Basketball-EM: Deutschland gewinnt Viertelfinale gegen Griechenland in Berlin - im Halbfinale wartet Spanien

Die deutschen Basketballer haben Griechenland um NBA-Superstar Giannis Antetokounmpo sensationell entzaubert und stehen bei der Heim-EM im Halbfinale. Das Team um Kapitän Dennis Schröder gewann am Dienstag in Berlin 107:96 (57:61), am Freitag geht es gegen Weltmeister Spanien um den Sprung ins Endspiel. Mit einem Sieg wäre die dritte EM-Medaille der Geschichte perfekt.

Bärenstark! Deutschland düpiert Griechen um NBA-Superstar

Quelle: Perform

Schon vier Minuten vor Schluss feierte Dennis Schröder beim Basketballfest mit den Fans, wenig später kochte die Stimmung in Berlin endgültig über. Dank einer denkwürdigen Gala gegen Griechenland um NBA-Superstar Giannis Antetokounmpo steht der Kapitän mit den deutschen Basketballern bei der Heim-EM tatsächlich im Halbfinale, durch ein 107:96 (57:61) greift eine begeisternd aufspielende Nationalmannschaft nach der Medaille.
"Es ist schwer zu realisieren, was passiert ist. Es ist Wahnsinn. Es war unglaublich", sagte Andreas Obst bei MagentaSport. "In der zweiten Halbzeit waren wir alle da. Wir glauben an uns als Team. Wir haben die Medaille als Ziel", so Daniel Theis bei "RTL". Es war nicht einmal ein Problem, dass Schröder in der Schlussphase nach seinem zweiten unsportlichen Foul in die Kabine musste.
Schon jetzt ist es der größte Erfolg, seit sich Sportikone Dirk Nowitzki bei der EM 2015 in der Hauptstadt von den Fans verabschiedete. Im Halbfinale am Freitag trifft das Team von Bundestrainer Gordon Herbert auf Weltmeister Spanien, ehe es am Sonntag um Bronze oder den ganz großen Coup geht. Es wäre die dritte EM-Medaille nach Gold 1993 und Silber 2005.
Beim denkwürdigen Triumph vor 14.073 Fans in der ausverkauften Arena war Schröder mit 26 Punkten deutscher Topscorer. Antetokounmpo kam auf 31 Zähler - fünf Minuten vor dem Ende musste auch er nach dem zweiten unsportlichen Foul das Feld verlassen.
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Wagner nach Sensation euphorisch: "Alles ist möglich!"

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Franz Wagner trotz Verletzung dabei

Die Bedeutung des Spiels zeigte sich auch medial, "RTL" einigte sich kurzfristig mit Rechteinhaber "MagentaSport", der alle deutschen Partien kostenlos streamt, und zeigte das Viertelfinale im Free-TV. Mit Nowitzki als Studiogast.
Erst 25 Minuten vor Spielbeginn hatte der Deutsche Basketball Bund (DBB) bekannt gegeben, dass sein Shootingstar trotz seiner Knöchelverletzung aus dem Achtelfinale gegen Montenegro (85:79) dabei sein kann. "Franz Wagner spielt", hieß es knapp bei Twitter, wichtig für die Mannschaft. Der Berliner stand wie der leicht erkältete Johannes Voigtmann in der Starting Five, nach seinem Ausfall wegen Schulterproblemen kehrte Nick Weiler-Babb ins Aufgebot zurück, Herbert gab allerdings Obst den Vorzug.
Ein guter Zug, das DBB-Team begann furios und zeigte eine regelrechte Dreiershow - fünf der ersten sechs Würfe saßen. Als Obst zum 19:9 traf, kochte die Halle. Doch Antetokounmpo hielt dagegen und punktete stark. Dazu waren die Griechen immer wieder in der Zone erfolgreich.

Antetokounmpo fliegt vom Feld

"Wir glauben nicht, dass unsere Reise endet", hatte Herbert gesagt. Und sein Team begegnete dem Favoriten bei der Neuauflage des EM-Finales von 2005 auf Augenhöhe. Anders als im Achtelfinale, als viele Plätze leer geblieben waren, kam diesmal enorme Unterstützung von den Tribünen - auch von den griechischen Fans.
Als Wagner mit einem krachenden Dunk für das 44:40 sorgte (16.), ging der Lärmpegel noch eine Spur höher, das Spiel blieb hochklassig - und eng. Drei Sekunden vor der Pause leistete sich Schröder einen Schrittfehler, die Griechen bestraften den Ballverlust, als Kostas Sloukas mit der Sirene von der Mittellinie zum 61:57 traf.
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Bärenstark! Deutschland düpiert Griechen um NBA-Superstar

Quelle: Perform

"Wir müssen defensiv besser spielen", forderte Johannes Thiemann auf dem Weg in die Kabine. Und das gelang eindrucksvoll: Die Griechen blieben mehr als drei Minuten ohne Punkt, durch einen 20:1-Start (!) zogen die Deutschen blitzschnell weit davon (77:62/27.), die Sensation bahnte sich an.
Den Griechen gelang in dieser Phase nichts. Antetokounmpo, der zur Pause bei 19 Punkten und acht Assists stand, wehrte sich gegen das Aus. Doch das DBB-Team um den so starken Schröder hatte immer eine Antwort. Als Antetokounmpo ging, war das Spiel gelaufen
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(SID)
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Highlights: Deutschland macht es gegen Montenegro unnötig spannend

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