aber in Spiel vier die Serie ausgleichen können, steigt das entscheidende Duell am Sonntag (16. Juni) bei den Bayern.

Schwungvoller Start

"Alba hat nie aufgegeben, aber wir sind aggressiv geblieben. Es gab erstaunlich viele Ballverluste, aber das ist egal. An diesem Punkt der Finals geht es nur noch ums Gewinnen", sagte Redding bei Telekom Sport. Die Berliner haben derweil die Hoffnung noch nicht aufgegeben. Luke Sikma sagte:

"Das nächste Spiel ist zu Hause, wir haben die Fans im Rücken. Wir werden weiter dagegenhalten."

Nach einem sehr schwungvollen Start schlichen sich bei den Münchnern immer wieder leichte technische Fehler ein. Mit seiner stabilen Defensive verhinderte der FC Bayern Basketball zwar, dass Alba ins Laufen kam, aber zumindest in Schlagdistanz blieben die Berliner erst einmal. Mit einem Schlussspurt im ersten Viertel gingen die Bayern dann 25:16 in Führung.

Das Duell wurde fortan hitziger, wie eine Rangelei zwischen Münchens Jared Cunningham und Berlins Stefan Peno verdeutlichte. Die Bayern gaben allerdings weiter kaum einmal leichte Punkte ab. Alba musste sich jeden Treffer hart erarbeiten, vergab jedoch gerade von der Dreierlinie viel zu oft.

Überraschende Auftaktsniederlage für Bayern

Auf der Gegenseite setzte Redding vier Dreier in Folge in den Korb und versetzte die Bayern-Fans in Begeisterung. Mit einer noch besseren Quote im Angriff hätte sich das Team von Radonjić schon zur Hälfte des Spiels sogar deutlicher absetzen können als mit 17 Zählern.

Die Bayern hatten sich nach der überraschenden Niederlage zum Finalauftakt in der Basketball Bundesliga (BBL) das Heimrecht am Donnerstag in Berlin zurückgeholt und sich zudem endlich den ersten Heimsieg dieser Saison gegen Alba fest vorgenommen. Bayern-Geschäftsführer Marko Pešić hatte allerdings vor jeglichem Übermut gewarnt:

"Wir sind gut beraten, Demut zu zeigen."

Die Münchner hielten in der Tat die Konzentration und Intensität auch im dritten Viertel zunächst auf einem hohen Niveau, dann aber schlichen sich völlig unnötige Nachlässigkeiten ein. Die Gäste von Trainer Aíto García Reneses schöpfen beim 60:67-Zwischenstand im letzten Abschnitt noch einmal Mut, die Offensivausbeute war aber nicht gut genug für eine spektakuläre Wende.

0
0