DBB verliert gegen Spanien

Die deutsche Basketball-Nationalmannschaft hat das erste Spiel der EM-Zwischenrunde in Litauen gegen Topfavorit Spanien unglücklich verloren. 68:77 stand es nach 40 extrem spannenden Minuten, in denen das deutsche Team gut mitgehalten hatten. Superstar Dirk Nowitzki kam auf 19 Punkte.

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Auf Seiten der Spanier überragten die Gasol-Brüder. Marc, Center bei den Memphis Grizzlies, machte 24 Punkte, holte fünf Rebounds und traf zwölf seiner 14 Freiwürfe. Pau, Power Forward der LA Lakers, steigerte sich in der zweiten Hälfte und kam am Ende auf 19 Punkte und sieben Rebounds. Nach den ersten beiden Viertel standen noch null Punkte für ihn zu Buche.
"Es ist kein großer Unterschied zwischen den guten und den sehr guten Teams, aber die sehr guten gewinnen solche Spiele und machen am Ende, wenn es darauf ankommt, keine dummen Fehler", sagte Dirk Nowitzki nach der Partie und ergänzte: "16 Turnover sind in so einer Partie einfach zu viel. Wir müssen jetzt zweimal gewinnen, aber ich glaube, es ist alles drin."
Fünf dieser 16 Ballverluste musste sich Center Chris Kaman ankreiden lassen. Der zweite NBA-Spieler im deutschen Kader machte zwar 15 Punkte und war mit zwölf Rebounds der beste Abräumer der Partie, aber seine Feldwurfquote ließ doch zu wünschen übrig. Nur sechs seiner 14 Versuche fanden das Ziel, obwohl er fast alle Würfe aus der Nahdistanz nahm.
Zwei Siege gegen die Türkei
"Man hat gesehen, wie sehr diese Mannschaft am Leben ist, wie sehr sie ihr Ziel, die nächste Runde zu erreichen, schaffen will", meinte Bundestrainer Dirk Bauermann. Der Coach stellte vor dem Spiel gegen die Türkei fest: "Es ist sicher hilfreich, dass es erst gegen die Türkei geht. Wir haben sie in diesem Sommer bereits zweimal geschlagen." Bauermann glaubt, dass "wir da eine hervorragende Chance haben, uns den ersten Sieg zu holen und dann gibt es ein echtes Endspiel gegen Litauen."
Im elften Aufeinandertreffen zwischen Spanien und Deutschland bei Basketball-Europameisterschaften gab es für die DBB-Auswahl damit die neunte Niederlage. Zudem verpasste die Auswahl des Deutschen Basketball Bundes die Revanche für das schmachvolle 55:83-Debakel bei der EM vor vier Jahren.
Schwacher Start von Nowitzki
Die deutsche Mannschaft hielt die Begegnung bis ins Schlussviertel hinein offen, leistete sich dann aber zu viele unnötige Fehler und steht nun mit dem Rücken zur Wand. "ir hatten in der zweiten Halbzeit viele Möglichkeiten eine Führung zu bekommen. So weit ist es aber nie gekommen. Irgendwann musst Du auch einmal in Führung gehen" meinte Bauermann.
Das deutsche Team begann gegen den großen Turnierfavoriten, der allerdings sein letztes Vorrundenspiel gegen die Türken verloren hatte, sehr konzentriert. Zwar fand Nowitzki erneut nicht seinen Rhythmus, doch angetrieben von Heiko Schaffartzik boten die deutschen Korbjäger den Spaniern sehr gut Paroli und lagen so nach dem ersten Viertel nur mit einem Punkt hinten (15:16).
Mit einem kleinen Zwischenspurt zogen die Iberer zu Beginn des zweiten Abschnitts zunächst davon. Mit acht Punkten in Serie setzte sich das Team von Trainer Sergio Scariolo auf 26:18 ab, ehe Nowitzki zum zweiten Mal traf. Der 33-Jährige hatte lange Zeit große Probleme mit dem Mittelfinger seiner linken Hand, in dem er sich während der NBA-Finalserie gegen die Miami Heat eine Sehne gerissen hatte.
Nowitzki bringt die Führung
Immer wieder löste sich der zur Stabilisierung des Fingers angebrachte Tape-Verband und irritiert ihn sichtlich. Dennoch war Nowitzki wie NBA-Kollege Kaman zur Pause mit neun Punkten bester deutscher Werfer.
Zur Pause lag die Auswahl des Deutschen Basketball Bundes lediglich mit drei Zählern zurück (33:36) und schnupperte an der Überraschung. Auch nach der Halbzeit hielten sich die Bauermann-Schützlinge wacker. Die Spanier setzten sich zwar zwischenzeitlich auf neun Punkte ab (43:52), doch die deutsche Mannschaft zeigte Moral.
Bis zum Schlussviertel hatte sie den Rückstand wieder auf einen Zähler verkürzt (55:56), dann brachte Nowitzki sein Team sogar in Führung. Doch immer wenn die deutschen Korbjäger dran waren, patzten sie und kassierten so die dritte Niederlage des Turniers.
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