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Bamberg und Berlin "verdammt glücklich"
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Publiziert 14/12/2012 um 13:27 GMT+1 Uhr
Als der lang ersehnte Einzug in die Top-16-Runde der Euroleague endlich feststand, legte Chris Fleming seine Zurückhaltung ab und ließ sich von der Euphorie in der "Frankenhölle" anstecken. "Ich bin einfach nur verdammt glücklich, dieser Erfolg bedeutet mir sehr viel", sagte der Trainer von Double-Gewinner Brose Baskets Bamberg nach dem Krimi vor 6800 euphorisierten Fans gegen Partizan Belgrad.
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Durch ein 92:90 (80:80, 47:35) nach Verlängerung schafften die Franken in "Freak City" auf den letzten Drücker sensationell den Einzug in die Zwischenrunde der "Königsklasse".
Erstmals kämpfen dort nun zwei deutsche Teams um die europäische Krone mit, denn auch Alba Berlin ist nach einer starken Vorrunde in der nächsten Gruppenphase dabei. In Gruppe E kommt es sogar zum historischen ersten Duell zweier deutscher Vertreter in der Euroleague.
Für Bamberg ist es ein ganz besonderer Triumph, denn trotz der totalen Dominanz in der Bundesliga lief es international in der Vergangenheit überhaupt nicht. "Wir haben es uns in diesem Jahr einfach verdient, wieder dabei zu sein. Die letzten drei Jahre war es international schwierig", sagte Fleming, der mit den Franken seit 2010 dreimal in Folge Meisterschaft und Pokal gewonnen hat.
Nachbar überzeugt
Zu verdanken haben die Bamberger den Coup nicht zuletzt Bostjan Nachbar, dem ehemaligen NBA-Star, der gegen Belgrad einmal mehr bester Werfer war (23 Punkte). "Es fühlt sich super an, ein Teil dieses Erfolgs zu sein", sagte der slowenische Nationalspieler: "Für viele Teams ist es normal, in die nächste Runde einzuziehen. Für den Verein und die Stadt hier ist es aber etwas ganz Besonderes. Das kann man spüren."
Erstmals seit der Saison 2005/06 hat es Bamberg in der Euroleague über die Gruppenphase hinaus geschafft und sorgte damit zugleich für die beste deutsche Europokal-Bilanz der Geschichte.
Nie zuvor hatten es fünf Bundesligisten auf internationalem Parkett die Top-16-Runde erreicht. Im Eurocup war Vizemeister ratiopharm Ulm weitergekommen, in der EuroChallenge die EWE Baskets Oldenburg und die Telekom Baskets Bonn. Nach drei Jahren ohne Titel ist das Weiterkommen auch für Berlin ein großer Erfolg.
Deutsche Teams krasse Außenseiter
Nun bekommen es die Hauptstädter und Bamberg mit den Spitzenteams Real Madrid, ZSKA Moskau, Panathinaikos Athen und Unicaja Malaga sowie Anadolu Efes Istanbul und dem noch zu ermittelnden Gewinner im Duell zwischen Zalgiris Kaunas und Olympiakos Piräus zu tun. Allesamt Teams, die einen weitaus höheren Etat und deutlich mehr Erfahrung haben. Sowohl Bamberg als auch Berlin sind nur Außenseiter. Trotzdem sagt Nachbar: "So ein Erfolg macht stolz und Hunger auf mehr."
Doch bevor es am 27. Dezember in der Königsklasse weitergeht, rückt der Alltag in der Bundesliga in den Fokus. Und da kommt es ausgerechnet zum Spitzenspiel beim früheren Serienmeister Alba Berlin. Psychologisch haben die Bamberger einen kleinen Vorteil, denn während sie selbst in letzter Minute gewannen, kassierten die Albatrosse beim 50-maligen israelischen Champion zum Vorrundenabschluss bei Maccabi Tel Aviv eine 72:86-Pleite.
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