Basketball-EM: Deutschland nach mühsamen Sieg gegen Portugal im Viertelfinale - DBB-Team mit starkem letzten Viertel

Die deutschen Basketballer haben sich ins Viertelfinale der Europameisterschaft gemüht. Trotz einer schwachen Dreierquote gewann das Team um Kapitän Dennis Schröder im Achtelfinale 85:58 (31:32) gegen Portugal. Nachdem es nach dem dritten Viertel noch 52:51 stand, setzte sich die DBB-Auswahl erst im letzten Viertel ab und gewann am Ende auch dank der 16 Punkte von NBA-Star Franz Wagner.

Nationalspieler Maodo Lo bei der EM 2025

Fotocredit: Imago

Lange musste Dennis Schröder zittern, doch die wacklige Vorstellung gegen Portugal wollte der Weltmeisterkapitän nicht überbewerten. "Es kann nicht immer alles glatt laufen", sagte Schröder nach dem 85:58 (31:32) über den Außenseiter und "40 Minuten Ups and Downs" im Achtelfinale der Basketball-EM.
Trotz der bislang schwächsten Turnierleistung und großer Probleme vor allem von der Dreierlinie ist der Goldkandidat weiter. Am Mittwoch geht es in der lettischen Hauptstadt Riga auf dem Weg Richtung Medaille im Viertelfinale gegen Italien oder Slowenien.
Bei der Rückkehr von Bundestrainer Àlex Mumbrú, der die gesamte Vorrunde in Tampere/Finnland wegen einer Erkrankung verpasst hatte und von Assistenzcoach Alan Ibrahimagic vertreten wurde, waren Franz Wagner und Schröder (jeweils 16 Punkte) die besten Scorer für die Auswahl des Deutschen Basketball Bundes (DBB).
Der Mann des Tages hieß aber Maodo Lo: Der Point Guard sorgte im Schlussviertel für die Wende. "Maodo ist Player of the Game", sagte Schröder bei "MagentaSport".

Zehntes Viertelfinale für Deutschland

"Wenn man in die letzten Minuten geht und es knapp ist, kann alles passieren", so Lo, "ich bin einfach froh, dass wir dieses Spiel gewonnen haben." Durch den Erfolg steht zum zehnten Mal ein DBB-Team im Viertelfinale einer EuroBasket.
Schröder hatte die perfekt verlaufene Vorrunde schnell abgehakt. "Es ist geil, dass wir alle Spiele gewonnen haben. Aber das hat uns noch nichts gebracht", betonte der NBA-Profi und sah vor dem Start in ein "neues Turnier" noch "sehr viel Luft nach oben". Doch statt einer Steigerung trat das Gegenteil ein gegen Portugal, das erstmals in einer EM-Finalrunde stand.

Unterirdische Dreierquote zur Halbzeit beim DBB

Die Anfangsphase verlief mehr als zäh, von der Dreierlinie fielen beim deutschen Team selbst offenste Würfe nicht, die Quote war miserabel.
Da Portugal noch schlechter traf, hieß es nach dem ersten Viertel 17:12. Und der Favorit suchte erfolglos nach offensivem Rhythmus, die Portugiesen nutzten die bislang schwächste Phase des Mumbrú-Teams im Turnierverlauf und gingen in Führung (22:21/14. Minute).
Die Dreierquote lag zur Pause bei unterirdischen sechs Prozent, aus dem Feld war sie ebenfalls schwach, erstmals seit EM-Beginn gab es beim Gang in die Kabine einen Rückstand.

Lo bricht Dreier-Bann

"Wir müssen einen Gang höher schalten", forderte Ibrahimagic, der sich mit dem Spanier Mumbrú an der Seitenlinie abwechselte, bei "MagentaSport". Der schlechte Start habe das Team nervös gemacht und für Verkrampfung gesorgt, "die Wichtigkeit des Spiels ist im Hinterkopf. Wir brauchen ein bisschen mehr Lockerheit."
Davon war nichts zu sehen, es wurden Erinnerungen an die Zitterspiele bei der EM 2022 (Achtelfinale gegen Montenegro) und WM 2023 (Viertelfinale gegen Lettland) wach.
Nach 22 vergebenen Dreiern in Serie brach Maodo Lo den Bann, einen Schub gab das Erfolgserlebnis dem Favoriten nicht. Portugal um Neemias Queta, 2024 NBA-Champion mit den Boston Celtics, ließ sich nicht abschütteln.
Vor dem Schlussviertel stand es 52:51, alles war offen, dann kam die Wende. Dreier fielen, besonders bei Lo, es gelang ein 13:0-Lauf zum 65:51 (34.), Portugal hatte nun keine Antwort mehr.

DBB im Viertelfinale gegen Italien oder Slowenien

Das deutsche Team war mit einem Schnitt von 105,8 Punkten pro Spiel durch die Vorrunde spaziert, der Vorsprung betrug im Schnitt 32,8 Punkte, ein Aus gegen den Weltranglisten-56. wäre eine Sensation gewesen.
Bei der EM 2022 war die DBB-Auswahl im Halbfinale am späteren Titelgewinner Spanien gescheitert und hatte sich am Ende in Berlin mit Bronze begnügen müssen.
Diesmal soll mehr her, möglichst die zweite Goldmedaille nach München 1993. Am Sonntag entscheidet sich, ob es im Viertelfinale gegen die Italiener oder die Slowenen um NBA-Superstar Luka Doncic (Los Angeles Lakers) gehen wird.
(SID)
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Quelle: Perform


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