Deutschen Basketballer um Dennis Schröder vor letztem Härtetest vor der EM - Nikola Jokic als möglicher Gegner

Nach den zwei Siegen gegen Luka Doncic und Slowenien steht für die deutschen Basketballer schon die nächsten Härtetests für die Europameisterschaft auf dem Programm. Am Freitag geht es erst gegen die Türkei, bei einem Sieg könnten dann beim Supercup, einer "Mini-EM", NBA-Superstar Nikola Jokic und Serbien warten. Dennis Schröder und Co. sehen spätestens dann, wo sie bei der Gold-Mission stehen.

Dennis Schröder und die DBB-Auswahl könnten einen Härtetest gegen Serbien bekommen

Fotocredit: SID

Zwei Tage lang durften Dennis Schröder und Co. durchschnaufen, dann ging es gleich wieder richtig zur Sache. Beim Wiedersehen vor dem Supercup in München schenkten sich die deutschen Basketballer beim Training nichts. Die Stimmung war bestens, doch wenn Spielzüge einstudiert wurden, war Schluss mit lustig.
Das bekam unter anderem Schröder zu spüren, der beim Versuch eines Korblegers geblockt wurde und rücklings auf den Boden knallte - ohne Folgen allerdings. "Die Mentalität auch im Training jetzt hier war schon ziemlich intensiv", sagte der Kapitän nach dem Ende der knackigen Einheit in der Halle des FC Bayern.
Intensität ist auch geboten. Die Türkei ist im Supercup-Halbfinale am Freitag keinesfalls zu unterschätzen. Und dann womöglich im Finale am Samstag erst recht nicht Serbien mit Superstar Nikola Jokic.
Das hochkarätig besetzte Turnier an der Isar könnte nach den teils wackligen ersten Testspielen richtungweisend für die zwei Wochen später beginnende Mission EM-Gold werden.

DBB-Härtetest gegen Jokic?

Die Belastungsprobe bei der "Mini-EM" hat Bundestrainer Àlex Mumbrú genau so beabsichtigt. "Wir wollen wissen, wo wir stehen, bevor die EM startet", sagte der Spanier. Und da kommen "einige der besten Mannschaften in Europa", wie Franz Wagner anmerkte, gerade recht. "Da sind gute Gegner am Start", sagt auch Schröder und betonte: "Wir versuchen, jeden Tag besser zu werden, die Teamchemie noch besser zu machen, auf und neben dem Platz."
Ein echter Härtetest wären am Samstag Jokic und die Serben - einen Sieg im Halbfinale gegen Tschechien vorausgesetzt. An einem ersten Schlagabtausch der beiden wohl größten EM-Favoriten, der Neuauflage des WM-Finals von 2023, ließe sich vortrefflich ablesen, wie weit die Entwicklung der Nationalmannschaft unter Mumbrú auf dem Weg zum ersten EM-Gold seit 1993 wirklich fortgeschritten ist.

Drei Spieler fliegen noch aus DBB-Kader

In den ersten beiden Tests gegen Slowenien hatte der Weltmeister trotz zweier Siege viel Licht und Schatten offenbart. Die Mannschaft hat Mumbrús blitzschnelle Spielphilosophie noch nicht ganz verinnerlicht und wirkte nach dem Trainingslager in Málaga gerade im zweiten Spiel am vergangenen Sonntag in Mannheim etwas platt.
"Wir müssen uns noch in vielen Dingen verbessern", hat Mumbrú festgestellt, "wir sind beim schnellen Umschalten noch nicht gut genug." Angesichts der Baustellen hat der Coach vor der EM, bei der Deutschland ab dem 27. August seine Gruppenspiele im finnischen Tampere absolviert, keine Zeit zu verlieren. Auch muss er seinen 15 Mann starken Kader noch um drei Spieler reduzieren.
In Mannheim standen zuletzt jedoch Maodo Lo, Oscar da Silva, Christian Anderson, David Krämer und Daniel Theis nicht zur Verfügung, weil sie entweder angeschlagen waren oder sich noch im Aufbau befanden. Daher ist noch schwer zu beurteilen, welche Spieler letztlich dem "Cut" zum Opfer fallen.

Theis kommt zurück

Für den Supercup kann Mumbrú wieder mit Theis planen. Der 33 Jahre alte Center und sein kongeniales Zusammenspiel mit Schröder sind für die Nationalmannschaft von unschätzbarem Wert. Schon gegen EM-Geheimtipp Türkei und NBA-Jungstar Alperen Sengün von den Houston Rockets könnte Theis aber auch in der Defensive sehr wichtig werden, spätestens jedoch gegen Jokic.
Derweil warten die Serben, die bislang alle vier Tests gewannen, nicht nur mit dem dreimaligen NBA-MVP von den Denver Nuggets auf. Trainer-Ikone Svetislav Pesic kann auf namhafte Kräfte wie Vasilije Micic, Nikola Jovic und Bogdan Bogdanovic zurückgreifen.
Nicht umsonst bezeichnete Mumbrú sie jüngst im Interview mit der spanischen Nachrichtenagentur EFE als "Favorit" für die EM, wobei Jokic "sicherlich der beste Spieler" sein werde. Eine bessere Vorbereitung auf den EM-Ernstfall kann es kaum geben.
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(SID)
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Quelle: Perform


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