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Basketball-EM: Favorit Deutschland auch gegen Underdog Portugal voll fokussiert - "Werden sie nicht unterschätzen"
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Publiziert 05/09/2025 um 13:18 GMT+2 Uhr
Für die deutschen Basketballer beginnt die heiße Phase der EM. Bevor die ganz großen Gegner wie Serbien warten, müssen sie noch die Pflichtaufgabe gegen Portugal lösen. Deutschland ist gegen den Unterdog hoher Favorit, doch die Mannschaft um Dennis Schröder will jeden Gegner ernst nehmen. "Wir werden sie nicht unterschätzen. Die werden hochmotiviert sein", mahnte Routinier Daniel Theis.
Höchster Sieg ever: Deutschland schreibt EM-Geschichte
Quelle: Perform
Àlex Mumbrú lehnte entspannt an der Bande und plauderte mit dem Teamarzt, als Dennis Schröder und Franz Wagner die Bälle durch das Netz rauschen ließen. Beim ersten Training nach der Landung in Riga standen dem Basketball-Bundestrainer die Strapazen seiner Erkrankung noch leicht ins Gesicht geschrieben, er scheint jedoch rechtzeitig zur Jagd nach EM-Gold fit zu werden.
Noch ist aber völlig offen, ob Mumbrú an der Seitenlinie steht, wenn die Deutschen am Samstag (14:15 Uhr im Livescoring) im Achtelfinale gegen Portugal in die K.o.-Runde starten. Während der Weltmeister den krassen Außenseiter auch ohne den rekonvaleszenten Chefcoach aus dem Weg räumen können sollte, mahnte Routinier Daniel Theis jedoch zu äußerster Vorsicht.
"Wir werden sie nicht unterschätzen. Die werden hochmotiviert sein in einem Achtelfinale gegen uns als Weltmeister", sagte der frühere NBA-Profi der "ARD-Sportschau" nach der Einheit in der lettischen Hauptstadt: "Vielleicht ist das für die ein Spiel des Lebens. Wir werden die von der ersten Minute komplett ernstnehmen." Mit diesem Mindset war Deutschland schon in der Gruppenphase von Tampere bestens gefahren.
Die fünf klaren Siege in der finnischen Sauna-Metropole sowie den Gruppensieg hatten Schröder und Co. bereits abgehakt, als sie in den Flieger nach Lettland gestiegen waren. "Sie wissen, dass all das, was bisher abgeliefert wurde, nichts zählt", sagte Interimsbundestrainer Alan Ibrahimagic, der Mumbrú bislang in allen EM-Spielen vertreten hatte - und fügte an: "In Riga steht ein neues und ziemlich brutales Turnier an."
Portugal ist (nur) die erste Hürde
Portugal kann dabei nur als Durchgangsstation gesehen werden, die großen Gegner warten erst später. Selbst im Viertelfinale, in dem die Deutschen auf Italien oder Slowenien um NBA-Superstar Luka Doncic treffen würden, wären sie klarer Favorit. So könnte es bis zum Halbfinale, dann könnte Gold-Anwärter Serbien blühen, bis zur ersten richtigen Prüfung dauern. So werden die Nationalspieler das aber kaum sehen, sie halten die Spannung hoch. "Jetzt ist 'Do or Die' von hier an", sagte Wagner.
Auch sein Bruder Moritz, der die Spiele wegen eines Kreuzbandrisses als Experte bei "MagentaSport" aus der Ferne analysiert, warnte vor den Tücken einer K.o.-Runde. "Hat man einen schlechten Tag, ist man zuhause", sagte der NBA-Profi. Jetzt gehe es "um die Wurst", man könne sich keine Turnover mehr leisten, denn der Gegner sei "besser und wenn der das ausnutzen kann und bei uns die Dreier nicht fallen, dann ist es vorbei."
Die Gefahr, dass dies gegen die Portugiesen passiert, ist gering. Zwar verfügen sie mit dem 2,13 Meter großen Neemias Queta, der bei den Boston Celtics von der Bank kommt, über NBA-Power auf der Center-Position, die Qualität der Deutschen kann der EM-Neuling jedoch nicht ansatzweise kontern. So erwarte Ibrahimagic "einen sehr physischen Gegner, der versuchen wird, das Spiel zu verlangsamen." Sein Team müsse bereit sein, "dagegenzuhalten und unser Spiel durchzusetzen." So wie es in Tampere zuvor immer gelungen war.
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(SID)
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